6: Karin Hanta über Lore Segal - Leben in Literatur und Verteibung
vor 1 Jahr
Geschichtenspinner:innen im Gespräch: Karin Hanta
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Lore Segal, ursprünglich Lore Groszmann, wurde am 9. März 1928 in
Wien, Österreich, geboren. Sie ist eine renommierte
Schriftstellerin und Übersetzerin, die für ihre scharfsinnigen
und oft humorvollen Betrachtungen über Migration, Identität und
Familie bekannt ist.
Segal entkam dem Nazi-Regime als Teil des Kindertransportes,
einer Rettungsaktion, die jüdische Kinder vom Wiener Westbahnhof
nach Großbritannien brachte. Diese frühen Erfahrungen prägten
viele ihrer späteren literarischen Werke. Nach dem Krieg
studierte sie am Bedford College in London und emigrierte
schließlich in die Vereinigten Staaten.
Ihr bekanntestes Werk, "Other People's Houses" (deutsch: „Wo
andere Leute wohnen“), ist eine semi-autobiografische Erzählung,
die ihre Kindheit und Jugend während des Krieges reflektiert.
Segal beschreibt darin mit tiefem Einfühlungsvermögen und
subtiler Ironie die Herausforderungen und Hoffnungen von
Flüchtlingen.
Ich habe mich mit Karin Hanta, die einige Werke von Segal ins
Deutsche übersetzte, getroffen. Hanta kuratierte die Ausstellung
„Ich wollte Wien liebhaben, habe mich aber nicht getraut“, die
bis 26. Jänner im Bezirksmuseum Josefstadt zu sehen war. In dem
Gespräch erzählt Hanta, wie das Trauma der Vertreibung das
literarische Schaffen der am 7. Oktober 2024 verstorbenen Segal
und ihre Beziehung zu Wien beeinflusste.
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