Gefährliche Viren im Permafrost

Gefährliche Viren im Permafrost

vor 3 Jahren
Der Klimawandel lässt Permafrostböden schmelzen. Dadurch werden jahrtausendealte Viren freigesetzt, die für den Menschen gefährlich sein können. Außerdem erklärt Claudia Kemfert, warum Anpassungsstrategien Grenzen haben.
43 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Jahren
Der Klimawandel bringt dicke Eisschichten zum Schmelzen. Dadurch
werden jahrtausendealte Tierkadaver und Pflanzenreste freigelegt -
und mit ihnen Viren, die eigentlich inaktiv waren. In einer noch
unveröffentlichten Studie erklären Forscherinnen und Forscher, dass
sie 13 Viren aus dem sibirischen Permafrost wieder aktiviert haben.
Klimaökonomin Claudia Kemfert erklärt im Podcast, warum solche
Viren dem Menschen gefährlich werden können. Ein weiteres Thema in
dieser Folge sind Anpassungsstrategien gegen den Klimawandel. In
der ARD-Sendung "Maischberger" hatte "Welt"-Chefreporterin Anna
Schneider dafür plädiert, die Klimakrise anzunehmen und sich
dagegen zu rüsten. Kemfert macht aber deutlich, dass
Anpassungsstrategien Grenzen haben. "Gegenden, die abgebrannt oder
überflutet sind, können sich nicht mehr anpassen", so Kemfert.
Außerdem spricht sich die Klimaökonomin für mehr wissenschaftliche
Expertise in Talkshows aus. Kemfert kritisiert in der aktuellen
Folge außerdem die lange Laufzeit des Flüssiggas-Vertrags mit
Katar. "Es widerspricht den Klimazielen, wenn wir über 15 Jahre
Laufzeit reden", meint die Wissenschaftlerin. Die Hörerfrage
beschäftigt sich diesmal mit dem klimaschädlichen Gas SF6. Damit
sind Komponenten von Windrädern befüllt. Muss der Ausbau von
Windrädern neu bewertet werden? Darauf gibt Kemfert Antwort und
zeigt auch auf, welche Alternativen es gibt. Haben Sie Fragen an
Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de
oder rufen sie an unter 0800 40 40 008.
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