Lobbyisten-Wahnsinn beim UN-Klimagipfel

Lobbyisten-Wahnsinn beim UN-Klimagipfel

vor 3 Jahren
Beim Weltklimagipfel in Ägypten sind mehr als 600 Lobbyisten für Öl, Gas und Kohle dabei. Die Ökonomin Kemfert kritisiert das scharf. Und: Das deutsche Auftreten beim Gipfel - die große Lücke zwischen Worten und Handeln.
54 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Jahren
Der UN-Klimagipfel in Ägypten ist auf der Zielgeraden. Die
Klimaökonomin Claudia Kemfert sieht sich in ihrer Skepsis vor dem
Gipfel bestätigt. Zwar gebe es positive Aspekte, beispielsweise den
Schutzschirm für Klimaschäden in ärmeren Ländern. Daneben gebe es
aber viel Ernüchterndes. Beispielsweise das deutsche Auftreten vor
Ort. Kanzler Scholz habe wohlklingende Worte mitgebracht, das
Handeln Deutschlands beim Klimaschutz sehe aber ganz anders aus, so
Kemfert. Sie beklagt "gigantische Umsetzungslücken" bei der
deutschen Klimapolitik. Die Bundesrepublik fällt auch in einem
Klimapolitik-Ranking zurück. Noch schlimmer sieht es mit Blick auf
China aus, das bei den Schadstoff-Emissionen weltweit auf Platz 1
liegt. Der chinseische Staatschef ist nicht einmal angereist. Ein
echter Aufreger beim Gipfel ist ein BBC-Bericht, nachdem bei dem
Gipfel mehr als 600 Lobbyisten für Öl, Kohle und Gas dabei sind.
Ein großer Teil davon ist sogar als Teil von Delegationen der
Staaten angereist. Kemfert sagt: Diese Menschen sind definitiv
nicht im Sinne des Klimaschutzes unterwegs. Sie spricht von einem
"Karussell des Wahnsinns". Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann
schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen sie an
unter 0800 40 40 008.
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