Gehirndoping: Ich will meine Hirnleistung verbessern

Gehirndoping: Ich will meine Hirnleistung verbessern

vor 4 Jahren
Dank Neuroenhancern wie Koffein, Ritalin und Modafinil sollen wir besser denken, konzentrierter arbeiten und länger wach bleiben können. Doch zu welchem Preis? Daniela probiert aus, ob und wie die Wundermittel wirken.
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Beschreibung

vor 4 Jahren
Dank Neuroenhancern wie Koffein, Ritalin und Modafinil sollen wir
besser denken, konzentrierter arbeiten und länger wach bleiben
können. Doch zu welchem Preis? Daniela probiert aus, ob und wie die
Wundermittel wirken.

Mit Tabletten lassen sich nicht nur Krankheiten bekämpfen. Gesunde
Menschen versuchen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten auch,
ihre geistige Leistung zu steigern. Ob das wirklich geht und was
das für uns bedeutet, könnt ihr hier nachlesen:
https://www.mdr.de/wissen/gehirndoping-wunderpillen-fuer-mehr-leistung-100.html


Wie fit ist euer Gehirn? Hier findet ihr einen kleinen
Konzentrationstest der Uni Saarland, bei dem ihr die Zahlen 1 bis
20 so schnell wie möglich in die richtige Reihenfolge bringen
müsst:
http://bildungswissenschaften.uni-saarland.de/personal/jacobs/diagnostik/tests/konzentration/reihenfolge/reihenfolge_vorspann_u.html


Seit vielen Jahren wird über Sinn und Unsinn von Gehirndoping, über
dessen Verbreitung und Wirksamkeit diskutiert. Auch Stephan
Schleim, promovierter Kognitionswissenschaftler und assoziierter
Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie an der
Universität Groningen, beobachtet seit über 15 Jahren die
Diskussionen. Eine Zusammenfassung seiner Forschung zu Fakten und
Mythen rund um Gehirndoping findet ihr hier:
https://www.heise.de/tp/features/Gehirndoping-und-Neuroenhancement-Fakten-und-Mythen-4995894.html


Stephan Schleims Buch "Gehirn, Psyche und Gesellschaft.
Schlaglichter aus den Wissenschaften vom Menschen" (Springer
Verlag, 2021) bietet eine Sammlung von spannenden Artikeln zu
Themen der Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie und
verdeutlicht, dass der Mensch und sein Handeln nicht bloß als die
Summe seiner neuronalen Schaltkreise verstanden werden kann:
https://www.springer.com/de/book/9783662622285

Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben an
Turnier-Schachspielenden untersucht, welchen Effekt die kognitiven
Enhancer Methylphenidat, Modafinil oder aber auch Koffein auf
hochkomplexe kognitive Leistungen haben. Ihr Ergebnis:
Leistungsstarke Schachspielende konnten ihre Fähigkeiten durch die
Einnahme der Substanzen minimal verbessern und damit mehr
Schachpartien gewinnen - es sei denn, sie standen unter Zeitdruck:
https://doi.org/10.1016/j.euroneuro.2017.01.006

Der Soziologe Sebastian Sattler von der Universität Bielefeld
beschäftigt sich seit Jahren mit verschiedenen Aspekten der
kognitiven Leistungssteigerung, etwa den Ursachen und Beweggründen
für die Anwendung, Möglichkeiten der Beschaffung sowie Häufigkeit
und Auswirkungen des Gebrauchs. In dieser Studie findet ihr eine
Reihe von entscheidenden Fragen zu psychologischen und sozialen
Aspekten der kognitiven Leistungssteigerung:
https://doi.org/10.1007/s11948-021-00294-w

Und in dieser Studie wiederum geht es um die Frage, wie Stress und
individuelle Ressourcen die Verwendung leistungssteigernder
Substanzen beeinflussen: https://doi.org/10.1007/s12144-021-01873-7
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