#009 »Vorposten der Freiheit« mit Scott H. Krause

#009 »Vorposten der Freiheit« mit Scott H. Krause

Wissenschaft im Gespräch
38 Minuten

Beschreibung

vor 2 Jahren
Im Kalten Krieg wandelte sich der Westen Berlins von der Hauptstadt
der NS-Diktatur zum Symbol für Freiheit und Demokratie. Scott H.
Krause erklärt im Gespräch mit Kristina Meyer, dass dies besonders
auf eine enge Kooperation zwischen der antikommunistischen
US-Außenpolitik und einem Netzwerk von Remigranten der eigentlich
marxistischen SPD um Willy Brandt zurückging. Mittels PR und
amerikanischer Zuwendungen inszenierten sie die Stadt gemeinsam als
»Vorposten der Freiheit« gegenüber der SED, aber auch
innerparteilichen Rivalen. Brandts Einzug ins Schöneberger Rathaus
1957 markierte einen Meilenstein für die Westbindung der SPD. Der
Mauerbau der DDR erschütterte diese Meistererzählung, spornte
Brandt aber zur Suche nach neuen Lösungsansätzen an. Indem einst
gescholtene Emigranten prowestliche Mehrheiten links der Mitte
schufen, trugen sie entscheidend zum Gründungskonsens der
Bundesrepublik bei. Das Buch »Vorposten der Freiheit. Remigranten
an der Macht im geteilten Berlin (1940–1972)« von Scott H. Krause
ist im Campus Verlag erschienen. Weitere Informationen zum Buch,
dem Autor sowie zum Podcast unter
[www.campus.de/podcast](htttps://www.campus.de/podcast) Um auch
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unseren Fragebogen unter
[www.campus.de/podcast](https://www.campus.de/podcast) aus.

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