«Soiled Houses» – Mehr Platz für Mensch und Natur – mit Johanna Lorch, Architekturstudentin ETH
Mit ihrem Konzept des «Soiled House» plädiert Johanna Lorch für ein
Umdenken im Bereich von Siedlungsbau und Wohnraum. Statt neue
Wohnflächen zu bauen, sollen bestehende – im Speziellen
Einfamilienhäuser – effizienter genutzt werden. Ein organischer
Mante
27 Minuten
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Beschreibung
vor 6 Monaten
Laut Zahlen des Bundes werden wir in der Schweiz über die
nächsten 20 Jahre zusätzlichen Wohnraum für rund eine Million
Menschen benötigen. Um dies unter effizientem Ressourceneinsatz
zu bewerkstelligen, wird schon seit einiger Zeit zunehmend
verdichtet gebaut – nicht nur in urbanen Zentren, sondern immer
häufiger auch in der ländlichen Agglomeration. Gerade in
ländlichen Regionen geraten dadurch sogenannte
Biodiversitätsflächen, welche die Artenvielfalt schützen und
fördern, immer stärker unter Druck.
Doch was kann man dagegen tun? Johanna Lorch,
Architekturstudentin an der ETH, hat in ihrer Masterarbeit ein
spannendes Konzept entwickelt, das gleichzeitig mehr Wohnraum in
ländlichen Siedlungsgebieten schafft und dazu beiträgt, dass
biodiverse Lebensräume erhalten bleiben. Ihre Vision
der «Soiled Houses» setzt dabei beim Einfamilienhausbestand
an: Durch gezielte Ertüchtigung von Fassade und Innenraum sollen
diese nicht nur mehr Menschen Wohnraum bieten, sondern
gleichzeitig auch «Nährboden» für lokale Flora und Fauna sein.
Im Gespräch mit Peter Richner erläutert sie, was hinter dieser
Idee steckt und weshalb ein Umdenken im Siedlungsbau wohl
unumgänglich ist.
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