Beschreibung

vor 3 Jahren

Ich glaube, morgen regnet es. Aber wissen, nein, ob es morgen
regnet, das weiß ich nicht!


Der Glaube versetzt Berge, ja, das sagt man
so, Menschen glauben aneinander, glauben an die Zukunft, an
die Liebe, aber was bedeutet „Glauben“ wirklich?


Glauben, ist das mehr als das Gegenteil von Wissen?


Was ist der Sinn des Lebens, diese Frage stellt
sich häufig, verschiedene Glaubenslehren wetteifern um die
passenden Antworten, gaben und geben den Menschen aber auch
Erklärung, Ausrichtung und Halt. Durch die Bildung einer
Gemeinschaft erfolgt allerdings auch eine Ausgrenzung „der
Anderen“, z.B. von den „Heiden", von den „Ungläubigen".


Gemeinsam ist den meisten Ideologien, dass eine
Art von „Vermittler“ als Wortführer oder Prophet die Lehre
verbreitet, in dem diese die Weltanschauungen den „anderen"
Menschen verkünden.


Und sind Zweifel am eigenen Glauben berechtigt?


Egal an was man glaubt, Glaube wird immer auch von Zweifeln
unterbrochen, Hoffnung und Vertrauen werden von Bedenken
überlagert. Zweifel gehören also zum
Glauben mit dazu. Jeder Mensch geht anders mit seinen „Fragen“
um, manchmal droht alles, an was man glaubt, zusammenzubrechen,
verschiedene Erfahrungen lassen manchen Gläubigen nachdenklich
werden.


Die meisten Glaubenssysteme haben eine lange
Tradition, bauen zum Teil auf frühen Bekenntnissen auf.


Von den großen religiösen Weltanschauungen unterscheidet sich der
Buddhismus fundamental. Hier geht es NICHT um
ein Glaubenssystem, die Lehre Buddhas hat als
Ziel keine Abhängigkeit von Gott oder Göttern, nicht die Bindung
an eine "höhere Instanz", kein Zwiegespräch in einem Ober- und
Unterordnungsverhältnis. Im Buddhismus geht es um
die Gesetzmäßigkeiten der Weltenordnung, um
das Erreichen der Bestimmung des Menschen. Es geht nicht um
Glauben!


Buddha sah sich selbst nie als Gott, sondern als
ein spiritueller Lehrer. Explizit gab er
seinen Anhängern auf, ihn nicht anzubeten, sondern nach
persönlicher „ERLEUCHTUNG“ zu streben. Schon der
Ehrentitel des "Siddhartha Gautama", die
Bezeichnung „Buddha", bedeutet „der Erwachte“,
weißt auf die Besonderheit des aussergewöhnlichen Mannes hin.


Was den jungen indischen Prinzen so nachhaltig in das Bewusstsein
der Menschen brachte, war das „Erwachen“, und
die damit verbundene fundamentale Einsicht in die Grundlagen des
Lebens.


An die „ERLEUCHTUNG“ muss man nicht glauben, sie
ist kein Bekenntnis; eine Verehrung eines allmächtigen Gottes ist
nicht nötig. Gleichwohl werden heute in den meisten
buddhistischen Tempeln Statuen „angebetet“. Im Laufe der
Jahrhunderte wurde aus dem spirituellen Lehrer ein Gott, die
Prioritäten wechselten, „Gläubige“ wünschten Symbole. Die Statuen
Buddhas sind Sinnbilder für das eigene „Ich“,
sie dienen der inneren Sammlung, sind Wahrzeichen für das Gesetz
von Ursache und Wirkung.


An Buddha muss man nicht glauben, es reicht, ihn als spirituellen
Lehrer anzunehmen. Sein Vorbild zeigt uns das Konzept der
„ERLEUCHTUNG“, der weglose Weg durch ein
torloses Tor, durch das diejenigen Menschen schreiten können, die
nach dem „Erwachen“ streben.


Selbst wenn man nur das Gefühl hat, dass der Pfad Buddhas unser
Weg sein könnte, einen Versuch ist es allemal wert, diese Reise
anzugehen. Finden Sie nicht?





Zu glauben ist schwer, nichts zu glauben
ist unmöglich


- Victor Hugo - Französischer
Schriftsteller - 1802 bis 1885

Weitere Episoden

262-Buddha Blog
20 Minuten
vor 1 Tag
261-Buddha Blog
20 Minuten
vor 2 Tagen

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

paulchen41
Ramstein-Miesenbach
SandySelma
Dannenberg ((Elbe)
15
15