448-Das Leben ist nur ein Spiel-Buddhismus im Alltag
5 Minuten
Beschreibung
vor 3 Jahren
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Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit?
Haben Sie damals auch „Sandburgen“ gebaut?
Es gibt eine Geschichte aus dem Leben Buddhas,
die ich hier gerne wiedergeben möchte:
Buddha weilte in einem Dorf, es lag an einem
schönen Fluß. An dessen Ufern wuschen die Frauen die Wäsche,
ihre Kinder spielten neben ihnen im Sand, sie bauten
Burgen aus Sand. Was gibt es schöneres für
Kinder als eine Sandburg zu bauen? Sie errichteten Fundamente,
mischten den Sand mit Wasser durch, stampften die Masse fest,
füllten Förmchen, besprühten ihr Werk mit Wasser, fertigten
Muster, zeichneten Fenster, pinselten überflüssige Körner weg.
Genau so wie Kinder auch heute noch ihre
Sandburgen bauen.
Buddha stand in der Nähe und betrachtete das
muntere Treiben. Er sah, wie die Kinder die Burgen bauten,
fröhlich und zufrieden, merkte wie sie schnell in Streit
gerieten, dabei die Burgen umwarfen, wie sie heulten und lachten,
die Kinder waren in ihrer kleinen Welt aus kindlicher Freude.
Als gegen Abend die Mütter dann die Kinder zum Essen nach Hause
riefen sah Buddha, wie die Kinder dann auf den
Burgen herumsprangen und diese zerstörten, unbekümmert ihr
„Tagewerk“ aufgaben, nur um der Fröhlichkeit willen.
Bei Buddha standen mehrere Schüler, die bisher
ehrfürchtig geschwiegen hatten um den erhabenen Lehrer nicht zu
stören.
Buddha sprach zu seinem Gefolge: „Sehet, so ist das Leben, genau
so wie bei diesen Kindern, es ist wie ein Spiel“! „Der
Unterschied zwischen Kindern und uns ist aber, dass Erwachsene
ihre „Burgen“ für immer behalten wollen. Kinder kommen morgen
unbekümmert wieder, werden einfach neue Burgen bauen. Diese
Leichtigkeit der Kinder haben wir verloren, mit dem „Festhalten"
verpassen wir die DAS WIRKLICHE LEBEN. Dabei
zerfällt alles einmal zu Staub, alle Dinge, alle Menschen,
einfach alles auf dieser Welt, genau wie diese Sandburgen“.
Seine Jünger wurden daraufhin sehr nachdenklich. Konnte es sein,
dass wirklich das ganze Leben nur ein Spiel ist, die Lösung aller
Probleme in der Betrachtung von Kindern zu finden wäre?
Um ernst zu sein genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein
großer Verstand unerlässlich ist- William
Shakespeare - Englischer Dramatiker - 1564 bis 1616
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