Das aller Wichtigste im Leben

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#82 Lesung: Nirvana Shatakam - Adi Shankara
27.04.2026
4 Minuten
Der Urtext des Advaita Vedanta, ca. 800 v. Chr entstanden.NIRVANA SHATAKAM (VON ADI SHANKARA)1. Ich bin weder Geist noch die Sinne, bin weder Intellekt, noch das Ich oder die Erinnerungen. Ich kann nicht gehört oder beschrieben, kann nicht durch Sehen oder Riechen er-fasst werden. Ich bin nicht der Raum, bin weder Erde noch Wasser, weder Feuer noch der Wind.Ich bin ein Ausdruck von reinem Wissen und Glückselig-keit. Ich bin die nicht manifestierte Wirklichkeit.Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein und wunschlose Freude. Ich bin zeitlos. Ich bin ewig.2. Ich bin nicht der Atem oder die Elemente. Ich bin nicht materiell, bin nicht die Schleier des Bewusstseins. Bin nicht das Sprechen, nicht das Sehen oder Hören. Bin weder Füße, noch die Hände.Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein und wunschlose Freude. Ich bin die nicht manifestierte Wirklichkeit. Ich bin zeitlos. Ich bin ewig.3. In mir sind weder Verlangen noch Ablehnung, weder Anhaften noch Loslassen. In mir ist kein Greifen, keine Zu-rückhaltung und auch keine Verwirrung. Ich kenne keinen Stolz und keine Eifersucht. Ich habe keine Pflichten, keinen Wunsch nach Reichtum oder Befriedigung und nicht nach Befreiung. Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein und wunschlose Freude. Ich bin zeitlos. Ich bin ewig.4. Keine guten oder schlechten Taten. Bin weder Tugend, noch Sünde. Weder Freude noch Leid. Ich brauche kein Ge-bet und keine Pilgerreise, weder Schriften noch Rituale. Ich bin nicht die Erfahrungen und auch nicht der, der sie erfährt.Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein und wunschlose Freude. Ich bin zeitlos. Ich bin ewig.5. Ich habe keine Angst vor Sterben oder Tod. Bin nicht gebunden durch Ansehen oder Kultur. Ich habe weder Vater noch Mutter, da ich nie geboren wurde. Ich bin kein Ver-wandter oder Freund, bin weder Lehrer noch ein Lernender. Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein und wunschlose Freude. Ich bin zeitlos. Ich bin ewig.6. In mir ist keine Trennung oder Getrenntsein. Meine Form ist Formlosigkeit. Ich bin überall, ich durchdringe alle Sinne. Ich hafte nicht an, bin weder frei noch ein Gefange-ner. Ohne Eigenschaften und Form wünsche ich mir nichts - da ich alles bin.Ich bin ein Ausdruck von reinem Wissen und Glückselig-keit. Ich bin die noch nicht manifestierte Wirklichkeit.Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein und wunschlose Freude. Ich bin zeitlos. Ich bin ewig. Ich bin Liebe.(Dieser Text entstand ungefähr 800 v.Chr. Ich habe ein paar Änderungen vorgenommen, z.B. indische Begriffe wie „Shiva“, „Mantra“ oder „Kaste“ ersetzt, um die zeitlose und kulturübergreifende Qualität des Textes zu unterstützen. Ich hoffe, das findet deine Zustimmung. Schau dir gerne den Originaltext an)
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#81 Gedichte von Jennifer Welwood - Bedingungslos, Entsagung, Die Dakini spricht
26.04.2026
6 Minuten
*** Bedingungslos





Bereit, das Alleinsein zu erfahren,


entdecke ich Verbundenheit überall;


indem ich mich meiner Angst zuwende,


begegne ich dem Krieger in mir;


öffne ich mich meinem Verlust,


empfängt mich die Umarmung des Universums;


im Hineinsinken in die Leere


finde ich unendliche Fülle.





Jede Bedingung, vor der ich fliehe, verfolgt mich,


jede Bedingung, die ich willkommen heiße, verwandelt mich


und wird selbst verwandelt


in ihr strahlendes, juwelenhaftes Wesen.





