Folge 8: Wieviele Bünde hat Deine Gitarre?
5 Minuten
Beschreibung
vor 7 Monaten
Die Anzahl der Bünde auf deiner Gitarre bestimmt, wie viele Töne
du spielen kannst. Ab dem 12. Bund wiederholensich alle Töne eine
Oktave höher – du kannst also ab dort rechnerisch 'bei 0' neu
beginnen.
Beispiel: Der 19. Bund ist wie der 7. Bund (19 - 12 = 7) – nur
eine Oktave höher. Je mehr Bünde, desto größer der Tonumfang –
aber desto schwieriger wird auch die Bespielbarkeit in den
höchsten Lagen (enge Bünde, kleine Abstände, schwächere
Tonansprache).
Merksatz: „Ab dem 12. Bund beginnt alles von vorn – jede
Lage spiegelt die Grundtöne, nur eine Oktavehöher.“
Konzertgitarre (klassisch)
Bund 19 = Bund 7 (Oktave höher)
Höchster Ton (E-Saite) B
12. Bund meist letzter vor Korpus
Kein Cutaway
Westerngitarre
Bund 21 = Bund 9 (Oktave höher)
Höchster Ton (E-Saite) Db/C#
Gut spielbar bis ca. Bund 15, danach schwieriger
Häufig mit Cutaway für besseren Zugang
E-Gitarre (Retro)
Bund 21 = Bund 9
Höchster Ton (E-Saite) C#/ Db
Bespielbarkeit: Gut bis sehr gut, abhängig vom Modell
E-Gitarre (Standard) Bund 22 = Bund 10
Höchster Ton (E-Saite) D
Bespielbarkeit: Gut bis sehr gut, abhängig vom Modell
Kompromiss zwischen Vintage & Moderne
E-Gitarre (Shred / Modern)
Bund 24 = Bund 12 (2Oktaven)
Höchster Ton (E-Saite) E
Sehr gut (oft mit tiefem Cutaway)
Maximaler Tonumfang auf regulärem Hals
Washburn EC36 (USA)
Bund 36 = Bund 0 + 3 Oktaven
Höchster Ton (E-Saite)
E (3 Oktaven!)
Extrem anspruchsvoll ab Bund 24
Rekordmodell: 36 Bünde, Spezialanfertigung
Sonderformen (z. B. Ibanez RG550XH, Caparison)
Bund 27 = Bund 3 (2. Oktave + 3)
G - je nach Stimmung
Ab Bund 24 zunehmend schwer bespielbar
High-performance Gitarren für Extreme
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