Trump stösst im Nahen Osten an seine Grenzen
Der US-Präsident will den Frieden mehr als die Streithähne Iran und
Israel. Und angeblich konnten seine Superbomber das Atomprogramm
der Mullahs keineswegs beenden.
26 Minuten
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vor 8 Monaten
US-Geheimdiensterkenntnissen zufolge, über die die «New York
Times» und CNN berichteten, könnten die US-Angriffe das iranische
Atomprogramm möglicherweise nur um wenige Monate zurückgeworfen
haben. Donald Trump widersprach dieser Einschätzung am Mittwoch
während des Nato-Gipfels in Den Haag.
Der US-Präsident sprach von «Fake News» und betonte, man habe die
Atomanlagen «vollständig zerstört». In Den Haag sagte er vor
Journalisten: «Ich glaube, es war eine totale Auslöschung.» Er
sprach von einer «perfekten Operation». Den beiden Medien CNN und
«New York Times» unterstellte er, die Regierung schlecht aussehen
lassen zu wollen.
Gemäss einer Umfrage von CNN lehnen 56 Prozent der US-Bürger die
Angriffe ab, 79 Prozent befürchten eine Eskalation, bei der
amerikanische Zivilisten und Soldaten zu Schaden kommen könnten.
Eine Haltung, die auch bei Trumps Anhängerinnen und Anhängern
stark verbreitet ist: Ihr Idol hatte versprochen, dass die
sogenannten Forever-Wars, die nie enden wollenden Kriege mit
US-Beteiligung, vor allem im Nahen Osten, zu beenden, und vor
allem keine neuen zu beginnen. Entsprechend äusserte sich Trump
vor seinem Abflug nach Europa: «Wir haben zwei Länder, die so
lange und so hart gekämpft haben, dass sie nicht wissen, was zum
Teufel sie da tun.»
In Den Haag kündigte Trump neue Gespräche zwischen den USA und
dem Iran an. «Vielleicht unterzeichnen wir ein Abkommen, ich
weiss es nicht.» Trump sagte weiter, er sei eigentlich nicht
sonderlich an der Wiederaufnahme von Verhandlungen mit dem Iran
interessiert. «Es ist mir egal, ob ich ein Abkommen habe oder
nicht», betonte der US-Präsident. «Sie werden es sowieso nicht
tun», sagte Trump mit Blick auf ein mögliches Streben des Iran
nach einer Atomwaffe. «Die haben genug.»
Was waren die Motive hinter dem Militärschlag gegen den Iran? Was
sagt der Waffenstillstand über Trumps Einfluss im Nahen Osten
aus? Und wie reagieren die Mitglieder des US-Kongresses? Darüber
unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts
International, mit Tina Kempin Reuter, Politikwissenschaftlerin
in Birmingham, Alabama, in einer neuen Folge des USA-Podcasts
«Alles klar, Amerika?».
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