Geldmeisterin Archiv
319 Episoden
30 Minuten
„60 Prozent Aktien und 40 Prozent Aneihen ist erstmal dieses ausgeglichene, goldene Mitte, solide Fundament von dem ich eigentich von den nächsten zehn Jahren ausgehen kann, dass es mir sehr sehr viel weiterhilft, meine Anlageziele zu erreichen", meint Jakob Tanzmeister, Multi Asset-Experte von JP Morgan Asset Management. „In Europa ist es oftmals ein 50:50 Portfolio das verdeutlichen soll, dass ich langfristig, wenn ich über die Assetklassen Aktie und Anleihe streue, bessere Risiko-adjustierte Renditen vereinnahmen kann, weil ich mir die Diversifikation zunutze machen kann.“, meint Jakob Tanzmeister.
Dieses Konzept der Mischportfolios habe in den letzten zwei Jahren eine harte Zeit durchlebt und wurde in Frage gestellt, gibt er zu. Es war die schwerste Zeit der letzten fünf Dekaden, weil die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen unnatürlich hoch war und deshalb nicht die übliche Risikostreuung gebracht hat. Die stark gefallenen Anleihen konnten ihre übliche Pufferfunktion bzw. defensive Eigenschaft im Portfolio nicht entfalten.
Jetzt seien die Ertragsaussichten solcher Mischportfolios aber wieder so gut wie zuletzt 2011, fünf Prozent annualisierten Ertrag in Euro, sieben Prozent in Dollar. Das sei mehr als ausreichend, um die Inflation und Steuern und Gebühren mittelfristig abzudecken und real das Vermögen zu erhalten. Jakob Tanzmeister geht in den nächsten zehn Jahren von Inflationsraten von im Schnitt 2,5 Prozent aus.
Wobei man sein Portfolio immer wieder ausbalancieren müsse: Ein 60:40-Portfolio vor fünf Jahren sei heute nach den Aktienanstiegen ein 70:30-Portfolio und damit viel risikobehafteter.
Auf jeden Fall würden die beiden Assetklassen für den privaten Vermögensaufbau ausrecihen. Komplexere Anlageinstrumenten brächten dem Privatanleger keinen nennenswerten Mehrertrag für das zusätzliche Risiko, das man etwa bei Private Equity eingeht, wenn man nicht einen der guten PE-Manager erwischt, der sein Geld auch wert ist.
Momentan sei Qualität, das was er in beiden Assetklassen sucht. Das heißt bei Aktien Unternehmen mit einem bewährten Geschäftsmodell haben, die hohen Margen erwirtschaften. Solche Eigenschaften bieten häufig Dividendentitel aber derzeit auch viele der großkapitalisierten Technologie-Titel. Und bei den Anleihen spräche auch einiges dafür, bonitätsstarke Anleihen zumindest signifikant zu gewichten. Die fände man derzeit aber durchaus auch im Hochzinsanleihenbereich. Amerikanische Hochzinsanleihen würden über acht Prozent Renditen bei Endfälligkeit abwerfen, dies bei gesunkenen Ausfallsrisiken.
Warum solche 60:40-Portfolios für Anleger mit mittelfristigem Anlagehorizont derzeit noch attraktiv sind, verrät Jakob Tanzmeister in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die sich über neue Abonennten und Kommentare freut. So trägt ihr dazu bei, dass neue Hörer:innen auf die GELDMEISTERIN aufmerksam werden.
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung.
#Aktien #Anleihen #Mischfonds #Vermögeserhalt #60:40-Portfolio #investieren #podcast
Foto: Jakob Tanzmeister, Bearbeitung GELDMEISTERIN
Dieses Konzept der Mischportfolios habe in den letzten zwei Jahren eine harte Zeit durchlebt und wurde in Frage gestellt, gibt er zu. Es war die schwerste Zeit der letzten fünf Dekaden, weil die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen unnatürlich hoch war und deshalb nicht die übliche Risikostreuung gebracht hat. Die stark gefallenen Anleihen konnten ihre übliche Pufferfunktion bzw. defensive Eigenschaft im Portfolio nicht entfalten.
Jetzt seien die Ertragsaussichten solcher Mischportfolios aber wieder so gut wie zuletzt 2011, fünf Prozent annualisierten Ertrag in Euro, sieben Prozent in Dollar. Das sei mehr als ausreichend, um die Inflation und Steuern und Gebühren mittelfristig abzudecken und real das Vermögen zu erhalten. Jakob Tanzmeister geht in den nächsten zehn Jahren von Inflationsraten von im Schnitt 2,5 Prozent aus.
Wobei man sein Portfolio immer wieder ausbalancieren müsse: Ein 60:40-Portfolio vor fünf Jahren sei heute nach den Aktienanstiegen ein 70:30-Portfolio und damit viel risikobehafteter.
