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Beschreibung
vor 5 Tagen
IM GEISTIGEN BÜRGERKRIEG?
Denken, Ideologien und Geistesgeschichte der radikalen Rechten
Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Schwerpunktes
Im Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND
IHRE FEINDE
Ein Abend über das Denken, die Narrative, die Sprache der
Rechten – und wie diesen gekontert werden kann. Mit zwei der
klügsten Denker:innen zum Thema.
Der Historiker Volker Weiß ist einer der tiefsten Kenner des
Denkens der radikalen Rechten, der Theorien, Ideologien und
Narrative. Mit Büchern wie „Die autoritäre Revolte“, „Deutsches
Demokratisches Reich“ und gerade eben „Katechon“ (über die
religiös-apokalyptischen Motive von Peter Thiel bis Alexander
Dugin) legt er einen Scheinwerferkegel auf das Ziel der extremen
Rechten, den westlichen Liberalismus zu überwinden und eine
alternative Geschichtsdeutung durchzusetzen. Im Gespräch mit
Gabriela Greilinger und Robert Misik wird Weiß – der „Experte für
neurechte Theoriebildung“ (taz) – die neuen Entwicklungen rechten
Denkens nachzeichnen, die wichtigsten Strömungen und Akteure
aufzeigen. Gabriela Greilinger wird im Lichte ihrer Forschungen
und Untersuchungen die Ideologieproduktion und Praxis der
neo-reaktionären und neo-konservativen Rechten von Ungarn bis in
die USA analysieren. Greilinger hat nicht nur austro-ungarische
Wurzeln, also zwei Heimaten, sie hat auch in Ungarn studiert und
lehrt und forscht aktuell in den USA, Georgia. Sie ist eine
Expertin für das Denken der Orban-Zirkel, machte mit
hervorstechenden Analysen über die Strategien der ungarischen
demokratischen Opposition und deren jüngsten Wahlsieg von sich
reden und arbeitet über das Thema „vom Protest zur Macht“ – also
über die demokratische Erosion in Europa durch den Vormarsch der
Ultrarechten.
Volker Weiß, Dr. phil., geboren 1972. Der
Historiker war viele Jahre als Fachautor für DIE ZEIT und ZEIT
Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, FAZ, Taz,
Spiegel-Online tätig und schreibt heute exklusiv für SZ, Er
ist einer der besten Kenner der neurechten Szene. Sein Buch "Die
autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des
Abendlandes" gilt als Standardwerk zum Thema und wurde für den
Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert.
Gabriela Greilinger, Politikwissenschaftlerin,
Doktorandin und dzt. Stipendiatin des renommierten Graduate
School Doctoral Fellow Award an der University of Georgia; ihre
Forschungsschwerpunkte liegen auf der extremen Rechten,
politischem Verhalten und der Aushöhlung der Demokratie in
Europa; zahlreiche Veröffentlichung in internationalen Medien
(The Guardian, Social Europe, Talking Points Memo)
Moderation:
Robert Misik, Autor und Journalist
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