Klimapolitik: Wie Angela Merkel sich selbst belügt
vor 1 Jahr
In ihrer Biografie rechtfertigt sich Alt-Kanzlerin Merkel für ihre
Politik. Die Klimapolitik habe unter den vielen Krisen gelitten.
Merkel verteidigt auch ihre Russland-Politik. Kemfert wirft Merkel
Selbstbetrug vor.
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Beschreibung
vor 1 Jahr
In Ihrer Biografie „Freiheit“ rechtfertigt Alt-Kanzlerin Angela
Merkel ihre Energie- und Klimapolitik. Der Kampf gegen den
Klimawandel sei wichtig gewesen, habe aber darunter gelitten, dass
es zahlreiche andere Krisen gegeben habe. Nord Stream 2 habe sich
kaum verhindern lassen. Russland sei lange ein verlässlicher
Gaslieferant gewesen. In dieser Folge ziehen wir eine Bilanz der
Klima- und Energiepolitik von Kanzlerin Merkel.
Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sagt, sie habe Merkel als Person
immer geschätzt. An ihrer Klima- und Energiepolitik kann sie jedoch
wenig positive Aspekte finden. Den Hinweis der CDU-Politikerin auf
die vielen Krisen hält Kemfert für vorgeschoben. Vielmehr hätten
wohl wirtschaftliche Interessen und Lobbyorganisationen ihren
Anteil daran, dass der Klimaschutz nicht immer im Vordergrund
gestanden hätte. "Obwohl viel los ist, kann man Dinge tun. Und das
ist ja der Job einer Kanzlerin", so Kemfert. Als Wissenschaftlerin
hätte Merkel gewusst, wie ernst sie das Thema hätte nehmen müssen.
Habe sie aber nicht. Alternativen hätte es gegeben, so Kemfert.
Außerdem habe Merkel Warnungen vor Russland lange ignoriert. Selbst
die für die Versorgungssicherheit wichtigen Gasspeicher wurden in
ihrer Amtszeit teilweise an Gazprom verkauft. Das habe sich später
gerächt. "Ja keine Fehler zugeben", sagt Kemfert zu Merkels
Aussagen.
Außerdem: Ein Untersuchungsausschuss will herausfinden, was bei der
deutschen Energiepolitik schiefgelaufen ist. Im Zentrum steht das
Verhalten der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern im
Zusammenhang mit dem Bau der Pipeline Nord Stream 2. Ein Problem:
Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) sollte als Zeuge aussagen, fällt
aber nun aus. Er soll an einem Burnout leiden.
Podcast-Empfehlung: Die Entscheidung. Politik, die uns bis heute
prägt - https://1.ard.de/die-entscheidung-br
Anmeldung
MDR-Klima-Update: https://1.ard.de/klima-update
Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an
klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen Sie an unter 0800 40 40 008.
Merkel ihre Energie- und Klimapolitik. Der Kampf gegen den
Klimawandel sei wichtig gewesen, habe aber darunter gelitten, dass
es zahlreiche andere Krisen gegeben habe. Nord Stream 2 habe sich
kaum verhindern lassen. Russland sei lange ein verlässlicher
Gaslieferant gewesen. In dieser Folge ziehen wir eine Bilanz der
Klima- und Energiepolitik von Kanzlerin Merkel.
Klima-Ökonomin Claudia Kemfert sagt, sie habe Merkel als Person
immer geschätzt. An ihrer Klima- und Energiepolitik kann sie jedoch
wenig positive Aspekte finden. Den Hinweis der CDU-Politikerin auf
die vielen Krisen hält Kemfert für vorgeschoben. Vielmehr hätten
wohl wirtschaftliche Interessen und Lobbyorganisationen ihren
Anteil daran, dass der Klimaschutz nicht immer im Vordergrund
gestanden hätte. "Obwohl viel los ist, kann man Dinge tun. Und das
ist ja der Job einer Kanzlerin", so Kemfert. Als Wissenschaftlerin
hätte Merkel gewusst, wie ernst sie das Thema hätte nehmen müssen.
Habe sie aber nicht. Alternativen hätte es gegeben, so Kemfert.
Außerdem habe Merkel Warnungen vor Russland lange ignoriert. Selbst
die für die Versorgungssicherheit wichtigen Gasspeicher wurden in
ihrer Amtszeit teilweise an Gazprom verkauft. Das habe sich später
gerächt. "Ja keine Fehler zugeben", sagt Kemfert zu Merkels
Aussagen.
Außerdem: Ein Untersuchungsausschuss will herausfinden, was bei der
deutschen Energiepolitik schiefgelaufen ist. Im Zentrum steht das
Verhalten der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern im
Zusammenhang mit dem Bau der Pipeline Nord Stream 2. Ein Problem:
Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) sollte als Zeuge aussagen, fällt
aber nun aus. Er soll an einem Burnout leiden.
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