Auf jeden Fall würden die beiden Assetklassen für den privaten Vermögensaufbau ausrecihen. Komplexere Anlageinstrumenten brächten dem Privatanleger keinen nennenswerten Mehrertrag für das zusätzliche Risiko, das man etwa bei Private Equity eingeht, wenn man nicht einen der guten PE-Manager erwischt, der sein Geld auch wert ist.
Momentan sei Qualität, das was er in beiden Assetklassen sucht. Das heißt bei Aktien Unternehmen mit einem bewährten Geschäftsmodell haben, die hohen Margen erwirtschaften. Solche Eigenschaften bieten häufig Dividendentitel aber derzeit auch viele der großkapitalisierten Technologie-Titel. Und bei den Anleihen spräche auch einiges dafür, bonitätsstarke Anleihen zumindest signifikant zu gewichten. Die fände man derzeit aber durchaus auch im Hochzinsanleihenbereich. Amerikanische Hochzinsanleihen würden über acht Prozent Renditen bei Endfälligkeit abwerfen, dies bei gesunkenen Ausfallsrisiken.
Warum solche 60:40-Portfolios für Anleger mit mittelfristigem Anlagehorizont derzeit noch attraktiv sind, verrät Jakob Tanzmeister in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die sich über neue Abonennten und Kommentare freut. So trägt ihr dazu bei, dass neue Hörer:innen auf die GELDMEISTERIN aufmerksam werden.
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26 Minuten
„ETFs sind kostengünstig und ertragreich. Auch im schlimmsten Fall war man damit in der Vergangenheit spätestens nach 13 Jahren im Plus, wenn man einen weltweit veranlagten ETF wählt“, bricht Thomas Stoll, Finanzexperte bei Stiftung Warentest in dieser Podcast-Folge der GELDMEISTERIN eine Lanze für die spesengünstigen, börsennotierten Indexfonds.
Weniger ETFs im Portfolio ist oft mehr.: Stiftung Warentest hat festgestellt, dass in der Vergangenheitetwa die Beimischung von Emerging Market-ETFs mehr Risiko, aber keinen Mehrertrag gebracht hat. Einen Mehrwert konnte man hingegen mit der nachhaltigen Variante des MSCI World als ETF-Basis erzielen oder mit Exchange Traded Funds, die nur in die großen Technologie-Aktien investierten.
In der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN erklärt Finanzexperte Thomas Stoll auch das Konzept der möglichst sorgenfreien und bequemen Pantoffelportfolios mit einem Sicherheitsbaustein und einem Risikobaustein. Wer beispielsweise Kursschwankungen nicht aushält baut sich kein 50:50-Portfolio, sondern gewichtet den Sicherheitsbaustein mit 75 Prozent und den Risikobaustein nur mit 25 Prozent. Wobei man jederzeit umschichten kann, zumal den günstigen ETFs hier die Spesen nicht ins Gewicht fallen.
Weiters befasst sich die GELDMEISTERIN mit den Auswirkungen der Wahlen in Frankreich, Großbritannien und den USA auf die Kapitalmärkte.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-:Gast übernehmen keinerlei Haftung.
#ETF #StifungWarentest #MSCI World #Wahlen #Frankreich #UK #USA #investieren #podcast
Foto: Thomas Stoll
Weniger ETFs im Portfolio ist oft mehr.: Stiftung Warentest hat festgestellt, dass in der Vergangenheitetwa die Beimischung von Emerging Market-ETFs mehr Risiko, aber keinen Mehrertrag gebracht hat. Einen Mehrwert konnte man hingegen mit der nachhaltigen Variante des MSCI World als ETF-Basis erzielen oder mit Exchange Traded Funds, die nur in die großen Technologie-Aktien investierten.
In der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN erklärt Finanzexperte Thomas Stoll auch das Konzept der möglichst sorgenfreien und bequemen Pantoffelportfolios mit einem Sicherheitsbaustein und einem Risikobaustein. Wer beispielsweise Kursschwankungen nicht aushält baut sich kein 50:50-Portfolio, sondern gewichtet den Sicherheitsbaustein mit 75 Prozent und den Risikobaustein nur mit 25 Prozent. Wobei man jederzeit umschichten kann, zumal den günstigen ETFs hier die Spesen nicht ins Gewicht fallen.
