Beschreibung
vor 3 Jahren
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Die fünf Fähigkeiten, um „Erleuchtung“ zu
erlangen, sind: Vertrauen, Energie, Achtsamkeit, Sammlung und
Weisheit
Diese Fähigkeiten (auch Kräfte genannt) entstammen ursprünglich
aus dem "Pali-Kanon“.
Die erste erforderliche Fähigkeit zur „Erleuchtung" ist das
Vertrauen. Hier ist der Glaube an
Buddha, in seine Lehre und in die Gemeinschaft, gemeint. Spätere
Lehren sprechen vom „vertrauensvollen Herz“ gegenüber dem
Lehrer aller Lehrer.
Meine Meinung hierzu ist, dass es absolut ausreicht, wenn man
sich von Buddha und seiner Lehre angezogen fühlt. Die Essenz
seiner Lehre ist die „Erleuchtung“. Wenn Sie in
sich spüren, dass diese Philosophie vielleicht etwas für Sie
wäre, dann reicht das am Anfang ihres Weges völlig aus. Der Rest
ergibt sich zur rechten Zeit.
Die nächste, wichtige Kraft oder Fähigkeit auf dem Weg zur
„Erleuchtung“ ist die Energie. Hier
geht es um fundamentale Dynamik, um die Kraft des Menschen, die
zur tiefen Einsicht in die universelle Realität befähigt, auch
häufig "freudige Anstrengung“ genannt; man könnte auch sagen:
„ohne Fleiss, kein Preis“! Wenn man es sich immer nur „gut gehen“
lassen will, dann bringt man sehr schwer die nötige Energie auf,
um sich über die „Erleuchtung“ wirkliche Gedanken zu machen. Die
eigene Energie kann man trainieren, je „fitter“ man ist, desto
mehr Kraft hat der Körper. Hier zeigt sich das durchdachte System
der Shaolin-Mönche, die sowohl den Körper wie
auch den Geist schulen. In einem gesunden Körper wohnt
(wahrscheinlich) ein gesunder Geist.
Die dritte wichtige Fähigkeit ist die
„Achtsamkeit“. In meinen Augen ist ein achtsamer
Lebensstil die absolute Grundlage einer mitfühlenden Existenz.
Achtsam sein gegenüber sich selbst, dem eigenen Körper, den
eigenen Gefühlen und Gemütszuständen; aber auch Achtsamkeit
gegenüber den Mitmenschen, Tieren und Dingen zu üben, die uns auf
dem Lebensweg begegnen. Besonders aber, achtsam zu sein gegenüber
dem jeweiligen Moment, im „Hier“ und
„Jetzt“ zu leben, nicht in der Vergangenheit,
auch nicht in der Zukunft.
Das vierte wichtige Element nach den alten Lehrschriften stellt
die Versenkung dar. Darunter
versteht man die Sammlung, das Fixieren auf einen bestimmten
Punkt, der abseits von diskursiven Gedanken liegt. Wenn man in
einem Ding, einer Handlung oder Ausrichtung, völlig aufgeht,
gesammelt und konzentriert „bei der Sache“ bleibt, dann ist man
zwangsläufig in ihr versenkt. Gerade bei meditativen Übungen ist
es häufig zu beobachten, dass der Praktizierende komplett
versunken scheint. In verschiedenen Yoga-Stilen ist die
Versenkung ein Kernelement. Die Unterscheidung zwischen
Erkennendem, Erkenntnis und Erkanntem wird in der
Versenkung hinfällig, Schwingungen des mentalen Bewusstseins
kommen zu einem Halt, die Aufmerksamkeit wird von den Sinnen
abgezogen. In der buddhistischen Meditation
richtet man seine Aufmerksamkeit etwa auf den Atem, um sich in
die Technik völlig zu versenken.
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