Beschreibung

vor 1 Jahr
Ohne den Horizont, das Talent und die künstlerische Kraft von Pete
Townshend wäre die Bandgeschichte von The Who wohl nur kurz
geblieben. Die Rockmusik sähe wohl ohne ihn deutlich anders
aus.
Der Hauptkomponist, Texter, Ideengeber schöpfte seine Ideen oft aus
persönlichem Erleben. Der Sohn einer Sängerin und eines
Saxophonisten in einem Armee-Tanzorchester war natürlich schon früh
von Musik umgeben. Die schwierige Ehe seiner Eltern brachte ihm
einige Jahre im Haus seiner Großmutter ein, die den Jungen nach
allem, was bekannt ist, mit harten Strafen erzog und wahrscheinlich
auch missbrauchte.
Aus dem traumatisierten und verängstigten Kind wurde ein wütender
Rockmusiker, der in seinen Liedern viel von Einsamkeit, Gewalt und
Verzweiflung anklingen ließ.
Pete Townshend war stets ein Suchender nach Sinn, Spiritualität und
Erlösung. Er las die Schriften des indischen Gurus Meher Baba,
suchte die Nähe zu anderen Anhängern. Erste Solo-Alben schildern
musikalisch diese Bewegung, oft gemeinsam mit dem Faces-Bassisten
Ronnie Lane.
In einem sogenannten „Lifehouse“, so seine Idee, wollte er einen
musikalischen, energetischen Austausch zwischen Publikum und Bühne
ermöglichen, Kunst sollte quasi gemeinsam entstehen. Das für „The
Who“ entwickelte Konzept scheiterte, aber viele spätere
Veröffentlichungen enthielten noch Fragmente und Lieder aus dieser
Phase Anfang der 70er Jahre.
Townshends Solo-Karriere wurde ab den 80er Jahren wichtiger, als
The Who eigentlich schon vor dem Ende standen, vor allem in
Deutschland wurde das Album „White City“ mit „Face the face“ ein
Hit.
Die Ambitionen von Pete Townshend gingen auch als Solokünstler über
einzelne Lieder hinaus, oft lagen Konzepte, zusammenhängende Ideen
für Filme und Musicals den Alben zugrunde.
Pete Townshend ist nach vielen auch durch Drogenmissbrauch
verstärkte Krisen inzwischen ein gelassener, jedoch immer noch hart
und präzise arbeitender Künstler, längst ausgesöhnt mit dem
Who-Sänger Roger Daltrey und hoch angesehen in der Musikwelt.

Peters Playlist für Pete Townshend solo:

Who Came First (1972): Pure and easy, Parvardigar

Rough Mix (mit Ronnie Lane, 1977): Heart to hang on to

Empty Glass (1980): Rough boys, Let my love open the door

White City: A Novel (1985): Give blood, Face the face, Hiding out,
Secondhand love, White City fighting

The Iron Man: The Musical By Pete Townshend (1989): A friend is a
friend

Roger Daltrey – solo:

Daltrey (1973): Giving it all away

Under A Raging Moon (1985): After the fire, Under a raging
moon

As Long As I Have You (2018): How far, I’ve got your love, Into my
arms

Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen

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