Weiters befasst sich die GELDMEISTERIN mit den Auswirkungen der Wahlen in Frankreich, Großbritannien und den USA auf die Kapitalmärkte.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
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#ETF #StifungWarentest #MSCI World #Wahlen #Frankreich #UK #USA #investieren #podcast
Foto: Thomas Stoll
16 Minuten
Europäer, vor allem Deutsche und Österreicher, haben mehr im Geldbörsl, als sie glauben, weil mit der Inflation längst die Löhne und Sozialhilfen nachgezogen haben, meint Stefan Bruckbauer, Chefökonom der UniCredit Bank Austria AG. am Randes des Zertifikateawards Austria 2024 in Wien. Das Problem sei nur, dass sie wegen dem nur gefühlt geringerem Realeinkommen deutlich weniger konsumieren und daher im Gegensatz zu den amerikanischen Haushalten im ersten Halbjahr keine echte Stütze für die Konjunktur waren, Auch die Industrie hatte in Europa so ihre Probleme, weil durch die Lieferkettenproblematik im Vorjahr viel auf Lager gelegt wurde, die sich jetzt erst langsam leeren. Und die Lagerproduktion floss ja bereits ins Bruttoinlandsprodukt 2023 ein. Unterm Strich ist Stefan Bruckbauer aber für 2024 im Vergleich zu 2023 zuversichtlich und findet die europäischen Aktienmärkte einen Tick interessanter als den amerikanischen, der heiß gelaufen und im Börsenzyklus schon weiter fortgeschritten ist. Einzig die Baukonjunktur könnte sich womöglich in Europa noch nicht erholen. Mehr zu Stefan Bruckbauer´s Einschätzungen der Konjunktur und Kapitalmärkte für die nächsten zwölf Monate erfährst Du in dieser Podcastfolge der GEDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die sich über Eure Likes und Kommentare freut. So hilft ihr nebenbei, neue Hörer:innen für das Podcastprojekt GELDMEISTERIN zu gewinnen.
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/ Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-:Gast übernehmen keinerlei Haftung #Aktien #Konjunktur #Frankreich #Europa #USA #investieren #podcast Foto: UniCredit Bank Austria AG
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31 Minuten
Wenn man für seinen Nachwuchsvorsorgen will, dann besser nicht in deren Namen, empfiehlt Claudia Figl, Partnerin und Leiterin des Privatkundenbereichs der Bank Gutmann. Eltern sollten besser in ihrem Namen für das Kind ein Depot oder Sub-Depot eröffnen, um flexibler anlegen zu können: „Wenn man tatsächlich Geldanlage im Namen des Kindes macht muss man nur beachten, dass es dann mündelsicher angelegt werden muss. Mündelsicher bedeutet, dass in entsprechend risikoarmen Veranlagungen zu investieren ist, die in den letzten Jahren der Niedrigzinsphase nicht einmal die Inflationsrate reinverdienen konnten. Grundsätzlich macht man es eher so, dass man als Elternteil für das Kind in seinem eigenen oder Sub-Depot veranlagt und sich so nicht mit der Mündelsicherheit beschäftigen muss. Das hat auch den Vorteil, dass man bei weiteren Kindern dann die Veranlagungssumme am Ende einfach und gerecht aufteilen kann und natürlich die Kontrolle über das Depot noch behält.
Claudia Figl würde bei der Vorsorge für das Kind nicht zu viel Einzelinvestment-Risiko eingehen sollte, sondern sich hier besser auch klassische Mischfonds und ETFs für den Vermögensaufbau bedienen.
Claudia Figl hält nach wie vor Goldmünzen und Barren zur Geburt für eine sinnvolle Mitgift für den Nachwuchs. Sie kann in der aktuellen Podcast-Folge aber natürlich auch mit konkreten Sparplänen und anderen sinnvollen Finanzprodukten für die langfristige Vorsorgeprodukte aufwarten-.
Außerdem verrät Heiko Böhmer, Chefstratege der Shareholder Value Management der GELDMEISTERIN sein aktuelles Dream-Team bzw. seine optimale Portfolio-Aufstellung, die gegen ein finanzielles Eigentor vorbeugt.
Philipp Immenkötter vom Flossbach von Storch Research Institute wiederum hat sich wissenschaftlich damit beschäftigt, warum es keine gute Idee ist, ins fallende Messer zu greifen.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung.
#Aktien #Vorsorge #Kind #Mischfonds #investieren #podcast
Foto: Claudia Figl
Claudia Figl würde bei der Vorsorge für das Kind nicht zu viel Einzelinvestment-Risiko eingehen sollte, sondern sich hier besser auch klassische Mischfonds und ETFs für den Vermögensaufbau bedienen.
Claudia Figl hält nach wie vor Goldmünzen und Barren zur Geburt für eine sinnvolle Mitgift für den Nachwuchs. Sie kann in der aktuellen Podcast-Folge aber natürlich auch mit konkreten Sparplänen und anderen sinnvollen Finanzprodukten für die langfristige Vorsorgeprodukte aufwarten-.
Außerdem verrät Heiko Böhmer, Chefstratege der Shareholder Value Management der GELDMEISTERIN sein aktuelles Dream-Team bzw. seine optimale Portfolio-Aufstellung, die gegen ein finanzielles Eigentor vorbeugt.
