S2F5: Der antiochenische Zwischenfall (Gal 2,11-14)

S2F5: Der antiochenische Zwischenfall (Gal 2,11-14)

Ein Podcast in biblischer Tradition
38 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Jahr

Was für eine Geschichte! Paulus und Petrus, die beiden großen
Apostel der frühen Kirche, geraten in Antiochia so richtige
aneinander. Es ging um viel: Soll man Heiden taufen? Und gehören
die dann zu Israel? Auf dem Apostelkonzil hatte man einen guten
Weg gefunden: Paulus zu den Heiden, Petrus zu den Juden –
theoretisch jedenfalls. In der Praxis mussten da noch manche
Hürden überwunden werden. Werner Kleine und Till Magnus Steiner
werfen erzählerisch einen neuen Blick auf diese altbekannte
Geschichte und laden Euch ein, sie neu für Euch zu entdecken.
Viel Freude beim Zuhören.



Die beiden neuen Bibelerzählungen könnt Ihr auch auf unserer
Homepage nachlesen:



„Hart aber herzlich“ (im Dialekt des westlichen Ruhrgebietes),
von Werner Kleine
„Hart aber herzlich“ (die hochdeutsche Version), von Werner
Kleine



„Der Brief an die Fremden in Israel“, von Till Magnus
Steiner



…und in der Bibel findet Ihr die Erzählung über den
antiochenischen Zwischenfall im Brief an die Galater, Kapitel 2,
in den Versen 11-14 (= Gal 2,11-14).



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In der nächsten Folge erzählen wir Euch dann die Geschichte von
Kain und Abel - den eigentlichen Sündenfall der Menschheit. Seid
gespannt! 



Weiterführende Links:



- Werner Kleine, Kleine ermittelt: Der Fall Jakob, Youtube,
5.11.2021



- Die Beschreibung der äußeren Erscheinung findet sich in den
apokryphen Akten des Paulus und der Thekla (ActPTh 3)



- Katholische Citykirche Wuppertal, Verlorene Botschaften –
Petrus, Du Fels!, Youtube, 27.11.2023



- die in der Folge erwähnte und in der Antike weitverbreitete
Interpretation von Origenes könnt Ihr hier in Ephräms Version
nachlesen (die Übersetzung ist entnommen aus: Alfons Fürst, "Von
Origenes und Hieronymus zu Augustinus. Studien zur antiken
Theologiegeschichte" [Band 115 der Reihe Arbeiten zur
Kirchengeschichte], S. 200f):




 „Ihr sollt aber wissen: Wenn die Apostel (d.h. die
Urapostel ohne Paulus) selber zu den Heiden gekommen wären,
hätten sie dieselbe Botschaft wie ich (d.h. Paulus) verkündet.
Als nämlich Kephas [korrekt: Petrus] nach Antiochien kam, jenes
Haupt der Apostel und Fundament der Kirche, wagte ich ihn zu
kritisieren, nicht weil er selber die Kritik verdiente, sondern
weil er von denen beschuldigt worden war, die als beschnittene
Christen sein Verhalten teilten.



Bevor nämlich Beschnittene von Jakobus, dem Bruder unseres Herrn,
zu ihm kamen, daß er zusammen mit den Heiden und von den Speisen
der Heiden; als sie aber kamen, machte er einen Unterschied
(zwischen den Speisen); (er aß davon) nicht unterschiedslos,
sondern (sie) unterscheidend, aus Angst, die beschnittenen
Christen, die unter Heiden lebten, könnten womöglich gleichsam
Christus entfremdet werden und wieder zu den Söhnen ihres Volkes
zurückkehren.



So verhielt sich aber nicht nur er; denn auch die
Juden(christen), die in Antiochien zu Anhängern (Christi)
geworden waren und vordem nicht wie Simon (aus den Speisen)
auswählten, kehrten (zu den Bräuchen ihres Volkes) zurück: Mit
Simon wählten sie (aus den Speisen) aus. So wurde auch Barnabas,
der Heidenchrist war, genötigt, wegen Simon in den Speisen der
Hebräer Unterschiede zu machen.



Als ich aber sah, dass sie sich nicht richtig gemäß der Wahrheit
des Evangeliums verhielten – sie (d.h. die Christen in
Antiochien) lebten nämlich nach sowohl heidnischer wie jüdischer
Sitte, nach Anweisung Christi als auch des Gesetzes; Simon aber
hatte Angst, ihnen (d.h. den Judenchristen von Jakobus) etwas zu
sagen, um ihnen kein Ärgernis zu geben – sagte ich zu Petrus
nicht im Verborgenen, sondern vor allen – nicht er selbst ist
nämlich irgendwie schwach geworden (im Glauben); vielmehr war er
um der Schwachen willen zu diesem Verhalten genötigt – er (d.h.
Paulus) sagte also über ihn (d.h. vermittelt über Petrus) zu
den Beschnittenen: Wenn du, obwohl du ein Jude bist, gestern noch
nach  heidnischer  Sitte lebtest, wieso zwingst du
heute nicht durch dein Reden, sondern durch dein Tun die Heiden
dazu, nach jüdischer Sitte zu leben?“

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