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Beschreibung
vor 1 Jahr
Rom 1946. Männer haben die Welt in 30 Jahren zweimal
niedergebrannt. Aber immer noch schlagen sie ihre Frauen,
schreiben ihnen vor, wen sie heiraten sollen, verbieten ihnen den
Mund, lassen sie nicht an die Wahlurne, zahlen weniger Lohn.
Regisseurin Paola Cortellesi seziert in der ersten halben Stunde
den toxischen Chauvinismus der Männer – das schmerzt, weil klar
ist, wieviel von diesem Chauvinismus heute immer noch real und
allgegenwärtig ist, wie alltäglich auch heute schlechtere Löhne
und Femizide sind. Und das war Cortellesis Absicht: Sie wollte
einen aktuell relevanten Film im Mantel der Vergangenheit machen.
Cortellesi gelingt in ihrem Debütfilm das Meisterstück, die
Geschichte einer misshandelten Frau mit Tiefe und Ernst, aber
auch mit Humor und enormen inszenatorischen Einfallsreichtum zu
erzählen. Delia ist mehr als ein Opfer, sie geht einen
schwierigen, schmerzhaften, langsamen Weg der Selbstermächtigung,
bis sie sich erkämpft, die Wahl zu haben. Ein herausragender
Film, klug, schön, witzig, ernst, innovativ. Am Mikrofon direkt
nach dem Film: Johanna, Katharina und Thomas.
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