Philipp Immenkötter vom Flossbach von Storch Research Institute wiederum hat sich wissenschaftlich damit beschäftigt, warum es keine gute Idee ist, ins fallende Messer zu greifen.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
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#Aktien #Vorsorge #Kind #Mischfonds #investieren #podcast
Foto: Claudia Figl
28 Minuten
Europawahl, Europameisterschaft und auch am Kapitalmarkt herrscht Europa-Euphorie. Selbst wenn es einmal zehn Prozent nach unten gehen würde, würde dies meinen Podcastgast Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank nicht beunruhigen. Es ginge ebenso schnell wieder bergauf dank der Notenbanken, die stets als Auffangnetz der Finanzmärkte zur Stelle wären.
In Summe legte der europäische Leitindex EuroStoxx 600 seit Jahresbeginn schon 9,41 Prozent zu. Nicht schlecht, aber der US-Aktienindex S&P 500 performt mit 12,74 Prozent wie so oft besser.
Aber schauen wir mal auf die europäischen Shootingstars im Einzelnen an:
Die wertvollste Aktie Europas ist mit ihren Medikamenten gegen Fettleibigkeit der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk. Die Aktie legte seit Jahresbeginn 41 Prozent zu und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft in einem Markt, in dem auch noch in den nächsten Jahren trotz Produktionsausweitungen die Nachfrage höher sein wird als das Angebot. Mir gefällt die Gesellschaftsstruktur der Novo Nordisk-Aktie. Mehrheitsaktionär ist die Novo Nordisk Foundation, mit mehr als 73 Milliarden US-Dollar Fondsvermögen eine der größten Stiftungen der Welt, ist die vor allem sehr viel Geld für die Forschung zur Verfügung stellt.
Renault und Immobilien
In Frankreich dominierte in den letzten zwölf Monaten nicht unbedingt Luxus. Der Nobelmarken-Konzern LVMH verlor auf Jahressicht sogar 6,18 Prozent. Umso überraschender, dass der Automobil-Konzern Renault mit einem Kursplus von knapp 58 Prozent zu den großen Gewinnen zählt. Nur die Aktie des französischen Immobilienkonzerns Uniball-Radamco-Westfield konnte mit 73 Prozent noch stärker in den letzten zwölf Monaten zulegen.
Rüstung ist leider Trumpf
In Deutschland legte der deutsche Rüstungshersteller Rheinmettal seit Jahresbeginn um 86 Prozent zu. Auch in Italien führt mit Leonardo eine Rüstungsaktie die Performance-Liste mit plus 58 Prozent seit Jahresbeginn, 142 Prozent in den letzten zwölf Monaten an. Die französische Thales Group, die auch an Militärtechnik verdient, gewann seit Jahresbeginn über 27 Prozent.
Man muss aber nicht in Waffen investieren, um mit europäischen Aktien großartig zu verdienen. Der Kurs des Elektro- und Elektrotechnik-Hersteller Siemens Energy stieg seit Jahresbeginn um 91,81 Prozent – ein Trostpflaster für den Absturz im Vorjahr wegen der großen Verluste ihre spanischen Windkrafttochter Siemens Gamesa.Im Jahresvergleich ist die Siemens Energy-Aktie noch 3,4 Prozent in Minus.
Italiens Banken als Bestperformer
In Italien ist super spannend, dass die Banken von den gestiegenen Zinsmargen derart stark profitieren dürfte, dass ihr Aktien abhoben. In den letzten zwölf Monaten legte die italienische UniCredit, die unter anderen in Österreich kräftig Arbeitsplätze abbaute um über 97 Prozent zu, ebenso die Bank Bper Banca. Die Aktien der Finanzinstitute BCA POP Sondrio und Unipol Grupo stiegen in den letzten zwölf Monaten um über 90 Prozent, Banco BPM über 70,5 Prozent, Intesa Sanpaolo um knapp 56 Prozent.
Trotz allem sieht mein Podcast-Gast Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank mehr Potenzial in den Schwellenstaaten als in Europa. Er empfiehlt ein paar „Defensivqualitäten“ fürs Portfolio, ein bisschen Pharma und Schwellenländer-Aktien sollte man nicht vergessen.
Viel Hörvergnügen wünscht Juia Kistner
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
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#Aktien #Europa #Banken #Rüstungsaktien #investieren #podcast
Foto: Robert Halver
In Summe legte der europäische Leitindex EuroStoxx 600 seit Jahresbeginn schon 9,41 Prozent zu. Nicht schlecht, aber der US-Aktienindex S&P 500 performt mit 12,74 Prozent wie so oft besser.
