065 Warum es Kindern schwerfällt, neue PartnerInnen oder Stiefgeschwister anzuerkennen

065 Warum es Kindern schwerfällt, neue PartnerInnen oder Stiefgeschwister anzuerkennen

Mein Sohn will seine Stiefschwester nicht kennenlernen
51 Minuten

Beschreibung

vor 10 Monaten
Wenn Erwachsene einen Plan haben, heißt das noch lange nicht, dass
Kinder ihn toll finden. Schon gar nicht, wenn es um den Lebensplan
oder die Familienplanung geht. Stellen wir uns vor, welche Nöte ein
Kind durchlebt in dem Versuch, weder Mama noch Papa zu verlieren,
beiden gerecht zu werden, um ja nicht die Verbindung zu verlieren.
Häufig stellen sie ihr Bedürfnis nach Autonomie und
Selbstwirksamkeit hinten an, um die Sicherheit in der Bindung zu
spüren. Steffi kann sich also glücklich schätzen, dass ihr Sohn
Timo aufbegehrt, als ein neuer Lebenspartner auftaucht, der auch
noch eigene Kinder mitbringt. Er scheint sich sicher in der Bindung
zu Mama zu fühlen, dass er ihr zeigen kann, dass ihn etwas stört,
dass er Angst hat. Natürlich nicht offensichtlich. Es braucht einen
einfühlsamen Blick hinter die Fassade. Aus der Sicht von Timo sind
der neue Partner und die Kinder Eindringlinge, die seine Beziehung
zu seinen Eltern gefährden. Sein Papa hat vielleicht schon früher
Kommentare über neue Lebenspartner gemacht, so dass er lieber
nichts mehr erzählt, um Mama zu schützen. Das macht es jetzt wieder
anstrengend für ihn. Schon wieder eine Veränderung. Außerdem
genießt er womöglich die Mama-Timo-WG: "Ich brauche keinen
Ersatzpapa. Ich habe doch schon einen Papa und den sehe ich nur
selten", könnten seine Gedanken lauten. Es lohnt sich, die Ängste
und Sorgen unserer Kinder zu erkunden, den Raum für diese Gefühle
zu öffnen, denn häufig sind unsere gut gemeinten Pläne erstmal vor
allem für uns nachvollziehbar und bedienen unsere Bedürfnisse nach
Bindung und Nähe. Wie schaffen wir es also allen Bedürfnissen
gerecht zu werden? Wie gehe ich mit der Situation um? Wunderbar
passend zur letzten Folge haben wir hier eine ähnliche Situation,
die sich heute vor allem auf die Perspektive des Kindes einlässt.
Viele spannende Impulse wünschen wir euch!

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