#26 Wilma Nyari: Zwangsadoptionen, Bontekai und Kolonialismus

#26 Wilma Nyari: Zwangsadoptionen, Bontekai und Kolonialismus

41 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Wilma Nyari ist Aktivistin und Empowerment-Trainerin. Als Schwarze
Frau ist sie direkt von Rassismus betroffen. Seit vielen Jahren
kämpft sie für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft. Ein Grund
für ihr Engagement liegt in ihrer eigenen Lebensgeschichte: Sie
wuchs in verschiedenen Heimen auf, wo sie von klein auf
Gewalterfahrungen machen musste, Rassismus und Diskriminierung
erlebte. Obwohl Wilma Nyari es von Anfang an nicht leicht hatte in
ihrem Leben, engagiert sie sich politisch und gesellschaftlich –
zunächst in Hessen, wo sie geboren wurde und lange Jahre lebte.
Dort gehörte sie zum Kreis derer, die Mitte der 1980er Jahre die
Initiative Schwarzer Deutscher ISD gründeten. Jetzt engagiert sie
sich in Wilhelmshaven, wo sie seit sechs Jahren lebt. Vor
eineinhalb Jahren rief sie dort den Runden Tisch
Kolonialisierung/Dekolonialisierung ins Leben. Gegründet als
preußischer Kriegshafen, von dem aus die kaiserlichen Truppen nach
Afrika und China eingeschifft wurden, ist die Stadtgeschichte von
Wilhelmshaven eng mit den deutschen Kolonialkriegen verknüpft. In
dieser Folge geht es um Wilmas bewegte Biografie, um ungleiche
Machtstrukturen in unserer Gesellschaft und darum, was diese mit
Kolonialismus zu tun haben.

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