Podcaster
Episoden
18.02.2026
30 Minuten
Neu ist das Thema des️ kreislaufgerechten Bauens nicht – bereits
vor 8 Jahren hat die NEST-Unit UMAR aufgezeigt, wie ein konkretes
Projekt praktisch umsetzbar ist. Dennoch fassen kreislauffähige
Konzepte nur langsam Fuss in der Bauwirtschaft. Woran liegt das?
In der aktuellen Folge schildert Martin Pauli, Global Circular
Economy Services Leader beim Beratungsunternehmen Arup, seine
Sicht auf Herausforderungen, Chancen und Realitäten der
Kreislaufwirtschaft im Bausektor. Sowohl in den Regulatorien als
auch in gängigen Geschäftsmodellen sieht er wesentliche Gründe,
weshalb sich langfristige Investitionen in kreislauffähige
Konzepte bisher noch nicht durchgesetzt haben.
Im Gespräch mit Peter Richner gibt er gleichzeitig zu bedenken:
«Es handelt sich hier um ein etabliertes Gesamtsystem, das
verschiedene Wirtschaftszweige, Investoren und Gesetzgeber
beinhaltet. Dies alles umzustellen funktioniert nicht von heute
auf morgen. Es braucht etwas Zeit und die Einsicht, dass auch
schon partielle Massnahmen wertvoll sind und nicht immer alles zu
100 Prozent kreislaufgerecht umgesetzt sein muss.»
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14.01.2026
29 Minuten
Noch immer stecken wir mittendrin im Umbau unseres Energiesystems
– weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren
Energiequellen. Dass diese Transformation Zeit in Anspruch nimmt,
ist verständlich: Es gilt neue Produktionsanlagen zu bauen,
vorhandene Speichermedien zu vergrössern, Verteilnetze zu
installieren und gleichzeitig zu jedem Zeitpunkt die
Versorgungssicherheit zu garantieren. Eine sehr komplexe Aufgabe,
bei der es viele verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen
gilt.
In der aktuellen Folge des NEST-Podcast spricht Peter Richner mit
Cornelia Mellenberger, CEO Energie Wasser Bern, über den
schwierigen Balance-Akt sowohl Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft, wie auch der Umwelt gerecht zu werden, die
Herausforderungen beim Ausbau erneuerbarer Energiequellen,
flexible Strompreise und die Selbstverständlichkeit der
Wasserversorgung.
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02.12.2025
31 Minuten
Das Empa-Projekt Mining the Atmosphere will CO₂ aus der
Luft holen, chemisch umwandeln und beispielsweise als festen
Kohlenstoff in Baumaterial integrieren. Eine Vision, die
Generationen fordert – und vielleicht unsere Zukunft
sichert.
Doch warum treibt man ein Projekt voran, dessen Wirkung man
selbst nie erlebt? Welche Hürden müssen überwunden werden?
Energiebedarf, Logistik, internationale Zusammenarbeit – alles
Teil einer gigantischen Herausforderung. Die Antworten gibt die
50. Jubiläumsfolge des NEST-Podcasts: Peter Richner spricht mit
Christian Bach und Pietro Lura über Skepsis, Motivation und den
langen Weg von der Idee zur Initiative.
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19.09.2025
31 Minuten
Der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum führt vielerorts zu einer
intensiveren, standardisierten und kostengünstigen Bebauung.
Trotz technischer Fortschritte im Bauingenieurwesen bleibt die
Herausforderung bestehen, ökologisch verträgliche Lösungen zu
finden, die sowohl den sozialen als auch den ökonomischen
Anforderungen gerecht werden. So bleibt nachhaltiges Bauen
vielerorts hinter wirtschaftlichen Interessen zurück, mit
langfristigen Folgen für Umwelt und Lebensqualität.
Christine Lemaitre, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft
für Nachhaltiges Bauen (DGNB), fordert deshalb ein grundlegendes
Umdenken in der Baupraxis. Ihrer Ansicht nach soll die
Serialisierung nicht der Ausgangspunkt sein, sondern die logische
Konsequenz einer ganzheitlichen, kontextbezogenen Planung.
Im Gespräch mit Peter Richner plädiert sie für eine Abkehr von
Standardlösungen «von der Stange» und stattdessen für eine
Rückbesinnung auf einen durchdachten Planungsprozess, der sich an
den Menschen und den Orten orientiert, für die gebaut wird.
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15.07.2025
27 Minuten
Laut Zahlen des Bundes werden wir in der Schweiz über die
nächsten 20 Jahre zusätzlichen Wohnraum für rund eine Million
Menschen benötigen. Um dies unter effizientem Ressourceneinsatz
zu bewerkstelligen, wird schon seit einiger Zeit zunehmend
verdichtet gebaut – nicht nur in urbanen Zentren, sondern immer
häufiger auch in der ländlichen Agglomeration. Gerade in
ländlichen Regionen geraten dadurch sogenannte
Biodiversitätsflächen, welche die Artenvielfalt schützen und
fördern, immer stärker unter Druck.
Doch was kann man dagegen tun? Johanna Lorch,
Architekturstudentin an der ETH, hat in ihrer Masterarbeit ein
spannendes Konzept entwickelt, das gleichzeitig mehr Wohnraum in
ländlichen Siedlungsgebieten schafft und dazu beiträgt, dass
biodiverse Lebensräume erhalten bleiben. Ihre Vision
der «Soiled Houses» setzt dabei beim Einfamilienhausbestand
an: Durch gezielte Ertüchtigung von Fassade und Innenraum sollen
diese nicht nur mehr Menschen Wohnraum bieten, sondern
gleichzeitig auch «Nährboden» für lokale Flora und Fauna sein.
Im Gespräch mit Peter Richner erläutert sie, was hinter dieser
Idee steckt und weshalb ein Umdenken im Siedlungsbau wohl
unumgänglich ist.
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Über diesen Podcast
Der Podcast aus dem Forschungs- und Innovationsgebäude NEST über
die Zukunft des Bauens. Peter Richner, Stv. Direktor der Empa, im
Gespräch mit spannenden Gästen aus dem Bau- und Energiesektor.
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