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Beschreibung
vor 6 Jahren
Rassismus und weiße Privilegien
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Rita und Nora haben
einen Hinweis erhalten, dass Sie in Ihrer Episode "Einladung zum
Zuhören" als Reaktion auf die Black Lives Matter Proteste zwar
ein Angebot gemacht haben, aber eines, das sich vor allem an
weiße Hörer:innen richtet. Schwarze Hörer:innen haben sie dabei
nicht mitgedacht. Ein Grund, da mal genauer hinzusehen und sich
mit Weißsein und Rassismus auseinanderzusetzen. Der Hinweis kam
von Natalie Ofori, Kulturwissenschaftlerin und Schwarz. An der
Stelle ganz herzlichen Dank dafür! Denn, ja, sie hat mit ihrer
Kritik völlig Recht. Wir haben zwar all jene eingeladen, sich mit
Rassismus zu beschäftigen, die das bislang nicht getan haben.
Aber das exkludiert Schwarze Hörer:innen, die sich vielleicht an
der Stelle ein anderes Angebot gewünscht hätten. Denn für sie ist
Rassismus nichts, womit man sich unbedingt mal beschäftigen muss,
sondern Alltag. Warum hatten wir das nicht auf dem Schirm? Eine
Frage, die wir uns dringend stellen müssen. Dabei hilft und
Josephine Apraku. Sie hat auf instagram die Challenge
#KritischeWeiß_heiten ins Leben gerufen. Dort stellt sie zwischen
dem 6. Juni und dem 6. Juli 2020 jeden Tag eine Frage zum Thema
Rassismuskritik und weiße Privilegien. Die Mitgründerin des
Instituts für diskriminierungsfreie Bildung (IDB) Berlin, hat uns
aus ihren vielen Fragen sechs ausgewählt, die wir in dieser
Podcast-Folge besprechen wollen.
Das sind ihre Fragen:
Wann ist dir das erste Mal bewusst gewesen, dass du weiß
bist? War dir zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass dein Weiß-Sein
mit Privilegien einhergeht?
Das Lernen weißer Menschen zu Rassismus geht in der Regel mit
Abwehr einher, wie bist du bisher mit deiner Abwehr umgegangen?
Wie möchtest du in der Zukunft mit der Abwehr umgehen?
In den sozialen Medien sind wir vor allem von Menschen
umgeben, die unsere Perspektiven weitestgehend teilen. Das macht
es einfach, Solidarität zu bekunden. Wie gehst du mit dem
Rassismus deiner weißen Familienmitglieder und Freund*innen um?
Wie unterstützt du andere weiße Menschen in ihrem Lernprozess?
Wie trägst du als weiße Person im Alltag (im Beruf, der Kita,
der Schule) dafür Sorge, dass sich nicht nur Menschen, die
Rassismus erfahren gegen ihn einsetzten müssen?
Welche Ressourcen und Räume stellst du Schwarzen Menschen und
Organisationen regelmäßig zur Verfügung (Geld, Arbeitszeit)?
Wie kannst du deinen Lernprozess zu Weiß-Sein und zu
Rassismus im Alltag (im Beruf, der Kita, der Schule, mit Familie
und Freund*innen)für deine Rassismuskritik produktiv machen?
_Disclaimer: In einer Stunde können wir natürlich nicht alle
Aspekte, die mit Rassismus zusammenhängen, besprechen. Es ist ein
Anfang. Das Angebot richtet sich vor allem an _weiße_
Hörer:innen, die sich bislang noch nicht so intensiv mit
Rassismus und kritischem Weißsein auseinandergesetzt haben.
Grundsätzlich wollen wir aber natürlich niemanden ausschließen.
