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vor 4 Jahren
Jesaja 63,15 – 64,3
15 HERR, sieh herab von deinem Himmel, wo du in Heiligkeit und
Hoheit thronst!
Wo ist deine brennende Liebe zu uns? Wo ist deine
unvergleichliche Macht?
Hast du kein Erbarmen mehr mit uns? Wir spüren nichts davon, dass
du uns liebst!
16 HERR, du bist doch unser Vater! Abraham weiß nichts von uns,
auch Jakob kennt uns nicht; unsere Stammväter können uns nicht
helfen.
Aber du, HERR, bist unser wahrer Vater! »Unser Befreier seit
Urzeiten« – das ist dein Name.
17 Warum hast du zugelassen, dass wir von deinem Weg
abwichen?
Warum hast du uns so starrsinnig gemacht, dass wir dir nicht mehr
gehorchten?
Wende dich uns wieder zu! Wir sind doch deine Diener, wir sind
doch das Volk, das dir gehört!
18 Es war nur für eine kurze Zeit, dass wir das Land besitzen
durften; nun ist dein Heiligtum von den Feinden entweiht.
19 Es ist, als wärst du nie unser Herrscher gewesen und als wären
wir nicht das Volk, das du zu deinem Eigentum erklärt hast.
Reiß doch den Himmel auf und komm herab, dass die Berge vor dir
erbeben!
64, 1 Komm plötzlich, komm mit großer Macht, wie die Flammen
trockenes Reisig ergreifen und das Wasser im Kessel zum Sieden
bringen!
Deine Feinde sollen erfahren, wer du bist; die Völker sollen vor
Angst vergehen.
2 Vollbringe Taten, die uns staunen lassen und noch unsere
kühnste Erwartung übertreffen! Komm herab, dass die Berge vor dir
erbeben!
3 Noch nie hat man von einem Gott gehört, der mit dir zu
vergleichen wäre; noch nie hat jemand einen Gott gesehen, der so
gewaltige Dinge tut für alle, die auf ihn hoffen.
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