"G20": Globale Krise als Krawallkino
25 Minuten
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Texte, Kritiken und ein wöchentlicher Podcast über Kino, Erinnerung und die Magie der Bilder – zwischen VHS-Nostalgie, Streaming-Gegenwart und dem, was Film in uns auslöst.
Beschreibung
vor 10 Monaten
"G20" versucht, ein politischer Thriller zu sein - und scheitert
grandios daran, weil er lieber Explosionen zeigt als Argumente.
Was als dramatisches Szenario rund um einen Terrorangriff auf den
G20-Gipfel beginnt, kippt schnell in absurde Action à la
Hollywood: bewaffnete Präsidentin, Faustkämpfe im Konferenzsaal,
dramatische Zeitlupen - und das alles mit ernster Miene serviert.
Viola Davis stemmt sich tapfer gegen das Chaos und bringt Präsenz
in eine Rolle, die eigentlich Tiefe verdient hätte. Doch der Film
hat kein Interesse an politischer Nuance. Statt diplomatischer
Spannung gibt’s Kugelhagel, statt Analyse patriotische
Durchhalteparolen. Die G20-Staaten wirken wie Statisten in einem
B-Movie mit A-Budget. Am Ende steht ein Werk, das Weltpolitik auf
alberne Heldentaten reduziert und seine eigene Prämisse unter
Explosionen und Pathos begräbt. "G20" ist kein politisches
Statement, sondern ein Actionfilm, der sich für klüger hält, als
er ist.
Eine ausführliche Kritik zu "G20" von Ronny Rüsch - jetzt in
einer neuen Folge des Film- und Serien-Podcasts "Oscars &
Himbeeren". Außerdem dabei: die Dramaserie "Dying for Sex" sowie
die Animationsserie "Tron: Uprising".
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hausmeisterronny.substack.com/subscribe
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