Wir können uns aber vorstellen, dass es für Schwarze Hörer:innen
anstrengend und nervig ist, wenn wir als weiße Frauen darüber
sprechen, wie wir etwas verhandeln, das für sie schon immer zum
Alltag gehört._
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Rita und Nora haben
einen Hinweis erhalten, dass Sie in Ihrer Episode "Einladung zum
Zuhören" als Reaktion auf die Black Lives Matter Proteste zwar
ein Angebot gemacht haben, aber eines, das sich vor allem an
weiße Hörer:innen richtet. Schwarze Hörer:innen haben sie dabei
nicht mitgedacht. Ein Grund, da mal genauer hinzusehen und sich
mit Weißsein und Rassismus auseinanderzusetzen. Der Hinweis kam
von Natalie Ofori, Kulturwissenschaftlerin und Schwarz. An der
Stelle ganz herzlichen Dank dafür! Denn, ja, sie hat mit ihrer
Kritik völlig Recht. Wir haben zwar all jene eingeladen, sich mit
Rassismus zu beschäftigen, die das bislang nicht getan haben.
Aber das exkludiert Schwarze Hörer:innen, die sich vielleicht an
der Stelle ein anderes Angebot gewünscht hätten. Denn für sie ist
Rassismus nichts, womit man sich unbedingt mal beschäftigen muss,
sondern Alltag. Warum hatten wir das nicht auf dem Schirm? Eine
Frage, die wir uns dringend stellen müssen. Dabei hilft und
Josephine Apraku. Sie hat auf instagram die Challenge
#KritischeWeiß_heiten ins Leben gerufen. Dort stellt sie zwischen
dem 6. Juni und dem 6. Juli 2020 jeden Tag eine Frage zum Thema
Rassismuskritik und weiße Privilegien. Die Mitgründerin des
Instituts für diskriminierungsfreie Bildung (IDB) Berlin, hat uns
aus ihren vielen Fragen sechs ausgewählt, die wir in dieser
Podcast-Folge besprechen wollen.
Das sind ihre Fragen:
Wann ist dir das erste Mal bewusst gewesen, dass du weiß
bist? War dir zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass dein Weiß-Sein
mit Privilegien einhergeht?
Das Lernen weißer Menschen zu Rassismus geht in der Regel mit
Abwehr einher, wie bist du bisher mit deiner Abwehr umgegangen?
Wie möchtest du in der Zukunft mit der Abwehr umgehen?
In den sozialen Medien sind wir vor allem von Menschen
umgeben, die unsere Perspektiven weitestgehend teilen. Das macht
es einfach, Solidarität zu bekunden. Wie gehst du mit dem
Rassismus deiner weißen Familienmitglieder und Freund*innen um?
Wie unterstützt du andere weiße Menschen in ihrem Lernprozess?
Wie trägst du als weiße Person im Alltag (im Beruf, der Kita,
der Schule) dafür Sorge, dass sich nicht nur Menschen, die
Rassismus erfahren gegen ihn einsetzten müssen?
Welche Ressourcen und Räume stellst du Schwarzen Menschen und
Organisationen regelmäßig zur Verfügung (Geld, Arbeitszeit)?
Wie kannst du deinen Lernprozess zu Weiß-Sein und zu
Rassismus im Alltag (im Beruf, der Kita, der Schule, mit Familie
und Freund*innen)für deine Rassismuskritik produktiv machen?
_Disclaimer: In einer Stunde können wir natürlich nicht alle
Aspekte, die mit Rassismus zusammenhängen, besprechen. Es ist ein
Anfang. Das Angebot richtet sich vor allem an _weiße_
Hörer:innen, die sich bislang noch nicht so intensiv mit
Rassismus und kritischem Weißsein auseinandergesetzt haben.
Grundsätzlich wollen wir aber natürlich niemanden ausschließen.
Wir können uns aber vorstellen, dass es für Schwarze Hörer:innen
anstrengend und nervig ist, wenn wir als weiße Frauen darüber
sprechen, wie wir etwas verhandeln, das für sie schon immer zum
Alltag gehört._
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