Waspo Hannover als Erfolgsmodell – Moritz Schenkel über Markenbildung, Bundesliga & Nationalteam
„Wir haben mit Waspo eine Marke geschaffen“ – Moritz Schenkel über
Hannover, Bundesliga & Nationalteam
37 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 3 Jahren
In dieser Episode des Waterpolo Expert Talk spricht Moritz
Schenkel, Nationalspieler und langjähriger Leistungsträger von
Waspo Hannover, ausführlich über die Entwicklung des Vereins, die
Rolle von Waspo in der Bundesliga und die strukturellen
Herausforderungen des deutschen Wasserballs auf Vereins- und
Verbandsebene. Das Gespräch beginnt in einer besonderen Phase:
Moritz befindet sich mitten in der Vorbereitung auf internationale
Wettbewerbe mit der Nationalmannschaft. Trotzdem blickt er
reflektiert auf seine Karriere zurück – von den Anfängen in Krefeld
und Duisburg, über erfolgreiche Jahre beim ASC Duisburg, bis hin
zum Wechsel nach Hannover, der sich im Nachhinein als wegweisend
erwies. Moritz beschreibt sehr eindrücklich, wie Waspo Hannover in
wenigen Jahren zu einer echten Marke im deutschen Wasserball
geworden ist. Nicht durch große Namen allein, sondern durch
Teamgeist, klare Visionen und ein starkes Umfeld. Entscheidend war
aus seiner Sicht, dass es gelungen ist, Wasserball in Hannover
sichtbar zu machen – auch außerhalb der eigenen Szene.
Kooperationen mit anderen Sportvereinen, Social-Media-Kampagnen,
volle Tribünen bei Champions-League-Spielen und mediale Präsenz
haben dazu beigetragen, neue Zielgruppen zu erreichen. Ein
zentraler Teil des Gesprächs widmet sich der Bundesliga-Struktur.
Moritz kritisiert offen, dass die Liga sportlich oft wenig Spannung
bietet und internationale Wettbewerbsfähigkeit nur schwer
abzubilden ist. Einzelne Highlight-Spiele – etwa im Europapokal –
seien notwendig, um Fans zu begeistern. Reine Bundesligaspiele ohne
sportliche Bedeutung reichten dafür nicht aus. Besonders deutlich
wird Moritz, wenn es um die Schnittstelle zwischen Bundesliga und
Nationalmannschaft geht. Er schildert konkrete Situationen, in
denen Nationalspieler nach intensiven Trainingswochen zusätzliche
Bundesliga-Spiele absolvieren mussten – ohne klare Priorisierung
durch den Verband. Für ihn ist klar: Ohne definierte Ziele,
abgestimmte Kalender und echte Unterstützung für Athleten leidet
langfristig die Qualität des Sports. Moritz knüpft dabei direkt an
Aussagen von Bundestrainer Petar Porobić an und unterstreicht
dessen Kernforderung: Der deutsche Wasserball braucht klare Ziele,
klare Zuständigkeiten und eine gemeinsame Strategie. Besonders
problematisch sei, dass junge Spieler häufig an finanziellen,
organisatorischen oder strukturellen Hürden scheitern – nicht an
fehlendem Talent. Sehr kritisch äußert er sich zur
Nachwuchsentwicklung zwischen 16 und 20 Jahren, wo in Deutschland
besonders viele Talente verloren gehen. Fehlende Perspektiven,
lange Pausen, geringe Spielzeiten und mangelnde Unterstützung
führten dazu, dass leistungsbereite Jugendliche den Sport
verlassen. Für Moritz ist klar: Der soziale Hintergrund eines
Kindes darf niemals darüber entscheiden, ob es Nationalspieler
werden kann. Trotz aller Kritik bleibt der Ton konstruktiv. Moritz
betont immer wieder, wie stolz er auf das ist, was mit Waspo
Hannover entstanden ist – und dass genau solche Projekte zeigen,
welches Potenzial im deutschen Wasserball steckt, wenn Vision, Mut
und Zusammenarbeit vorhanden sind. Diese Episode ist ein offenes,
ehrliches und strukturell wichtiges Gespräch über Vereinsarbeit,
Markenbildung, Leistungssportrealität und die dringende
Notwendigkeit, den deutschen Wasserball gemeinsam
weiterzuentwickeln. Mehr zum Podcast: https://www.schulzekopp.de
Ein Muss für alle, die Bundesliga-Wasserball und Nationalteam
besser verstehen wollen.
