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Beschreibung
vor 7 Jahren
Helmut Käutner bekommt 1943 von den Nazis grünes Licht für – so
hieß der Film damals noch – „Große Freiheit“. Man erwartet einen
Prestigefilm, leicht Varieté-mäßig angehaucht, in dem wehmütige,
singende Seefahrer und lustige Matrosen auf Landgang vom
Kriegsgeschehen ablenken sollen. Sogar teuer in Farbe darf Käutner
drehen – endgültiger Beweis dafür, dass die Propagandamaschinerie
sich viel verspricht von dem Projekt. Heraus kam aber etwas ganz
anderes: ein Film, in dem Hamburg kosmopolitisch ist, ein
Schmelztiegel ohne einen Hauch von völkischem Unfug. Eine
Weltstadt, in der sich die Menschen von der Traditionslenkung lösen
und Individuen werden dürfen, mit allen positiven wie negativen
Folgen. Wo Hannes, der Matrose und Troubadour gespielt von Hans
Albers, kein gestandener deutscher Held ist, sondern angeknackster
Narzisst voller Fehler – so wie alle anderen Figuren in diesem
Film. Wir unterhalten uns über die generische Brüchigkeit der
Großen Freiheit, über die grandiose Farbfotografie, die kleinen und
großen subversiven Gesten in der Inszenierung.
hieß der Film damals noch – „Große Freiheit“. Man erwartet einen
Prestigefilm, leicht Varieté-mäßig angehaucht, in dem wehmütige,
singende Seefahrer und lustige Matrosen auf Landgang vom
Kriegsgeschehen ablenken sollen. Sogar teuer in Farbe darf Käutner
drehen – endgültiger Beweis dafür, dass die Propagandamaschinerie
sich viel verspricht von dem Projekt. Heraus kam aber etwas ganz
anderes: ein Film, in dem Hamburg kosmopolitisch ist, ein
Schmelztiegel ohne einen Hauch von völkischem Unfug. Eine
Weltstadt, in der sich die Menschen von der Traditionslenkung lösen
und Individuen werden dürfen, mit allen positiven wie negativen
Folgen. Wo Hannes, der Matrose und Troubadour gespielt von Hans
Albers, kein gestandener deutscher Held ist, sondern angeknackster
Narzisst voller Fehler – so wie alle anderen Figuren in diesem
Film. Wir unterhalten uns über die generische Brüchigkeit der
Großen Freiheit, über die grandiose Farbfotografie, die kleinen und
großen subversiven Gesten in der Inszenierung.
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