Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 4 Jahren
Jesaja 38,9-20 - Das Gebet Hiskijas
9 Als König Hiskija von seiner Krankheit genesen war, schrieb er
folgendes Gebet nieder:
10 »Ich sagte in meiner Not: 'Jetzt, im allerbesten Alter, stehe
ich am Tor der Totenwelt und darf mein Leben nicht zu Ende leben!
11 Hier, in der Welt der Lebenden, darf ich den HERRN nicht
länger sehen; dort, wo alles zu Ende ist, erblicke ich keinen
Menschen mehr.
12 Das Haus, in dem ich lebe, wird abgebrochen und weggetragen
wie ein Hirtenzelt. Wie ein Weber, der sein Tuch einrollt, so
habe ich mein Leben ausgewebt; nun wird es vom Webstuhl
abgeschnitten. Tag und Nacht fühle ich mein Ende nahen.
13 Morgens bin ich wie zerschlagen und denke: Er zermalmt meine
Knochen wie ein Löwe. Ja, Tag und Nacht fühle ich mein Ende
nahen.
14 Wie eine Schwalbe piepst meine Stimme, mein Klagen tönt wie
das Gurren der Taube. Mit müden Augen starre ich zum Himmel. Ich
kann nicht mehr, Herr! Tritt du für mich ein!
15 Doch was richte ich mit Worten bei ihm aus? Er hat getan, was
er mir angekündigt hat. In bitterem Leid verbring ich meine Jahre
und schleppe mich Schritt für Schritt dahin.
16 Ach, Herr, erhalte mich am Leben!'
17 Mein bitterer Schmerz hat sich in Glück verwandelt! In
herzlicher Liebe hast du mich umfangen und mein Leben vor dem
Grab bewahrt; denn alle meine Schuld hast du genommen und sie
weit hinter dich geworfen.
18 Dort unten bei den Toten preist dich niemand; wer tot ist,
dankt dir nicht mit Liedern. Wer schon ins Grab gesunken ist,
hofft nicht mehr auf deine Treue.
19 Allein die Lebenden danken dir, so wie ich dir heute danke.
Die Väter sagen es ihren Kindern: Auf dich ist Verlass.
20 Der HERR ließ sich erbitten und half mir! Darum lasst uns
singen und ihn preisen vor seinem Tempel, solange wir leben.«
Weitere Episoden
16 Minuten
vor 3 Jahren
12 Minuten
vor 3 Jahren
19 Minuten
vor 3 Jahren
20 Minuten
vor 3 Jahren
14 Minuten
vor 4 Jahren
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.