(3) Sein Name ist Wolf. Atomwolf.

(3) Sein Name ist Wolf. Atomwolf.

Der Aktivist und die Angst
24 Minuten

Beschreibung

vor 7 Monaten
Als 1986 das Kernkraftwerk in Tschernobyl explodiert, ist Thomas
Wolf ein junger Mann. Für ihn ist die Katastrophe in der Ukraine
eine Art Erweckung. Ihm wird klar: So etwas hätte auch bei ihm vor
der Haustür passieren können. Denn Wolf wohnt selbst neben einem
Atomkraftwerk: dem AKW Gundremmingen mit seinen zwei gigantischen
grauen Kühltürmen. Wolf kann sie von seinem Küchenfenster aus
sehen. Von diesem Tag im Jahr 1986 an wird das AKW in seiner
Nachbarschaft zu seiner Lebensaufgabe: Das Ding muss weg. Er
organisiert Mahnwachen, plant Großdemos im Landkreis, blockiert
Bahngleise – der zivile Ungehorsam ist seine Protestform. Thomas
Wolf wird Teil einer der größten sozialen Bewegungen der Gegenwart.
Wie wurde der Hippie und Hausbesetzer aus dem Schwabenland zu einem
der hartnäckigsten Kämpfer gegen die Atomkraft? Was bringt ihn
dazu, seit 30 Jahren jede Woche vor dem Kernkraftwerk zu
protestieren? Und endet sein Aktivismus nun mit dem Atomausstieg?
Klar ist jedenfalls: Ohne Leute wie Wolf – Gundremmingens
berühmtesten Anti-Atomkraft-Aktivisten – hätte es diesen
Atomausstieg wohl nie gegeben. Davon erzählt die dritte Folge von
"Gespalten – Gundremmingen und das Ende der Atomkraft" – einem
Podcast der Klasse 58B der Deutschen Journalistenschule in
Zusammenarbeit mit der Augsburger Allgemeinen.

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