„Unser Frühstückstisch wurde zum Taktikboard“ – Nationalspieler Ben Reibel über Familie, Karriere, Bundesliga & Olympia

„Unser Frühstückstisch wurde zum Taktikboard“ – Nationalspieler Ben Reibel über Familie, Karriere, Bundesliga & Olympia

Wasserball in der Familie – Ben Reibel über Herkunft, Motivation & Karriereentwicklung
35 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Jahren
In dieser Episode des Waterpolo Expert Talks spricht Ben Reibel,
ehemaliger Nationalspieler und aktueller Bundesligaspieler des SV
Bayer Uerdingen, offen über seine sportliche Herkunft, familiäre
Prägung, die Entwicklung im Jugend- und Männerbereich und die
Herausforderungen des deutschen Wasserballs. Ben erzählt, wie
Wasserball in seiner Familie seit zwei Generationen zum Alltag
gehört. Sowohl sein Vater, ein früherer Olympiateilnehmer, als auch
seine Mutter, ehemalige Nationalspielerin, prägten seine
Entwicklung maßgeblich – oft buchstäblich am Frühstückstisch, der
regelmäßig zum „Taktikboard“ wurde. Früh wurde klar: Talent, Spaß
an Bewegung und vielfältige sportliche Erfahrungen sind die Basis
für langfristigen Erfolg. Basketball, Schwimmen und Tennis
begleiteten seine Kindheit und gaben ihm koordinative Vorteile, die
ihm später im Wasserball enorm geholfen haben. Ein zentraler Punkt
des Gesprächs ist die Frage, wie sehr Eltern, Trainer und Umfeld
die sportliche Entwicklung beeinflussen. Ben berichtet, dass die
ständige Begleitung durch seinen Vater zwar anspruchsvoll war, ihm
aber gleichzeitig half, schneller zu lernen, Fehler zu verstehen
und sich mental weiterzuentwickeln. Wichtig sei letztlich die
Beziehung zwischen Kind und Eltern – und ob sportliche
Unterstützung als Druck oder als Rückenwind empfunden wird. Ben
spricht ausführlich über seine Stationen: – Jugendzeit bei Bayer
Uerdingen – Bundesligaeinsätze beim ASC Duisburg – Erfolgreiche
A-Jugend mit Deutscher Meisterschaft – Die bedeutende Zeit bei
Spandau 04 unter Petar Kovacević Besonders prägend war für ihn die
Arbeit mit Kovacević, der seine technische und taktische Sicht auf
Wasserball „komplett neu programmiert“ habe. Diese intensive Phase
führte auch zu Einsätzen bei Welt- und Europameisterschaften –
Erfahrungen, die Ben als „prägend und emotional unvergleichlich“
beschreibt. Ebenfalls thematisiert wird die Rolle deutscher Spieler
im internationalen Kontext. Ben erklärt, warum Auslandsaufenthalte
wertvoll wären und weshalb andere Nationen – mit Spielern aus
verschiedenen Ligen – oft breiter aufgestellt sind. Gleichzeitig
beschreibt er, warum es für die deutsche Nationalmannschaft
schwierig ist, nachhaltige Strukturen aufzubauen, wenn der Kader
über Jahre kaum erneuert wird. Der zweite große Themenblock widmet
sich der Attraktivität des Wasserballs für Kinder und Jugendliche.
Ben betont, dass die Nachwuchsförderung nur dann funktioniert, wenn
der Sport wieder präsenter, langfristiger gedacht und strukturiert
aufgebaut wird. Für ihn ist klar, dass Deutschland für die nächsten
Olympiazyklen strategisch neu denken muss – weniger kurzfristig,
mehr generationenübergreifend. Im ersten Teil dieses Gesprächs
entsteht ein sehr persönliches und gleichzeitig sportpolitisch
relevantes Bild eines Athleten, der Wasserball von der Pike auf
gelernt hat und heute reflektiert auf seine aktive Zeit
zurückblickt. Mehr zum Podcast: https://www.schulzekopp.de Für mehr
Einblicke in Bundesliga, Nationalteam & Nachwuchsarbeit –
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