Beschreibung

vor 3 Jahren

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Huxley wird gerne als einer der klügsten Köpfe
des letzten Jahrhunderts bezeichnet, ich schliesse mich da gerne
an.


Sein wohl bekanntestes Buch ist "Schöne neue
Welt" über die Gesellschaft im Jahr 2540. In der
Zukunft sind Frieden und Freiheit endlich Wirklichkeit geworden
(oder scheint es nur so?).


Die schmerzlichen Erfahrungen eines langen Krieges haben eine
besondere Form der Gemeinschaft hervorgebracht,
die sich ständig mit Sex, Konsum und einer neuen Droge innerhalb
eines Kastensystems zerstreut und primitiv ablenkt (hört sich das
irgendwie bekannt an?).


Die Welt wird von einer einzigen Regierung
gelenkt, Fortpflanzung erledigen Brutzentren für die
Menschheit. Ermutigt zur Promiskuität wurden Ehe und Familie
abgeschafft, Menschen werden in gleichbleibender Menge
"gezüchtet".


Ja, Ablenkung, das suchen heute auch die
Meisten!


Egal ob Handy, Gesichtsbuch, Fernseher oder Kino, wir lassen uns
so gerne berieseln, nur nicht nachdenken, gerne noch ein paar
Bierchen (wenn ich schon die Verniedlichung (*chen) höre, ich
trinke KEINEN Alkohol), Drogen gibt es jetzt an
jeder Ecke (auch berauschende Mittel sind für mich
TABU).


Diese schöne neue Welt des Aldous Huxley
kann ich Jedem als Lektüre sehr empfehlen, ist die hier
dargestellte Lebensweise doch genau das Gegenteil der
Lehren Buddhas, der Erleuchtung. In der
Utopie von Huxley wird sich bis zum bitteren
Ende vergnügt, und von der Wirklichkeit wird abgelenkt.


Ist diese Art der Ablenkung nicht zu ähnlich mit
der Lebensweise der Menschen im Jahr 2020, sind die
Zukunftsvisionen des Aldous Huxley vielleicht schon heute
eingetroffen?


Und wollen wir wirklich so leben, abgelenkt, zugedröhnt und
ferngesteuert? Ständig auf der Suche nach dem nächsten
Kick?


Noch ein bisschen brutaler, etwas perverser, mehr Zucker, mehr
Drinks, stärkere Drogen, weiter, höher, härter, mehr
Wumms?


Ich jedenfalls will das nicht!


Mir gefällt diese schöne neue Welt im Jahr 2020
nicht, ich empfinde sie als künstlich, als fremd, als schädlich.


Der Weg des Buddha, der gefällt mir, die Geisteshaltung des
heiligen Mannes imponiert mir.


Ja, jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden, ich sehe die
schöne neue Welt des Huxley als keinesfalls
utopisch an. Viele haben diese Welt schon jetzt als ihr neues
Zuhause angenommen. Ich jedenfalls will dort nicht hin.


Nach dem historischen Buddha ist Leere Form und
Form ist Leere.


Die Kunst ist der Statthalter der Utopie
- Max Frisch - Schweizer Architekt und
Schriftsteller - 1911 bis 1991

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