Ich verneige mich vor dem Einen, der es so erschaffen hat,


der dieses Meisterspiel gewoben;


es zu spielen ist reinste Freude;


seine Form zu ehren – wahre Hingabe.











*** Entsagung





Es wird immer Stimmen geben, die dir Größe und Ruhm versprechen:


Sie rufen vom weltlichen Marktplatz;


sie rufen vom spirituellen Marktplatz;


sie rufen vom Marktplatz des Löcher-Füllens;


sie rufen vom Größer-Besser-Mehr-Marktplatz.


Kaufe ihre falschen Versprechen nicht, noch erwirb ihre vergänglichen Waren;


was für einen Moment erfüllt, ist den Preis deiner Seele nicht wert.





Es gibt Höhen, die dich erheben werden – doch nicht, wenn du versuchst, sie zu erklimmen;


es gibt Kräfte, die dich erfüllen werden – doch nicht, wenn du sie zu deinen eigenen machst.


Es gibt Schätze, und es gibt Nachahmungen von Schätzen.


Wenn du dein wahres Gold verloren hast, so wende dich wenigstens ab vom Glitzern.


Begehre nur, was wahr ist.





Dies wird dich zum Brunnen deiner tiefsten Trauer führen.


Folge diesem Durchgang, ganz hinab;


werde die dunkle Leere deines fehlenden Kerns.


Sei still. Miss das Warten nicht.


Sei still. Lass das Warten zu einem Feuer werden.


Sei still. Lass das Feuer dir sein geheimes Herz zeigen:


einen Faden klaren Lichts, der dich durchzieht.





Sammle dich dort – und das leuchtende Universum öffnet sich.


In dieser weiten Ausdehnung, diesem grundlosen, unendlichen Ozean aus Licht,


verliere dich, und finde dich, und werde, was du schon bist.








*** Die Dakini spricht





Freunde, lasst uns erwachsen werden.


Lasst uns aufhören, so zu tun, als wüssten wir nicht, worum es hier geht.


Und wenn wir es wirklich nicht bemerkt haben,


dann lasst uns erwachen — und es sehen.





Schaut: Alles, was verloren werden kann, wird verloren gehen.


Es ist so einfach — wie konnten wir es so lange übersehen?





Lasst uns unsere Verluste ganz betrauern,


wie reife Menschen,


doch bitte, lasst uns nicht so überrascht von ihnen sein.


Lasst uns nicht so tun, als wären wir verraten worden,


als hätte das Leben uns ein geheimes Versprechen gebrochen.





Vergänglichkeit ist das einzige Versprechen des Lebens,


und sie hält es mit unerbittlicher Makellosigkeit.





Für ein Kind mag sie grausam erscheinen,


doch sie ist nur wild,


und ihr Mitgefühl von vollkommener Präzision:


strahlend durchdringend, leuchtend vor Wahrheit,


streift sie das Unwirkliche ab, um uns das Wirkliche zu zeigen.





Das ist die wahre Fahrt — lasst uns ihr hingeben!


Lasst uns aufhören, um einen sicheren Weg zu feilschen:


Es gibt keinen, und der Preis ist zu hoch.





Wir sind keine Kinder mehr.


Der wahre erwachsene Mensch gibt alles


für das, was nicht verloren werden kann.





Lasst uns den wilden Tanz der Hoffnungslosigkeit tanzen!
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#80 Nina & Boris: Der Feind im Innen. Gespräch über den inneren Kritiker.
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Über diesen Podcast

Was ist das aller Wichtigste in Deinem Leben? Nicht, was Dir irgendjemand erzählt hat, nicht was Deine Eltern Dir beigebracht haben, oder was die Gesellschaft vielleicht von Dir verlangt, sondern was Du selber als das Wichtigste ansiehst. Was ist das? Dieser Podcast ist für Dich, wenn Du herausfinden willst, was dieses Wichtigste in Deinem Leben ist, aber auch, was sich dem im Inneren entgegenstellt. Wir sprechen über Innere Arbeit, Meditation, Enneagramm, den Inneren Kritiker, Lehrer-Schüler und viele weitere Themen. Fragen&Anregungen gerne per Mail an dasallerwichtigsteimleben@gmail.com
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