Nach dem Hindenburg-Schock: Versuch einer Wahlanalyse

Nach dem Hindenburg-Schock: Versuch einer Wahlanalyse

vor 11 Monaten
27. April 1925
10 Minuten
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Podcast
Podcaster
Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren

Beschreibung

vor 11 Monaten
Nun war es tatsächlich passiert: 14.639.399 Deutsche hatten beim
zweiten Durchgang der Reichspräsidentenwahl für den greisen
Feldmarschall Paul von Hindenburg votiert und diesen damit zum
Nachfolger des verstorbenen Sozialdemokraten Friedrich Ebert
gewählt. Der Kandidat der Weimarer Koalition Wilhelm Marx vom
Zentrum kam nur auf 13.752.640 Stimmen und entbehrte schmerzlich
die knapp zwei Millionen Stimmen, die an den kommunistischen
Kandidaten Ernst Thälmann gegangen waren. Die republikanischen
Zeitungen erwachten am 27. April in einer Art Schockstarre. Der
Hamburger Anzeiger versuchte sich dennoch bereits an einer Analyse
und auch in seltsam vertrauter Weise daran, sich und seinen
Leserinnen und Lesern Mut zu machen, dass sich dieser
republikfeindliche Rechtsruck auch wieder umkehren lasse. Wie,
weshalb und warum, erläutert für uns Frank Riede.
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