#17 - Das Netzwerk Zukunftsorte mit Julia Paaß
29 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Jahren
In unserer neuen Folge von LandAussichten hat unser Neuzugang
Louis Schlag von der Andreas Hermes Akademie Julia Paaß zu Gast.
Sie ist Mitinitiatorin des Netzwerk Zukunftsorte, ein Netzwerk,
in dem sich eine Vielzahl gemeinschaftlicher Arbeits- und
Wohnprojekte auf dem Land organisieren. Die Projekte befinden
sich in Gehöften, Bahnhöfen oder Gütern und hauchen ehemals
leerstehenden, regional wichtigen Orten, neues Leben ein. Das
Netzwerk tritt dabei für neue Projektgruppen als Berater und
Brückenbauer auf, das Wissen aus eigenen Erfahrungen weitergibt
und bei der Suche nach passenden Immobilien vermittelt.
Im gemeinsamen Gespräch stand die Arbeit, Philosophie und Vision
des Netzwerk Zukunftsorte im Vordergrund. Dabei ging es unter
anderem um die Frage, welche Herausforderungen im
Gründungsprozess auftreten, wie eine Integration der
Projektgruppen in die Dorfgemeinschaften gelingen kann und welche
Rolle Zukunftsorte in der Zukunft der ländlichen Räume spielen.
Hintergrund:
In vielen ländlichen Regionen stellen landwirtschaftliche
Betriebe ihre Aktivität ein. Während Ende 2020 ca. 262.800
Betriebe existierten, waren es Ende 2010 noch ca. 36.000 mehr.
Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den Gaststätten ab. So
schlossen von 2014 bis 2021 über 35 % der Kneipen und Gasthöfe
ihre Pforten, davon viele in Dörfern und ländlichen Gemeinden (s.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/Tabellen/ausgewaehlte-merkmale-zv.html#fussnote-1-122840;
Publikation „Neu im Dorf“, Berlin-Institut, S.31).
Zurück bleiben oft leere Immobilien, die für viele Anwohner:innen
ein regelmäßiger Treffpunkt im Alltag oder Beschäftigungsort
waren. Aufgrund ihrer zentralen Lage prägen die Gebäude das
Ortsbild und erinnern an den Glanz vergangener Tage. Der Verfall
dieser Gebäude trifft viele Anwohner:innen daher auch auf einer
sehr persönlichen Ebene. Aus Brandenburg hat sich seit einigen
Jahren das Netzwerk Zukunftsorte auf den Weg gemacht, diese teils
verstaubten Schätze wieder aufzupolieren.
Neugierig geworden? Hier findet Ihr noch einige weitergehende
Infos zum Netzwerk Zukunftsorte und den angesprochenen Projekten
und Förderprogrammen:
Zur Website und Arbeit des Netzwerk Zukunftsorte:
https://zukunftsorte.land/
Zur Wissensplattform des Netzwerk Zukunftsorte, auf der sich
Projektgruppen und -interessierte über die verschiedenen
Gründungsphasen informieren können:
https://wissen.zukunftsorte.land/
Zur Vision 2030 sowie den Handlungsempfehlungen an die Politik,
um die Rahmenbedingungen zur Gründung von Zukunftsorten zu
erleichtern:
https://zukunftsorte.land/netzwerk-verein/vision-und-kriterien#vision2030
Tiefer ins Thema? In der Publikation „Neu im Dorf - Wie der Zuzug
das Leben auf dem Land verändert“ des Berlin-Instituts geht es um
das Thema neue Landlust und was der Zuzug für die Dörfer
bedeutet:
https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/neu-im-dorf/
Zum Förderprogramm Neulandgewinner des Thünen-Instituts für
Regionalentwicklung e.V. und des Neuland gewinnen e.V.:
https://neulandgewinner.de/. Finanziert durch die Robert Bosch
Stiftung, die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt sowie
die ostdeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen
und Sachsen-Anhalt.
Regelmäßig veranstaltet das Netzwerk Zukunftsorte auch sogenannte
Leerstand Safaris. Was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr in
diesem Videobeitrag: https://www.youtube.com/watch?v=LRPVXQ7pY_Y
oder in unserem Schon gewusst ... ?-Beitrag.
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