Streit um Telefon-AU – werden Hausärzte nun zu SARS-Superspreadern?

Streit um Telefon-AU – werden Hausärzte nun zu SARS-Superspreadern?

Berichte aus Italien zeigen, wie sehr Hausärzte dem Coronavirus ausgesetzt sind
13 Minuten
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vor 4 Jahren
Ein Bericht aus der Lombardei zeigt, wie sehr Hausärzte dem
Coronavirus SARS-CoV-2 ausgesetzt sind. In einer Umfrage, an der
fast dreihundert Allgemeinmediziner teilgenommen haben, hatte fast
jeder zweite Befragte COVID-19-Symptome angegeben. Doch getestet
wurden nur die Allerwenigsten. Die italienischen Autoren
schlussfolgern, dass Hausärzte und ihr Praxispersonal selbst zu
Verbreitern des Virus werden können. Besonders gefährdet wären dann
ihre älteren, chronisch kranken oder multimorbiden Patienten. Und
just in dieser Zeit hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) von
Ärzten und Krankenkassen die Möglichkeit telefonischer
AU-Bescheinigungen zunächst nicht verlängert. Patienten hätten seit
Montag (20.4.) wieder in die Arztpraxis gemusst, wenn sie eine
Krankmeldung brauchen. Der GBA hat kurz darauf angekündigt, die
Tele-AU nun wohl doch zu verlängern. Wir fragen deswegen in diesem
"CoronaUpdate": Werden Hausärzte jetzt zu SARS-Superspreadern? Und
bräuchte es telefonische AU-Bescheinigungen nicht grundsätzlich,
also nicht nur in Corona-Zeiten? Quellen: 1. Fiorino G, Colombo M,
Natale C, et al. Clinician Education and Adoption of Preventive
Measures for COVID-19: A Survey of a Convenience Sample of General
Practitioners in Lombardy, Italy. Ann Intern Med. 2020; [Epub ahead
of print 15 April 2020]. doi: https://doi.org/10.7326/M20-1447

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