Warum sollte sich der Staat beim »Catcalling« nicht einmischen, Frauke Rostalski?

Warum sollte sich der Staat beim »Catcalling« nicht einmischen, Frauke Rostalski?

31 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Immer mehr Menschen empfinden sich als vulnerabel und
schutzbedürftig, sagt Frauke Rostalski, Staatsrechtsprofessorin
und Mitglied des Ethikrats. 


Für die Juristin führt der Fakt, dass sich immer mehr Menschen
»verletzlich«, also, »vulnerabel«, fühlen und nach staatlichem
Eingriff rufen, zu einem Problem. Sobald der Staat per Gesetz den
Schutz für bestimmte Gruppen erhöhe – zum Beispiel Politiker, die
im Netz angegriffen werden, oder Frauen, die sich gegen
sogenanntes »Catcalling« – wehren, schränke der Staat
Freiheitsrechte ein.


Im Podcast »Moreno+1« spricht Host Juan Moreno mit Rostalski über
diese von ihr wahrgenommene Verschiebung: »Durch eine Analyse
jüngerer Gesetzesänderungen komme ich zum Schluss, dass heute
staatliche Schutzmaßnahmen in vielen Lebensbereichen deutlich
früher und umfassender als noch vor einigen Jahren erfolgen.«


Rostalski unterstützt diese Entwicklung in einigen Bereichen
durchaus, hält sie jedoch in anderen für bedenklich: »Diese
Entwicklung ist problematisch, weil das Konzept der
Vulnerabilität keine klaren Grenzen aufweist. Es geht,
vereinfacht gesprochen, immer noch verletzlicher.«


Rostalskis aktuelles Buch heißt: »Die vulnerable Gesellschaft.
Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung der Freiheit«.

Und hier geht's zu »8 Milliarden - Der Auslandspodcast des
SPIEGEL«


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