Isolde Charim & Franz Schuh: DIE QUALEN DES NARZISSMUS

Isolde Charim & Franz Schuh: DIE QUALEN DES NARZISSMUS

54 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren

Wie kommt es, dass wir uns den Verhältnissen unterordnen? Oder
mit  Spinoza gefragt: Wie kommt es, dass „die Menschen für
ihre Knechtschaft  kämpfen, als sei es für ihr Heil“? Diese
Frage gilt es zu allen Zeiten  neu zu stellen, erst recht
jedoch in Zeiten von Krisen und  Verunsicherungen. Die
Antwort heute muss lauten: Es ist der Narzissmus,  der
Narzissmus als gesellschaftliche Forderung an jeden Einzelnen: Du
 musst mehr werden, als du bist, du musst zu deinem Ideal
werden. Was  aber bedeutet es für die Gesellschaft, wenn
dieses antigesellschaftliche  Prinzip zur herrschenden
Ideologie wird?


In ihrem neuen Buch erklärt die Philosophin Isolde Charim
 beeindruckender Klarheit, was uns dazu bringt, uns
freiwillig zu  unterwerfen. Im Kreisky Forum spürt sie
diesen „Qualen des Narzissmus“  im Gespräch mit Franz Schuh
nach.


Isolde Charim, geboren in Wien, Studium der
 Philosophie in Wien und Berlin, arbeitet als freie
Publizistin und  ständige Kolumnistin der „taz“ und des
„Falter“. 2006 erhielt sie den  Publizistik-Preis der Stadt
Wien. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche  Kuratorin am
Bruno Kreisky Forum. Bücher u.a.: „Lebensmodell Diaspora.
 Über moderne Nomaden“ (Hrsg. gem. mit Gertraud Auer 2012).
Bei Zsolnay  erschien im Frühjahr 2018 der Band „Ich und die
Anderen. Wie die neue  Pluralisierung uns alle verändert“,
für den sie den Philosophischen  Buchpreis 2018 erhält. 2022
erhielt sie den Österreichischen Staatspreis  für
Kulturpublizistik.


Franz Schuh, geb. 1947 in Wien, studierte
 Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er erhielt u.a.
2006 den Preis  der Leipziger Buchmesse, 2011 den
Österreichischen Kunstpreis und 2021  den
Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay.
Bei  Zsolnay erschienen zuletzt Sämtliche Leidenschaften
(2014), Fortuna. Aus  dem Magazin des Glücks (2017) und
Lachen und Sterben (2021). 2022 wurde  er mit dem Bruno
Kreisky Preis für das politische Buch für sein  Lebenswerk
ausgezeichnet.

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