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Episoden
05.04.2026
43 Minuten
Annina Schmid arbeitet in Oxford (GB). Die angesagte Neurowissenschaftlerin erforscht mit ihrem Team an der weltberühmten Elite-Universität die Ursachen von Nervenschmerzen. Die 47-Jährige lebt mit ihrem Partner und Hund Baloo mitten auf der Themse in einem kleinen Arbeiterhäuschen. Annina Schmid lebt seit dreizehn Jahren in Oxford und forscht dort als Neurowissenschaftlerin an der renommierten Universität. Schon während ihrer Zeit als Physiotherapeutin wollte sie verstehen, woher Schmerzen kommen und weshalb sie chronisch werden. Diese Neugier brachte sie bis nach Australien, wo sie Neurowissenschaften studierte. Heute verfolgt sie als Schmerzwissenschaftlerin ihre Mission in Oxford weiter: «Wir entschlüsseln die Mechanismen von Nervenschmerzen und entwickeln neue und wirksame Therapien.» Die Universität von Oxford erinnert mit ihren historischen, altehrwürdigen Gebäuden an «Hogwarts» aus Harry Potter, sagt Annina Schmid: «Die Studierenden tragen zum Mittagessen schwarze lange Übermäntel. Es ist eine uralte Tradition.» Tatsächlich diente die Universität als Vorbild und Inspiration für die Harry Potter Verfilmungen. Wohnen auf der Themse Annina Schmid lebt mit ihrem Partner Robert und Baloo in einem typisch englischen «Workers-Cottage.» Das Besondere: Das ehemalige Arbeiterhaus steht auf einer Insel mitten in der Themse: «Im Sommer kann man vom Garten aus direkt in den Fluss springen.»
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29.03.2026
38 Minuten
Elise Till ist in Otelfingen (ZH) aufgewachsen und heute in Holland zu Hause. Die Lehrerin unterrichtet in Amsterdam an einer Grundschule und macht gerade eine Ausbildung zur Clownin: «Es berührt mich jedes Mal, wenn ich jemandem ein Lächeln schenken kann.» Elise Till stammt aus Otelfingen (ZH), hat aber holländische Wurzeln. Ihre Mutter ist Niederländerin. Vor 27 Jahren zog Elise zurück zu ihren Wurzeln und lebt heute mit ihrer Familie im kleinen Dorf Ilpendam bei Amsterdam. In Amsterdam arbeitet sie als Lehrerin an einer Grundschule, in der viele Nationalitäten aufeinandertreffen. Diese Vielfalt schätzt sie besonders: «Ich lerne hier jeden Tag so viel über unterschiedliche Kulturen.» Als eines ihrer Kinder im Spital war, traf Elise dort einen Spitalclown. Diese Begegnung berührte sie so sehr, dass sie heute selbst eine Ausbildung zur Clownin macht. Der Schweiz bleibt sie eng verbunden. Als Präsidentin des Schweizer Clubs organisiert sie Begegnungen und sorgt dafür, immer wieder Schweizerdeutsch zu sprechen. Wer in Holland läuft hat sein Velo verloren Die Niederlande sind nicht ohne Grund das Velo Land schlechthin. Eine erstklassige Infrastruktur, echte Fahrradkultur und die flache Landschaft machen das Land zu einem Paradies für alle, die gern auf zwei Rädern unterwegs sind. Elise Till fährt täglich von Ilpendam nach Amsterdam mit dem Velo zur Arbeit und sorgt für einen kleinen Hingucker: «Ich trage ganz schweizerisch konsequent einen Velohelm, während die meisten ohne fahren.»
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22.03.2026
45 Minuten
Seit zwanzig Jahren lebt Massimo Biondi im Herzen der japanischen Hauptstadt Tokio. Mit seiner Frau Natsue wohnt er in einem traditionellen Quartier und pendelt zwischen IT-Job, Schauspielrollen und seinem Amt als Präsident des Schweizer Clubs. Massimo Biondi hat sich in Tokio ein Leben aufgebaut, das abwechslungsreicher kaum sein könnte. Der 54-jährige Zürcher arbeitet als IT-Spezialist, steht aber immer wieder auch als Schauspieler vor der Kamera und spielte bereits in verschiedenen japanischen Produktionen mit. Gemeinsam mit seiner Frau Natsue lebt er im Herzen der Millionenstadt. In einem Viertel, das bis heute seinen traditionellen Charme bewahrt. Und als Präsident des Schweizer Clubs in Tokio, pflegt er zudem die Verbindung zur Heimat: «Wir haben einmal im Monat unseren Stammtisch. Es tut gut, sich mit Menschen aus demselben Kulturkreis auszutauschen.» Besonders fasziniert Massimo Biondi die kulinarische Vielfalt in Japan. In Tokio gibt es über 100'000 Restaurants von Sushi Bars bis zum Italiener findet man alles: «In der Sake-Bar um die Ecke, habe ich sogar schon mal ein Raclette-Essen organisiert.» Ungeschriebene Regeln in Japan In Japan gibt es viele ungeschriebene Regeln, die Besuchende oft erst auf den zweiten Blick erkennen. Zum Beispiel beim Essen: Stäbchen stellt man nie senkrecht in den Reis, sagt Massimo Biondi: «Das ist Teil eines Trauerrituals und gilt im Alltag als tabu.» Auch im öffentlichen Verkehr läuft vieles anders: In Zügen und Aufzügen spricht man nicht, Ruhe wird als Zeichen von Respekt verstanden. Und generell gilt im öffentlichen Raum eine Kultur der Zurückhaltung. Lautes Auftreten oder auffälliges Verhalten wird schnell als unhöflich empfunden.
