Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Wissenswelle Podcast
  4. Wie aus Schneckenzungen Robotik-Arme entwickelt werden
Die Zunge von Schnecken ist bespickt mit vielen, winzigen Zähnchen.
Über ihre Funktion ist in der Forschung bislang wenig bekannt. Das
möchte Dr. Wencke Krings vom Centrum für Naturkunde ändern. Mit
Hilfe von Schleifpapier erforscht sie die Zahntypen von Schnecken
und entwickelt Modelle als Basis für Greifarme in der Robotik.
„Schnecken als Forschungsthema – das war eher Liebe auf den zweiten
Blick “, erklärt Dr. Wencke Krings vom Leibniz-Institut zur Analyse
des Biodiversitätswandels, Standort Hamburg (ehemals Centrum für
Naturkunde, CeNak). Aber Schnecken sind nicht nur die
formenreichste Gruppe von Weichtieren, sondern sind auch die
einzigen Weichtiere, die neben dem Meer und Süßwasser auch das Land
besiedelt haben. Und obwohl Schnecken in vielen heimischen
Gemüsebeeten beim Fressen beobachtet werden können, ist in der
Forschung noch nicht geklärt, wie die Nahrungsaufnahme der Tiere
eigentlich funktioniert. Von der Raspelzunge zur Robotik Eine
Besonderheit von Schnecken ist die Raspelzunge, die mit einer
großen Menge kleiner Zähnchen ausgestattet ist. Mit ihrer Forschung
ist es Wencke Krings erstmals gelungen, nachzuweisen, dass die
einzelnen Zähne auf der Zunge unterschiedliche Funktionen haben.
„Videos der Fressbewegung lassen nicht genügend Rückschlüsse auf
die einzelnen Zähne zu,“ sagt Krings. Sie hat sich daher einen
besonderen Versuchsaufbau einfallen lassen. Dazu wurde ein Aquarium
mit Schleifpapier ausgelegt, an dem die Schnecken dann geleckt
haben. Anhand der Abnutzungsspuren konnte sie dann analysieren,
welche Zähne von der Schnecke wie eingesetzt werden. Doch damit
nicht genug: „Wir versuchen jetzt, die Raspelzunge, auch Radula
genannt, in die physikalische Welt zu übersetzen.“ Mit Forschenden
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bildet sie die
Materialeigenschaften der Raspelzunge nach, um bewegbare
Radula-Modelle zu bauen. „Wir haben auch schon die ersten
Ergebnisse aus dem 3D-Drucker, die wir bereits in der Lehre
einsetzen,“ so Krings. Das Ziel für die kommende Forschung ist es,
aus dem Wissen über die Schneckenzunge, Greifarme für die Robotik
zu entwickeln.
Episode melden

„Wie aus Schneckenzungen Robotik-Arme entwickelt werden“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz