S01E20 ️[solorun] Neurodivergenz
In dieser Episode von Evomentis wird Neurodivergenz, einschließlich
ADHS und Autismus, behandelt. Der diagnostische Prozess, Genetik
und die Klassifikation „Neurex“ werden thematisiert, um ein
klareres Verständnis zu fördern.
1 Stunde 22 Minuten
Podcast
Podcaster
Dein Podcast zu Neurodiversität, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de
Beschreibung
vor 9 Monaten
In dieser Episode von Evomentis tauchen wir tief in das komplexe
Thema der Neurodivergenz ein, das wir bereits in Episode 2
angerissen haben. Diesmal konzentrieren wir uns auf die
verschiedenen Formen der neurodiversen Abweichungen wie ADHS,
Autismus und darüber hinaus und erörtern, welche Diagnosen und
Ausprägungen unter den Begriff Neurodivergenz fallen.
Neurodiversität beschreibt das Konzept, dass kein menschliches
Gehirn identisch ist, und dass es verschiedene kognitive,
emotionale und soziale Ausprägungen gibt, die unsere Interaktionen
mit der Welt beeinflussen. Ich beginne mit der Definition von
Neurodivergenz und wie wir diese verschiedenen Ausprägungen
voneinander abgrenzen können. Besonders interessant ist die
Unterscheidung zwischen neurotypischen und neurodivergenten
Menschen. Dabei verdeutliche ich, dass der Begriff „neurotypisch“
nicht einfach nur eine Norm beschreibt, sondern eine Vielzahl von
Eigenschaften umfasst, die in unserer Gesellschaft als „normal“
gelten. Das führt uns zu der Frage, inwiefern Diagnosen wie ADHS
oder Autismus tatsächlich die Realität der betroffenen Personen
widerspiegeln oder ob sie vielmehr politische und soziale
Konstruktionen sind, die zur Normierung von Verhalten verwendet
werden. Ein zentrales Thema ist der diagnostische Prozess, der oft
an den individuellen Erfahrungen der Betroffenen vorbeigeht und
sich stattdessen auf einen Leidensdruck konzentriert. Ich erkläre,
dass Diagnosen oft mehr für die Zugänglichkeit zu Therapien und
Leistungen entscheidend sind, als sie tatsächlich zur Erklärung der
individuellen neurologischen Vielfalt beitragen. Insbesondere bei
ADHS zeige ich, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen
Dimensionen und Symptome zu verstehen, um einen ganzheitlichen
Blick auf die Betroffenen zu gewinnen. Im Laufe der Episode
bespreche ich auch die Rolle von Epigenetik und Genetik in der
Neurodivergenz. Ich erkläre, dass genetische Faktoren allein nicht
ausreichen, um das komplexe Zusammenspiel von Umwelt, Erfahrungen
und biologischen Dispositionen zu erklären. Epigenetik eröffnet uns
die Möglichkeit zu erkennen, dass Erlebnisse und soziale Kontexte
entscheidend Einfluss auf unsere Gehirnstrukturen haben können, was
wiederum unseren Umgang mit neurodivergenten Eigenschaften prägt.
Zusätzlich gehe ich auf verschiedene Diagnosen ein, darunter
Dyslexie und Dyskalkulie, sowie deren Zusammenhänge zu ADHS und
Autismus. Indem ich diese Begriffe und Diagnosen auseinandernehme,
versuche ich, ein klareres Bild davon zu vermitteln, was
Neurodivergenz umfasst und wie es oft über einfache Kategorien
hinausgeht. Unterschiedliche Menschen bringen unterschiedliche
Fähigkeiten und Bedürfnisse mit, und es ist entscheidend, diese
Vielfältigkeit zu respektieren und zu schätzen. Ein weiterer Punkt,
den ich behandle, ist das Thema Zwangsstörungen, insbesondere in
Verbindung mit ADHS und Autismus. Ich erkläre, wie vermeintlich
katastrophale Störungen tatsächlich komplexe Reaktionen auf innere
und äußere Anforderungen sind, wobei die neurobiologischen
Grundlagen in den Vordergrund rücken. So eröffne ich Raum für
Verständnis und Empathie gegenüber den Herausforderungen, vor denen
viele Menschen im neurodivergenten Spektrum stehen. Am Ende der
Episode stelle ich meine eigene Klassifikation vor, die ich als
„Neurex“ bezeichne, um verschiedene neurodivergente und
neurotypische Ausprägungen besser einordnen zu können. Ich hoffe,
dass diese Kategorisierung dazu beitragen kann, die Diskussion über
Neurodivergenz zu klären und zu vertiefen. Meine Zielsetzung ist
es, die Schubladen, in die wir Menschen stecken, zu hinterfragen
und einen inklusiveren Dialog zu fördern.