Aber schauen wir mal auf die europäischen Shootingstars im Einzelnen an:
Die wertvollste Aktie Europas ist mit ihren Medikamenten gegen Fettleibigkeit der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk. Die Aktie legte seit Jahresbeginn 41 Prozent zu und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft in einem Markt, in dem auch noch in den nächsten Jahren trotz Produktionsausweitungen die Nachfrage höher sein wird als das Angebot. Mir gefällt die Gesellschaftsstruktur der Novo Nordisk-Aktie. Mehrheitsaktionär ist die Novo Nordisk Foundation, mit mehr als 73 Milliarden US-Dollar Fondsvermögen eine der größten Stiftungen der Welt, ist die vor allem sehr viel Geld für die Forschung zur Verfügung stellt.
Renault und Immobilien
In Frankreich dominierte in den letzten zwölf Monaten nicht unbedingt Luxus. Der Nobelmarken-Konzern LVMH verlor auf Jahressicht sogar 6,18 Prozent. Umso überraschender, dass der Automobil-Konzern Renault mit einem Kursplus von knapp 58 Prozent zu den großen Gewinnen zählt. Nur die Aktie des französischen Immobilienkonzerns Uniball-Radamco-Westfield konnte mit 73 Prozent noch stärker in den letzten zwölf Monaten zulegen.
Rüstung ist leider Trumpf
In Deutschland legte der deutsche Rüstungshersteller Rheinmettal seit Jahresbeginn um 86 Prozent zu. Auch in Italien führt mit Leonardo eine Rüstungsaktie die Performance-Liste mit plus 58 Prozent seit Jahresbeginn, 142 Prozent in den letzten zwölf Monaten an. Die französische Thales Group, die auch an Militärtechnik verdient, gewann seit Jahresbeginn über 27 Prozent.
Man muss aber nicht in Waffen investieren, um mit europäischen Aktien großartig zu verdienen. Der Kurs des Elektro- und Elektrotechnik-Hersteller Siemens Energy stieg seit Jahresbeginn um 91,81 Prozent – ein Trostpflaster für den Absturz im Vorjahr wegen der großen Verluste ihre spanischen Windkrafttochter Siemens Gamesa.Im Jahresvergleich ist die Siemens Energy-Aktie noch 3,4 Prozent in Minus.
Italiens Banken als Bestperformer
In Italien ist super spannend, dass die Banken von den gestiegenen Zinsmargen derart stark profitieren dürfte, dass ihr Aktien abhoben. In den letzten zwölf Monaten legte die italienische UniCredit, die unter anderen in Österreich kräftig Arbeitsplätze abbaute um über 97 Prozent zu, ebenso die Bank Bper Banca. Die Aktien der Finanzinstitute BCA POP Sondrio und Unipol Grupo stiegen in den letzten zwölf Monaten um über 90 Prozent, Banco BPM über 70,5 Prozent, Intesa Sanpaolo um knapp 56 Prozent.
Trotz allem sieht mein Podcast-Gast Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank mehr Potenzial in den Schwellenstaaten als in Europa. Er empfiehlt ein paar „Defensivqualitäten“ fürs Portfolio, ein bisschen Pharma und Schwellenländer-Aktien sollte man nicht vergessen.
Viel Hörvergnügen wünscht Juia Kistner
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung.
#Aktien #Europa #Banken #Rüstungsaktien #investieren #podcast
Foto: Robert Halver
50 Minuten
Die voraussichtliche Zinssenkung der Europäische Zentralbank um 25 Basispunkte am 6 Juni mache noch keinen Börsensommer, meint Johannes Mayr, Chefökonom beim deutschen Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz, „um die Konjunktur um einen Prozent anzukurbeln bedarf es schon 100 Basispunkte.“ Nicht, dass eine Zinssenkung in dem Umfang nicht möglich wäre, damit sei nur nicht so schnell zu rechnen. Die Europäische Notenbank werde den ersten kleinen Schritt wagen, dann aber erst in den nächsten Wochen und Monaten schauen, ob sich die Inflation an die angepeilten zwei Prozent Teuerung nähert, die doch hartnäckig höher bleibt als erwartet.
Johannes Mayr rechnet langfristig in Europa mit einem dreiprozentigen Leitzins, in den USA von vier Prozent. Entsprechend werden sich auch die Zinsen langfristig wieder nach unten bewegen. Mayr hält es daher jetzt für einen guten Zeitpunkt höhere Zinsen noch längerfristig einzulocken.
Da uns die USA in punkto Produktivität in den nächsten Jahren noch stärker abhängen werde, sei der Vermögensverwalter stark – etwa zur Hälfte – in US-Aktien gewichtet. Was der Chefvolkswirt Anlegern noch empfiehlt, hört ihr in dieser Podcast-Folge der GELDMEISTERIN.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung.
