Thomas Schindl und Ioanna Apostolakos von den Wiener Symphonikern im ZEITGESPRÄCH 105 mit Gerhard Schmid

Thomas Schindl und Ioanna Apostolakos von den Wiener Symphonikern im ZEITGESPRÄCH 105 mit Gerhard Schmid

Thomas Schindl und Ioanna Apostolakosreflektieren über 125 Jahre Wiener Symphoniker, deren Zugang zur klassischen Musik, Herausforderungen nach der Pandemie und internationale Tourneen, sowie die Bedeutung der Musikvermittlung für junge Generationen.
36 Minuten
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Interviews mit INTERESSANTEN PERSÖNLICHKEITEN aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, Sport und Kultur

Beschreibung

vor 11 Monaten

Gespräche auf Augenhöhe, auf Höhe der Zeit: Die
„ZEITGESPRÄCHE“ sind ein eindrückliches Zeugnis von Anstand und
Respekt.

Zeit für Gespräche – Zeit für Antworten. Gerhard Schmid liefert
mit seinen „ZEITGESPRÄCHEN“ beides. Und das zur richtigen Zeit.
Denn mit dieser Reihe gelingt, was in der Eile des Alltags oft
leider zu kurz kommt: Erfahrung und Persönlichkeit
zusammenbringen. Das Gespräch suchen und finden. Zuhören,
Menschen und ihre Geschichten und Erfahrungen wirken
lassen. 


Das Interview mit Jona Apostolakos, der Geigerin der Wiener
Symphoniker, und Thomas Schindl, dem Orchestervorstand, bietet
einen tiefen Einblick in die Arbeit und Herausforderungen des
Ensembles, das seit 125 Jahren Teil der Wiener Kulturlandschaft
ist. Beide Musiker reflektieren über die Entwicklung des
Orchesters, die Bedeutung der Zugänglichkeit klassischer Musik
und die Erfolge, die die Symphoniker in jüngster Zeit erzielt
haben. Apostolakos erläutert den Ursprung der Wiener Symphoniker,
die gegründet wurden, um der breiten Bevölkerung qualitativ
hochwertige, aber erschwingliche Konzerte anzubieten. Sie hebt
hervor, dass der Grundgedanke, nah am Publikum zu sein, auch
heute noch im Mittelpunkt der Orchestertätigkeit steht. Das
Engagement für Frauen im Orchester ist ein weiterer Fokus, wobei
Apostolakos betont, dass die Bemühungen nicht auf eine
festgelegte Quote abzielen, sondern darauf, passende Talente
unabhängig von Geschlecht zu gewinnen. Der Frauenanteil im
Orchester beträgt mittlerweile etwa 50 Prozent, was eine
signifikante Entwicklung seit ihrem Eintritt im Jahr 2008
darstellt. Thomas Schindl beschreibt seine Rolle im Orchester,
die sowohl das Musizieren als auch die Vertretung der
Musikerinteressen umfasst. Als erster Schlagzeuger und
stellvertretender Pauker hat er nicht nur die musikalischen
Auftritte, sondern auch das Wohl und die Rechte seiner Kollegen
im Blick. Sein Erlebnis, während eines Konzerts in der
Elbphilharmonie Applaus als Triangelsolist zu erhalten,
illustriert die manchmal unerwarteten Momente der Wertschätzung,
die Musiker erfahren. Zusammen sprechen sie über die
Herausforderungen, die das Orchester nach der Pandemie zu
bewältigen hat, und wie sich die Verbindung zwischen kulturellen
Institutionen und der Stadt Wien verstarked hat. Apostolakos und
Schindl heben die Vielzahl von Veranstaltungen hervor, die das
Orchester nicht nur im Konzertsaal, sondern auch in den Gemeinden
und unkonventionellen Orten in der Stadt durchführt. Dies reicht
von Beisel-Konzerten bis hin zu Auftritten in Pflegeheimen und
Schulen, um klassische Musik für alle zugänglich zu machen. Ein
weiterer zentraler Punkt des Gesprächs ist die Rolle des
Orchesters in der internationalen Musikszene. Die Wiener
Symphoniker sind bekannt für ihre Auftritte bei den Bregenzer
Festspielen und haben vor kurzem internationale Tourneen in
Destinationen wie China, Südkorea und Japan unternommen. Diese
Tourneen sind logistisch anspruchsvoll, da sie eine große Anzahl
von Musikern und Instrumenten koordinieren und die kulturellen
Herausforderungen berücksichtigen müssen, in denen sie auftreten.
Beide Musiker reflektieren auch über die Bedeutung der
Musikvermittlung und die Notwendigkeit, jüngere Generationen für
die klassische Musik zu begeistern. Sie betonen, wie wichtig es
ist, Kinder und Jugendliche in musikpädagogische Programme
einzubeziehen, die sie auf Konzerte vorbereiten und ihnen den
Zugang zu klassischer Musik erleichtern. Abschließend teilt das
Paar persönliche musikalische Vorlieben und Erinnerungen, wobei
Apostolakos besonders die Werke von Ravel und Debussy schätzt,
während Schindl eine Vorliebe für Mahler und Bruckner äußert. Das
Interview verleiht den Hörern einen detaillierten Überblick über
die zeitgenössische Rolle der Wiener Symphoniker, ihre
Entwicklungsprozesse und ihre fortwährenden Bestrebungen, die
klassische Musik in der modernen Welt zu einem integralen
Bestandteil der Wiener Kultur zu machen.


Die „ZEITGESPRÄCHE“ sind geprägt von Anstand und Respekt.
Vor Menschen, Werten und dem demokratischen Miteinander. Sie
verbinden spannende Einblicke mit klugen Gedanken und
vergnüglichen Momenten im Leben wunderbarer
Persönlichkeiten.

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