Wissenschaftsradio: Alexandra Kautzky-Willer Wissenschaftlerin des Jahres, Florian Freistetter
39 Minuten
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Beschreibung
vor 6 Jahren
Die Mittelalter-Fantasy-Serie "Game of Thrones" erweist
sich für die Science Busters als wahre Fundgrube für
Bühnenprogramme, erzählt Astronom Florian Freistetter (im
Bild) im "Wissenschaftsradio". So könne etwa der Frage, warum
die "Jahreszeiten" in der Serie " so seltsam" seien, "warum
dieser komische Winter kommt", astronomisch nachgegangen
werden, erklärt Freistetter. Oder: "Warum gibt es dort
Drachen? Wie können Drachen existieren, wie funktioniert
deren Biologie? Das sind Fragen, die Biologen beantworten
können." Der Experte für Asteroiden erläutert auch auf
humorvolle Art, warum Bier in seiner bekannten Form ohne
diese Kleinplaneten undenkbar ist. - Weitere Themen im
spannenden Talk sind das neue Satelliten-Navigationssystem
Galileo und Erkenntnisse zum Mars - aber auch die mögliche
Wiederwahl der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und die
Astrologie (Horoskope), die immer wieder mit der Astronomie
verwechselt wird. Freistetter: "Die Astrologen behaupten
immer von sich selbst, sie würden eine Wissenschaft
betreiben, tun das aber nicht. Astrologie ist Unsinn und
Aberglaube." Auch wenn Freistetter klar zwischen Astrologie
und Astronomie unterscheidet, steht fest, dass er mit den
"Science Busters" Sternstunden auf der Bühne darbietet und
die Ideen für neue Programme nicht so schnell ausgehen
dürften. Aktuell sind die "Science Busters" jeden Dienstag um
22.55 Uhr in ORFeins zu sehen.
Eine Sternstunde erlebt gerade auch Alexandra
Kautzky-Willer, die an der Medizinischen Uni Wien arbeitet
und zur Wissenschaftlerin des Jahres 2017 gewählt wurde. Sie
forscht darüber, wie Frauen und Männer Krankheiten
unterschiedlich erleben, Hauptgebiete sind u. a.
Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht und Diabetes. "Diabetes
ist eine Volkskrankheit, die extrem viele Leute betrifft und
zunimmt. Teilweise wird von einem Tsunami gesprochen",
schildert Kautzky-Willer. Diabetes betreffe zudem alle
Organfunktionen und Komplikationen in Bezug auf Augen, die
Niere und die Gefäße. "Es besteht ein höheres Risiko für
Herzinfarkt und Schlaganfall, der Nummer-1-Todesursache bei
uns in Europa, aber auch weltweit", so Kautzky-Willer.
Besonderen Einfluss bei Krankheiten nehmen Hormone
("Stoffe"): "Viele Krankheiten sind sehr unterschiedlich in
der Zeit, wo die Sexualhormone den größten Einfluss nehmen.
Das bedeutet, zwischen Pubertät und Menopause", erklärt die
Forscherin.
Was sie von Alice Schwarzers Magazin "Emma (feiert
heuer sein 40jähriges Bestehen) hält und wie sie die mögliche
Ansiedelung der EU-Arzneimittelagentur (u. a. zuständig für
die Zulassung von Medikamenten) in Wien sieht, ist in der
Sendung zu hören. Ob Wien möglicher neuer Standort wird,
könnte mit Ende 2018 feststehen.
Höhenflüge in der Wissenschaft macht derzeit auch
Moderator Andreas Jäger, der für seine ORFIII-Sendung
"Quantensprung" WissenschaftlerInnen wie Anton Zeilinger
trifft. Wir haben ihn bei einem Dreh backstage begleitet und
mit ihm einen "Fake News"-Check (zu einer falschen Nachricht)
gemacht.
Foto: ORF / Hans Leitner
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