Thema der Neurodivergenz ein, das wir bereits in Episode 2
angerissen haben. Diesmal konzentrieren wir uns auf die
verschiedenen Formen der neurodiversen Abweichungen wie ADHS,
Autismus und darüber hinaus und erörtern, welche Diagnosen und
Ausprägungen unter den Begriff Neurodivergenz fallen.
Neurodiversität beschreibt das Konzept, dass kein menschliches
Gehirn identisch ist, und dass es verschiedene kognitive,
emotionale und soziale Ausprägungen gibt, die unsere Interaktionen
mit der Welt beeinflussen. Ich beginne mit der Definition von
Neurodivergenz und wie wir diese verschiedenen Ausprägungen
voneinander abgrenzen können. Besonders interessant ist die
Unterscheidung zwischen neurotypischen und neurodivergenten
Menschen. Dabei verdeutliche ich, dass der Begriff „neurotypisch“
nicht einfach nur eine Norm beschreibt, sondern eine Vielzahl von
Eigenschaften umfasst, die in unserer Gesellschaft als „normal“
gelten. Das führt uns zu der Frage, inwiefern Diagnosen wie ADHS
oder Autismus tatsächlich die Realität der betroffenen Personen
widerspiegeln oder ob sie vielmehr politische und soziale
Konstruktionen sind, die zur Normierung von Verhalten verwendet
werden. Ein zentrales Thema ist der diagnostische Prozess, der oft
an den individuellen Erfahrungen der Betroffenen vorbeigeht und
sich stattdessen auf einen Leidensdruck konzentriert. Ich erkläre,
dass Diagnosen oft mehr für die Zugänglichkeit zu Therapien und
Leistungen entscheidend sind, als sie tatsächlich zur Erklärung der
individuellen neurologischen Vielfalt beitragen. Insbesondere bei
ADHS zeige ich, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen
Dimensionen und Symptome zu verstehen, um einen ganzheitlichen
Blick auf die Betroffenen zu gewinnen. Im Laufe der Episode
bespreche ich auch die Rolle von Epigenetik und Genetik in der
Neurodivergenz. Ich erkläre, dass genetische Faktoren allein nicht
ausreichen, um das komplexe Zusammenspiel von Umwelt, Erfahrungen
und biologischen Dispositionen zu erklären. Epigenetik eröffnet uns
die Möglichkeit zu erkennen, dass Erlebnisse und soziale Kontexte
entscheidend Einfluss auf unsere Gehirnstrukturen haben können, was
wiederum unseren Umgang mit neurodivergenten Eigenschaften prägt.
Zusätzlich gehe ich auf verschiedene Diagnosen ein, darunter
Dyslexie und Dyskalkulie, sowie deren Zusammenhänge zu ADHS und
Autismus. Indem ich diese Begriffe und Diagnosen auseinandernehme,
versuche ich, ein klareres Bild davon zu vermitteln, was
Neurodivergenz umfasst und wie es oft über einfache Kategorien
hinausgeht. Unterschiedliche Menschen bringen unterschiedliche
Fähigkeiten und Bedürfnisse mit, und es ist entscheidend, diese
Vielfältigkeit zu respektieren und zu schätzen. Ein weiterer Punkt,
den ich behandle, ist das Thema Zwangsstörungen, insbesondere in
Verbindung mit ADHS und Autismus. Ich erkläre, wie vermeintlich
katastrophale Störungen tatsächlich komplexe Reaktionen auf innere
und äußere Anforderungen sind, wobei die neurobiologischen
Grundlagen in den Vordergrund rücken. So eröffne ich Raum für
Verständnis und Empathie gegenüber den Herausforderungen, vor denen
viele Menschen im neurodivergenten Spektrum stehen. Am Ende der
Episode stelle ich meine eigene Klassifikation vor, die ich als
„Neurex“ bezeichne, um verschiedene neurodivergente und
neurotypische Ausprägungen besser einordnen zu können. Ich hoffe,
dass diese Kategorisierung dazu beitragen kann, die Diskussion über
Neurodivergenz zu klären und zu vertiefen. Meine Zielsetzung ist
es, die Schubladen, in die wir Menschen stecken, zu hinterfragen
und einen inklusiveren Dialog zu fördern.
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