#Aktien #ConsumerStaples #Anleihen #Bewertung #investieren #Gewinnwachstum #podcast
Foto: Eyb&Wallwitz
Johannes Mayr rechnet langfristig in Europa mit einem dreiprozentigen Leitzins, in den USA von vier Prozent. Entsprechend werden sich auch die Zinsen langfristig wieder nach unten bewegen. Mayr hält es daher jetzt für einen guten Zeitpunkt höhere Zinsen noch längerfristig einzulocken.
Da uns die USA in punkto Produktivität in den nächsten Jahren noch stärker abhängen werde, sei der Vermögensverwalter stark – etwa zur Hälfte – in US-Aktien gewichtet. Was der Chefvolkswirt Anlegern noch empfiehlt, hört ihr in dieser Podcast-Folge der GELDMEISTERIN.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
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#Aktien #ConsumerStaples #Anleihen #Bewertung #investieren #Gewinnwachstum #podcast
Foto: Eyb&Wallwitz
36 Minuten
„The fittest win that´s life“, meint Raj Shant, Managing Director der Investment Beratung Jennison Associates, den nicht beunruhigt, dass nur eine Handvoll Unternehmen den Kurs der großen Indizes hochhalten. Bevor man sich Sorgen um die aufkommende Konkurrenz für diese Highflyers macht, sollte man sich das Wachstum der Erträge, Cashflows und Umsätze dieser Topperformer anschauen. Wenn die in Ordnung ist, rechtfertig dies auch einen hohen Preis.
Die Bewertungen sind nicht mehr niedrig wie noch 2023, aber sie entsprechen durchaus dem langfristigen Durchschnitt.
Bereiche in die Raj Shant aktuell weiterhin investiert sind deshalb generative künstliche Intelligenz, die vor allem die GPU-Grafikprozessoren möglich machen, bei denen wiederum Nvidia den Markt dominiert. Ebenso setzt er auf Microsoft. Viel Wachstum bieten auch die Pharmariesen Novo Nordisk und Eli Lilly mit ihren Medikamenten gegen Fettleibigkeit. Attraktiv findet Raj Shant weiterhin traditionsreiche Luxusgüterproduzenten wie Hermes, Ferrari und LVMH, auch wenn man hier im Vorjahr schon Gewinne mitgenommen habe.
Es lohne sich auch rechts und links von den Zugpferden zu schauen, welche Unternehmen beispielsweise vom Chip-Hype mitprofitieren. Deren Chip mögen etwa nicht so leistungsfähig wie die von Nvidia sein, aber für einen speziellen Einsatz bei KMUs etwa in der Medizin oder in Rechtsanwaltskanzleien reichen oft auch Medium Large Language-Modelle aus, die nicht die absolut schnellsten Chips benötigen.
Für die Langfristanlage meidet Raj Shant wenig innovative Sektoren und Unternehmen, weil diese größtenteils nicht die Anleiheerträge auf lange Sicht schlagen könnten. Das könnten in Europa neunzig Prozent der Unternehmen nicht. Nur wenige innovative Unternehmen könnten dies und hier sind viele Europäer nicht investiert, weil ihnen die Bewertungen immer zu hoch sind. Weil sie zu wenig riskieren würden sie so großen Investment-Chancen verpassen.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/ Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung. #Aktien #Technologie #AI #Bewertung #investieren #Gewinnwachstum #podcast
Die Bewertungen sind nicht mehr niedrig wie noch 2023, aber sie entsprechen durchaus dem langfristigen Durchschnitt.
Bereiche in die Raj Shant aktuell weiterhin investiert sind deshalb generative künstliche Intelligenz, die vor allem die GPU-Grafikprozessoren möglich machen, bei denen wiederum Nvidia den Markt dominiert. Ebenso setzt er auf Microsoft. Viel Wachstum bieten auch die Pharmariesen Novo Nordisk und Eli Lilly mit ihren Medikamenten gegen Fettleibigkeit. Attraktiv findet Raj Shant weiterhin traditionsreiche Luxusgüterproduzenten wie Hermes, Ferrari und LVMH, auch wenn man hier im Vorjahr schon Gewinne mitgenommen habe.
Es lohne sich auch rechts und links von den Zugpferden zu schauen, welche Unternehmen beispielsweise vom Chip-Hype mitprofitieren. Deren Chip mögen etwa nicht so leistungsfähig wie die von Nvidia sein, aber für einen speziellen Einsatz bei KMUs etwa in der Medizin oder in Rechtsanwaltskanzleien reichen oft auch Medium Large Language-Modelle aus, die nicht die absolut schnellsten Chips benötigen.