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15.03.2026
37 Minuten
Die Bernerin Mirjam Zehnder lebt seit 2018 in Südschweden und hat sich dort als Volleyball-Scout einen Namen gemacht. Für die Volleyballmannschaft von Lund analysiert sie Spiele und schreibt Statistiken. Daneben engagiert sie sich seit vielen Jahren mit Herzblut für ein Kinderhilfswerk in Äthiopien. Mirjam Zehnder ist auf einem Bauernhof in Eriswil (BE) aufgewachsen. Seit 2018 lebt sie in der Stadt Lund im Süden von Schweden. Eine lebendige Studentenstadt nahe Malmö. Dort arbeitet sie als Scout im Trainerteam des Volleyballclubs von Lund. Bereits seit sie zwölf Jahre alt ist, spielt Mirjam mit Leidenschaft Volleyball und hat im schwedischen Volleyballverband längst einen festen Platz gefunden. Als Scout analysiert sie Spiele, Spielerinnen und gegnerische Teams: «Ich zeichne Ballkontakte auf, führe detaillierte Statistiken darüber, was auf dem Spielfeld passiert, und erstelle Videoanalysen für taktische Entscheidungen.» Nach ihrem Bachelor in Germanistik und Politikwissenschaften in Bern und einem Zwischenjahr bei einem Radiosender zog Mirjam für ihren Master in Medien- und Kommunikationswissenschaften nach Schweden. Kinderhilfswerk in Äthiopien Neben dem Volleyball schlägt Mirjams Herz seit vielen Jahren für ein Kinderhilfswerk in Äthiopien. Bereits mit 19 war sie drei Monate in Addis Abeba und arbeitete dort bei einer regionalen Zeitung. Seither kehrt die 35-Jährige immer wieder für einige Wochen zurück. Ihr Engagement für die Kinder begleitet sie bis heute genauso wie der Volleyball, der sie in Schweden heimisch gemacht hat.
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08.03.2026
46 Minuten
Georgia Begbie ist in Ittigen (BE) aufgewachsen, hat irisch-schottische Wurzeln und lebt heute als Profitänzerin in Mannheim. Beim Tanzfestival «Steps» steht sie dieses Jahr erstmals selbst auf der Bühne. Ein lang gehegter Traum. Die 31-jährige Georgia Begbie entdeckte das Tanzen mit vierzehn Jahren. Nach ersten Jazzdance-Stunden in Ostermundigen führte sie ihr Weg nach Dublin und später an die renommierte Fontys-Tanzschule in Tilburg in den Niederlanden. Dort fand sie ihre künstlerische Heimat im zeitgenössischen Tanz: «Ich habe relativ spät mit dem Tanzen begonnen, aber ich wusste von Anfang an, ich will Tänzerin werden.» Dieses Jahr tritt sie erstmals beim renommierten Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps auf. Mit der belgischen Dance Company «Circumstances» und dem Stück «Beyond». Ein besonderer Moment in ihrer tänzerischen Laufbahn: «Früher sass ich im Publikum, heute darf ich mein Können auf der Bühne zeigen.» «Mannheim wirkt industriell aber dahinter pulsiert eine lebendige Subkultur.» Seit sieben Jahren lebt die Bernerin Georgia Begbie in Mannheim (D). Dort hat sie ihren Lebensmittelpunkt gefunden und in zahlreichen Tanzprojekten mitgewirkt. Auf den ersten Blick wirke die Stadt unscheinbar, doch ihr Charme zeigt sich schnell. Mannheim biete einiges. Eine kreative Szene, offene Menschen und mit dem Louisenpark am Neckarufer sogar ein idyllisches Naherholungsgebiet: «Wie wir hier zu sagen pflegen: Man weint zweimal in Mannheim. Wenn man ankommt und wenn man wieder gehen muss.»
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Über diesen Podcast
Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren
festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser
Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus
Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von
Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und Konsulaten
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