Gebrochene Fußnoten

Gebrochene Fußnoten

vor 4 Jahren
... von Umbrüchen, Wandlungen und plötzlichen Lebensereignissen
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Podcast
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Denksport mit Herz und Hirn

Beschreibung

vor 4 Jahren
... von Umbrüchen, Wandlungen und plötzlichen Lebensereignissen

Jedes Leben ist beständig im Wandel, ob wir das jetzt
wollen oder nicht. An manchen Stellen erleben wir aber auch
Bruchlinien. Manches davon sieht nur von außen aus wie ein
plötzliches Ereignis. Manches davon tritt plötzlich in unser
Leben und reißt Stücke heraus. Und manchmal wünschen wir uns, ein
Bruch sorgt möge dafür sorgen, dass wir rauskommen aus unserem
Alltagstrott, dass wir uns nochmal völlig neu erfinden können.
Von all diesen Brüchen und Wandlungen handelt diese
Podcastfolge.


Wo habt ihr in eurem Leben Brüche und Wandlugen erlebt? Wie seid
ihr damit umgegangen? Welche Brüche habt ihr selbst herbeigeführt
und wo hat euch das Leben herausgefordert?
Ritas Literaturliste:

„Seit Jahrtausenden ist der Grundriß der menschlichen Existenz
geprägt gewesen durch die in Arbeit, Kampf, Liebe, Spiel und Tod
sich meldende Endlichkeit.“ (Fink 1989: 46)



Dekkers, Midas: Von Larven und Puppen. Soll
man Kinder wie Menschen behandeln? München 2003


Fink, Eugen: Der Mensch als Fragment. In: Zur
Krisenlage des modernen Menschen. Würzburg 1989, S. 29-47.


Frost, Ursula: Allgemeine und fragmentarische
Bildung. In: Fuchs, Birgitta/ Schönherr, Christina (Hrsg.):
Urteilskraft und Pädagogik. Beiträge zu einer pädagogischen
Handlungstheorie. Würzburg 2007, S. 197-212.


Krause, Sabine/ Breinbauer, Ines Maria/ Proyer,
Michelle [Hrsg.]: Corona bewegt – auch die
Bildungswissenschaft. Bildungswissenschaftliche Reflexionen aus
Anlass einer Pandemie. Bad Heilbrunn 2021


Sabisch, Andrea: Inszenierung der Suche. Vom
Sichtbarwerden ästhetischer Erfahrung im Tagebuch. Entwurf
einer wissenschaftskritischen Grafieforschung. Bielefeld 2007.


Schimek, Bernhard/ Kremsner, Gertraud/ Proyer,
Michelle/ Grubich, Rainer/ Paudel, Florentine/ Grubich-Müller,
Regina [Hrsg.]: Grenzen.Gänge.Zwischen.Welten.
Kontroversen – Entwicklungen – Perspektiven der
Inklusionsforschung Bad Heilbrunn 2022.


Waldenfels, Bernhard: Bruchlinien der
Erfahrung. Phänomenologie Psychoanalyse Phänomenotechnik.
Frankfurt/Main 2002.



"Die Phänomenologie einer gebrochenen Erfahrung gruppiert sich um
zwei Leitmotive, die sich als Pathos und Diastase bezeichnen
lassen. Das alte Wort Pathos verweist auf Widerfahrnisse, die uns
zustoßen, uns zuvorkommen, uns anrühren und verletzen, keine
Grundschicht also, sondern ein Geschehen, in das wir wohl oder
übel und auf immer verwickelt sind. Das seltenere Wort Diastase
bezeichnet die Gestaltungskraft der Erfahrung, die etwas oder
jemanden entstehen läßt, indem sie auseinandertritt, sich
zerteilt, zerspringt. (…) Die beiden Leitmotive widersetzen sich
aber nicht nur der Annahme einer letztlich fugenlosen Ordnung,
sie stehen auch im Gegensatz zu bestimmten Binsenweisheiten der
modernen Philosophie." (Waldenfels 2002: 9) ["Binsenweisheiten"
hier: Autonomie des Subjekts und Vernunftdenken in Gestalt der
Synthesis allein, RM]


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