Für die Langfristanlage meidet Raj Shant wenig innovative Sektoren und Unternehmen, weil diese größtenteils nicht die Anleiheerträge auf lange Sicht schlagen könnten. Das könnten in Europa neunzig Prozent der Unternehmen nicht. Nur wenige innovative Unternehmen könnten dies und hier sind viele Europäer nicht investiert, weil ihnen die Bewertungen immer zu hoch sind. Weil sie zu wenig riskieren würden sie so großen Investment-Chancen verpassen.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
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40 Minuten
Trotz zunehmender Kritik an seinem Idol Warren Buffett würde der prominente deutsche Value-Investor Hendrik Leber weiterhin Aktien von dessen Beteiligungsholding Berkshire Hathaway kaufen, „weil es eine unglaublich sichere Anlage ist. Früher hat man Berkshire gekauft, weil man mehr Rendite als auf den breiten Index machen konnte, weil Warren einfach geniale Schachzüge gemacht hat. Inzwischen liegen wir auf dem Index-Niveau. Das liegt in der Natur der Sache, weil man mit Anteilen an der Berkshire Holding bei dem riesigen Investmentvolumende facto einen Querschnitt der US-amerikanischen Wirtschaft kauft – die US-Infrastruktur und ein wenige Aktienrendite dazu. Hendrik Leber kritisiert Warren Buffett dafür, dass er seinen „Cercle of Competence“ in den letzten Jahren zu wenig erweitert habe, sich und teils auch seine Unternehmen, etwa den Autoversicherer Geico nicht auf den neuesten technologischen Stand gebracht habe. Hendrik Leber sei bei seinen Investments nicht nur Technologie- und KI- affiner als Buffett. Seine Fondsboutique Acatis könne sich aufgrund der flexibleren Größe auch bei den kleineren guten Werten hinter den großen Magnificent Seven umschauen. Hendrik Lebers Lieblingsaktie ist momentan Palantir Technologies. Diese bietet vor allem für US-Behörden und Nachrichtendienste Software und Dienstleistungen an, die auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert sind. Ihre KI-gestützte´Software hat das US-Militär auch in der Ukraine und im Gazastreifen-Konflikt im Einsatz. Allerdings gab es bei Palantir – das sind meine Bedenken - zuletzt größere Insiderverkäufe von Mehrheitseigentümer Peter Thiel, der sich insgesamt von eigenen Aktien um insgesamt 447 Millionen US-Dollar trennte. Verwaltungsratsmitglied Alexander Moore verkaufte am 3. Mai stolze 20.000 Palantir-Aktien um rund 428.000 US-Dollar. Mehr zu Palantir, Buffett- und Value Investing-Strategien, über die Mini-Berkshire Hathaway Markel-Group und Buffetts jüngster Einstieg beim Schweizer Schaden-Unfallversicherer in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir hören uns! Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/ Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung. #Aktien #Berkshire #Palantir #Buffett #investieren #podcast Foto: Hendrik Leber
37 Minuten
Die börsennotierten Flaggschiffe haben in den letzten Jahren glorreiche Zeiten gesehen. Doch jetzt seien wieder die kleineren Börsenwerte attraktiver, schließt sich Michele Ward, Aktienexpertin bei T. Row Price der mehrheitlichen Meinung unter Fondsmanagern und Aktienanalysten an. Zum einen wird mit dem günstigen Kurs-Gewinn-Verhältnis des Russell 2000 argumentiert, der die kleinen US-Aktien beinhaltet. Das liegt bei 15,7, während das KGV des S&P 500-Index, der die 500 größten US-amerikanischen Börsenwerte abbildet, bei teuren 26,7 liegt. Somit sind die großen Börsenflaggschiffe deutlich höher bewertet.
Small-Caps seien auch deshalb im Langfristportfolio eine gute Ergänzung zu ETFs auf die großen Weltindizes, weil diese kleinkapitalisierte Werte nicht beinhalten.
Nicht zuletzt machen die kleiner kapitalisierten Werte meist einen großen Teil ihres Umsatzes im Inland und sind damit nicht so stark von der De-Globalisierung, die wir gerade erleben betroffen.
Doch Vorsicht, gerade bei Small Caps heißt es auf die Qualität des Geschäftsmodells, des Bilanzzahlen und Managements zu achten, was nicht so einfach ist, weil man über sie weniger Informationen bekommt.
Über die Pros und Cons spricht Michele Ward, Aktienexpertin bei T. Row Price in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN, die auch mit den Top-Finanzthemen der Woche unterhält: Dem Mega-Prozess um Bill Huang und sein Family Office Archegos Capital, das vor drei Jahren kapitale Aktien-Abstürze verursachte. Zur müden Hauptversammlung von Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway, dem dieswöchige Kursdebakel von Walt Disney trotz besserer Bilanzzahlen und zur Apple-Aktie, wo mir die Visionen fehlen
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistnerr, die sich zur 200. Folge der GELDMEISTERIIN besonders über Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen freuen würde. Damit unterstützt ihr dieses Podcastprojekt, indem mehr auf die GELDMEISTERIN aufmerksam werden.