Schenkel, Nationalspieler und langjähriger Leistungsträger von
Waspo Hannover, ausführlich über die Entwicklung des Vereins, die
Rolle von Waspo in der Bundesliga und die strukturellen
Herausforderungen des deutschen Wasserballs auf Vereins- und
Verbandsebene. Das Gespräch beginnt in einer besonderen Phase:
Moritz befindet sich mitten in der Vorbereitung auf internationale
Wettbewerbe mit der Nationalmannschaft. Trotzdem blickt er
reflektiert auf seine Karriere zurück – von den Anfängen in Krefeld
und Duisburg, über erfolgreiche Jahre beim ASC Duisburg, bis hin
zum Wechsel nach Hannover, der sich im Nachhinein als wegweisend
erwies. Moritz beschreibt sehr eindrücklich, wie Waspo Hannover in
wenigen Jahren zu einer echten Marke im deutschen Wasserball
geworden ist. Nicht durch große Namen allein, sondern durch
Teamgeist, klare Visionen und ein starkes Umfeld. Entscheidend war
aus seiner Sicht, dass es gelungen ist, Wasserball in Hannover
sichtbar zu machen – auch außerhalb der eigenen Szene.
Kooperationen mit anderen Sportvereinen, Social-Media-Kampagnen,
volle Tribünen bei Champions-League-Spielen und mediale Präsenz
haben dazu beigetragen, neue Zielgruppen zu erreichen. Ein
zentraler Teil des Gesprächs widmet sich der Bundesliga-Struktur.
Moritz kritisiert offen, dass die Liga sportlich oft wenig Spannung
bietet und internationale Wettbewerbsfähigkeit nur schwer
abzubilden ist. Einzelne Highlight-Spiele – etwa im Europapokal –
seien notwendig, um Fans zu begeistern. Reine Bundesligaspiele ohne
sportliche Bedeutung reichten dafür nicht aus. Besonders deutlich
wird Moritz, wenn es um die Schnittstelle zwischen Bundesliga und
Nationalmannschaft geht. Er schildert konkrete Situationen, in
denen Nationalspieler nach intensiven Trainingswochen zusätzliche
Bundesliga-Spiele absolvieren mussten – ohne klare Priorisierung
durch den Verband. Für ihn ist klar: Ohne definierte Ziele,
abgestimmte Kalender und echte Unterstützung für Athleten leidet
langfristig die Qualität des Sports. Moritz knüpft dabei direkt an
Aussagen von Bundestrainer Petar Porobić an und unterstreicht
dessen Kernforderung: Der deutsche Wasserball braucht klare Ziele,
klare Zuständigkeiten und eine gemeinsame Strategie. Besonders
problematisch sei, dass junge Spieler häufig an finanziellen,
organisatorischen oder strukturellen Hürden scheitern – nicht an
fehlendem Talent. Sehr kritisch äußert er sich zur
Nachwuchsentwicklung zwischen 16 und 20 Jahren, wo in Deutschland
besonders viele Talente verloren gehen. Fehlende Perspektiven,
lange Pausen, geringe Spielzeiten und mangelnde Unterstützung
führten dazu, dass leistungsbereite Jugendliche den Sport
verlassen. Für Moritz ist klar: Der soziale Hintergrund eines
Kindes darf niemals darüber entscheiden, ob es Nationalspieler
werden kann. Trotz aller Kritik bleibt der Ton konstruktiv. Moritz
betont immer wieder, wie stolz er auf das ist, was mit Waspo
Hannover entstanden ist – und dass genau solche Projekte zeigen,
welches Potenzial im deutschen Wasserball steckt, wenn Vision, Mut
und Zusammenarbeit vorhanden sind. Diese Episode ist ein offenes,
ehrliches und strukturell wichtiges Gespräch über Vereinsarbeit,
Markenbildung, Leistungssportrealität und die dringende
Notwendigkeit, den deutschen Wasserball gemeinsam
weiterzuentwickeln. Mehr zum Podcast: https://www.schulzekopp.de
Ein Muss für alle, die Bundesliga-Wasserball und Nationalteam
besser verstehen wollen.
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