Hirn & Heinrich - Hilfe, die ankommt

Hirn & Heinrich - Hilfe, die ankommt

Interview mit Prof. Wolfgang Hoffmann - der Wissenspodcast des DZNE
44 Minuten

Beschreibung

vor 5 Jahren
Die medizinische und pflegerische Versorgung von Demenz-Erkrankten
ist eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Das
sagt Prof. Wolfgang Hoffmann, Experte für die Versorgung von
Menschen mit Demenz und Sprecher des DZNE-Standorts
Rostock/Greifswald, im Gespräch mit Moderatorin Sabine Heinrich. In
Deutschland leben rund 1,7 Millionen Menschen mit dementiellen
Veränderungen, Tendenz steigend. Die zunehmende Zahl belastet unser
Gesundheitssystem personell und finanziell. Zwar wird die große
Mehrheit Zuhause betreut, für pflegende Angehörige bedeutet das
aber eine hohe körperliche und seelische Belastung. Um Patienten
und Angehörige besser zu unterstützen, braucht es innovative
Versorgungskonzepte. Wie die aussehen können, erklärt der Experte
im Gespräch. Der Wissenschaftler plädiert für eine frühe
Diagnostik, weil diese den Verlauf der Demenz verlangsamen und
punktuell auch stoppen kann. Zudem wünscht sich Hoffmann eine
individuelle Betreuung der Betroffenen, die idealerweise
multiprofessionell organisiert ist. Eine Lösung sind speziell
geschulte Pflegekräfte, die die häusliche Versorgung von Menschen
mit Demenz deutlich verbessern. Dies wurde durch eine Studie des
DZNE „Demenz: Lebenswelt- und patientenzentrierte Hilfen in
Mecklenburg-Vorpommern“ bestätigt. Dort erfassen sogenannte
Dementia Care Manager computergestützt die Bedürfnisse ihrer
Patienten und optimieren so unter anderem die medikamentöse
Versorgung. Es geht nicht um die Heilung, sondern um das Management
der Krankheit. Dafür braucht es neue Kompetenzen in der Pflege.
Hören Sie rein.

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