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Beschreibung
vor 2 Jahren
Langeweile mag niemand. Wir tun alles, um das Gefühl zu vermeiden.
Dabei hat es eine wichtige Funktion. Eine Woche lange bekommt
Daniela nur öde, monotone Aufgaben. Hält sie durch? Und was macht
das "Nichtstun" mit ihr?
Wie kommt es, dass Mütter sich häufiger langweilen als Väter? Wieso
langweilen sich arme Menschen öfter als reiche? Und warum gibt es
in Unterkünften für Geflüchtete so wenige Angebote gegen die
Langeweile? Die Soziologin Silke Ohlmeier antwortet darauf:
Langeweile trifft uns nicht zufällig. Anhand persönlicher
Geschichten und mithilfe wissenschaftlicher Ergebnisse erklärt sie
in ihrem Buch "Langeweile ist politisch" (Leykam Verlag, 2023), was
gesellschaftliche Machtverhältnisse und der gegenwärtige Zeitgeist
mit diesem altbekannten und doch oft missverstandenen Gefühl zu tun
haben:
https://www.leykamverlag.at/produkt/langeweile-ist-politisch/#local_1
Langeweile kann uns auch krank machen. Boreout nennt sich dieses
Syndrom. Achtsamkeit kann dagegen helfen. Wie genau, das erfahrt
ihr im Podcast "Achtsam" von Deutschlandfunk Nova:
https://www.ardaudiothek.de/episode/achtsam-deutschlandfunk-nova/boreout-achtsam-mit-langeweile-umgehen/deutschlandfunk-nova/12515349/
Angesichts der schädlichen Auswirkungen lang anhaltender Monotonie
auf unsere psychische Gesundheit scheint Langeweile ein
grundlegender Schutzmechanismus für das Gehirn zu sein - und eine
Art Motivationshilfe: Wir meiden also möglichst informations- und
reizarme Situationen und suchen stattdessen ständig nach neuem
Input, neuen Reizen und anderer Stimulation.
Mediziner Johannes Seiler hat im Zuge seiner Dissertation einen
Verhaltenstest entwickelt, der erstmals Langeweile gezielt als
psychisches Problem erfasst. Mit Hilfe des Tests soll künftig
ermittelt werden, ob ein übersteigertes Langeweile-Empfinden
vorliegt, was einen möglichen Risikofaktor für psychische
Erkrankungen darstellt:
https://www.nature.com/articles/s41598-022-06861-w.pdf
Seiler und seine Forschungskolleg*innen konnten in Untersuchungen
beobachten, dass viele Patient*innen in stationärer psychiatrischer
Behandlung - von Psychosen, Depressionen bis hin zu
Suchterkrankungen - auch durchweg ein erhöhtes Langeweile-Empfinden
aufwiesen. Dadurch war es den Forschenden möglich, konkretere
Vorhersagen über den jeweiligen Therapieverlauf machen zu können:
Je größer die Langeweile, desto länger und aufwendiger die
Behandlung: https://www.nature.com/articles/s41398-023-02650-9.pdf
Dabei hat es eine wichtige Funktion. Eine Woche lange bekommt
Daniela nur öde, monotone Aufgaben. Hält sie durch? Und was macht
das "Nichtstun" mit ihr?
Wie kommt es, dass Mütter sich häufiger langweilen als Väter? Wieso
langweilen sich arme Menschen öfter als reiche? Und warum gibt es
in Unterkünften für Geflüchtete so wenige Angebote gegen die
Langeweile? Die Soziologin Silke Ohlmeier antwortet darauf:
Langeweile trifft uns nicht zufällig. Anhand persönlicher
Geschichten und mithilfe wissenschaftlicher Ergebnisse erklärt sie
in ihrem Buch "Langeweile ist politisch" (Leykam Verlag, 2023), was
gesellschaftliche Machtverhältnisse und der gegenwärtige Zeitgeist
mit diesem altbekannten und doch oft missverstandenen Gefühl zu tun
haben:
https://www.leykamverlag.at/produkt/langeweile-ist-politisch/#local_1
Langeweile kann uns auch krank machen. Boreout nennt sich dieses
Syndrom. Achtsamkeit kann dagegen helfen. Wie genau, das erfahrt
ihr im Podcast "Achtsam" von Deutschlandfunk Nova:
https://www.ardaudiothek.de/episode/achtsam-deutschlandfunk-nova/boreout-achtsam-mit-langeweile-umgehen/deutschlandfunk-nova/12515349/
Angesichts der schädlichen Auswirkungen lang anhaltender Monotonie
auf unsere psychische Gesundheit scheint Langeweile ein
grundlegender Schutzmechanismus für das Gehirn zu sein - und eine
Art Motivationshilfe: Wir meiden also möglichst informations- und
reizarme Situationen und suchen stattdessen ständig nach neuem
Input, neuen Reizen und anderer Stimulation.
Mediziner Johannes Seiler hat im Zuge seiner Dissertation einen
Verhaltenstest entwickelt, der erstmals Langeweile gezielt als
psychisches Problem erfasst. Mit Hilfe des Tests soll künftig
ermittelt werden, ob ein übersteigertes Langeweile-Empfinden
vorliegt, was einen möglichen Risikofaktor für psychische
Erkrankungen darstellt:
https://www.nature.com/articles/s41598-022-06861-w.pdf
Seiler und seine Forschungskolleg*innen konnten in Untersuchungen
beobachten, dass viele Patient*innen in stationärer psychiatrischer
Behandlung - von Psychosen, Depressionen bis hin zu
Suchterkrankungen - auch durchweg ein erhöhtes Langeweile-Empfinden
aufwiesen. Dadurch war es den Forschenden möglich, konkretere
Vorhersagen über den jeweiligen Therapieverlauf machen zu können:
Je größer die Langeweile, desto länger und aufwendiger die
Behandlung: https://www.nature.com/articles/s41398-023-02650-9.pdf
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