EU-Klimazertifikate: Ein moderner Ablasshandel?

EU-Klimazertifikate: Ein moderner Ablasshandel?

vor 1 Jahr
In der EU sollen die Emissionen bis 2040 um 90 Prozent gesenkt werden. Dabei setzt die EU-Kommission auch auf Klimazertifikate. Claudia Kemfert sieht das kritisch. Und: Umstrittene Klima-Äußerungen von Kanzler Merz.
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Beschreibung

vor 1 Jahr
Die EU will bis 2040 ihre Emissionen um 90 Prozent senken – ein
ambitioniertes Ziel. Eine zentrale Rolle sollen dabei
Klimazertifikate spielen. Kritiker sprechen von einem modernen
Ablasshandel. Auch Klimaökonomin Claudia Kemfert sieht das System
kritisch: „Klimaschutzprojekte sparen oft weniger CO₂ ein, als sie
versprechen.“ Und dennoch – richtig eingesetzt könnten Zertifikate
helfen, die EU-Klimaziele zu erreichen. Im Gespräch mit Host Marcus
Schödel erklärt Kemfert, welche Bedingungen dafür erfüllt sein
müssen.

Außerdem: Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, die jüngste
Hitzewelle in Deutschland sei nicht ausschließlich ein Zeichen des
Klimawandels. Was ist da dran? Claudia Kemfert ordnet die Aussage
wissenschaftlich ein: Zwar könnten auch andere Faktoren eine Rolle
spielen, der entscheidende Treiber sei aber eindeutig der
menschengemachte Klimawandel. Das könne die Forschung heute klar
belegen.

Und wie immer beantwortet Claudia Kemfert eine Hörerfrage –
diesmal: Warum ist die Recyclingquote in den Niederlanden deutlich
höher als in Deutschland?

Die nächste Folge erscheint am 23. Juli
2025.

Folge „Kemferts Klima-Podcast“ zu den deutschen Klimazielen:
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:2b430a974be1d41a/


Doku-Tipp "Clym – Mit Games zum Erfolg":
https://1.ard.de/clym?sh=pod

Anmeldung ARD-Klima-Update: mdr.de/klima

MDR-Aktuell-App: https://1.ard.de/mdr-aktuell-app

Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an
klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
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