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#Aktien #Marktkapitalisierung #SmallCaps #De-Globalisierung #investieren #podcast
Foto: Julia Kistner
Small-Caps seien auch deshalb im Langfristportfolio eine gute Ergänzung zu ETFs auf die großen Weltindizes, weil diese kleinkapitalisierte Werte nicht beinhalten.
Nicht zuletzt machen die kleiner kapitalisierten Werte meist einen großen Teil ihres Umsatzes im Inland und sind damit nicht so stark von der De-Globalisierung, die wir gerade erleben betroffen.
Doch Vorsicht, gerade bei Small Caps heißt es auf die Qualität des Geschäftsmodells, des Bilanzzahlen und Managements zu achten, was nicht so einfach ist, weil man über sie weniger Informationen bekommt.
Über die Pros und Cons spricht Michele Ward, Aktienexpertin bei T. Row Price in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN, die auch mit den Top-Finanzthemen der Woche unterhält: Dem Mega-Prozess um Bill Huang und sein Family Office Archegos Capital, das vor drei Jahren kapitale Aktien-Abstürze verursachte. Zur müden Hauptversammlung von Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway, dem dieswöchige Kursdebakel von Walt Disney trotz besserer Bilanzzahlen und zur Apple-Aktie, wo mir die Visionen fehlen
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Foto: Julia Kistner
39 Minuten
Kaum zu glauben, dass ich je einmal wieder österreichische Bundesschätze empfehle, doch jetzt ist es so weit: Und zwar allen jenen risikobewussten Anlegern, die, die kurzfristig mehr aus ihrem Vermögen machen wollen.
Für österreichische Bundesschätze haftet die Republik Österreich zu 100 Prozent, für den Anleger fallen weder Kosten noch Gebühren an und bei einmonatiger Bindung bekommt man 3,5 Prozent Verzinsung. Das Vermögen kann man sofort wiederveranlagen oder sich automatischauszahlen lassen. Einen Haken hat das Ganze man braucht das digitale Identifikationssystem ID-Austria, das aber auch Schweizer oder Deutsche erhalten, wenn sie einen Wohnsitz oder einen gewöhnlichen Aufenthalt in einem EU-Land und einen Österreichbezug haben; etwa ein Beschäftigungsverhältnis, Studium oder eine Geschäftstätigkeit in Österreich nachweisen. Bei sechsmonatiger Bindung gibt für „grüne“ Bundesschätze mit 3,25 Prozent Verzinsung, die Sinn machen, wenn man davon ausgeht, dass die EZB im Juni die Zinsen senkt.
Will ich das Geld langfristig anlegen, würde ich mich am Aktienmarkt umschauen statt beim zehnjährigen Bundesschatz zuzugreifen der gerade einmal mit 2,5 Prozent verzinst ist und das ohne Chance auf mehr, wenn das Zinsniveau wieder steigt.
Für die langfristige Veranlagung empfehle ich ETFs, die Chris Hofmann vom Indexfonds-Pionier Vanguard in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN genial erklärt.
Reinhören lohne sich, auch wegen der anderen Themen: Was kann man von der Apple-Aktie jetzt noch erwarten? Grünes Licht für eine 60,5 Milliarden US-Dollar-schwere Übernahme des Öl-Giganten Pioneer durch Exxon Mobil und über die hohe Millionärsdichte bei europäischen Bankern.
Viele Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die sich über Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freut. Damit unterstützt ihr dieses Podcastprojekt.
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihr Podcast-Gast übernehmen keinerlei Haftung.
#Aktien #ETF #Bundesschatz #Vanguard #DigitalAustria #investieren #podcast
Foto: Chris Hofmann
Für österreichische Bundesschätze haftet die Republik Österreich zu 100 Prozent, für den Anleger fallen weder Kosten noch Gebühren an und bei einmonatiger Bindung bekommt man 3,5 Prozent Verzinsung. Das Vermögen kann man sofort wiederveranlagen oder sich automatischauszahlen lassen. Einen Haken hat das Ganze man braucht das digitale Identifikationssystem ID-Austria, das aber auch Schweizer oder Deutsche erhalten, wenn sie einen Wohnsitz oder einen gewöhnlichen Aufenthalt in einem EU-Land und einen Österreichbezug haben; etwa ein Beschäftigungsverhältnis, Studium oder eine Geschäftstätigkeit in Österreich nachweisen. Bei sechsmonatiger Bindung gibt für „grüne“ Bundesschätze mit 3,25 Prozent Verzinsung, die Sinn machen, wenn man davon ausgeht, dass die EZB im Juni die Zinsen senkt.
Will ich das Geld langfristig anlegen, würde ich mich am Aktienmarkt umschauen statt beim zehnjährigen Bundesschatz zuzugreifen der gerade einmal mit 2,5 Prozent verzinst ist und das ohne Chance auf mehr, wenn das Zinsniveau wieder steigt.
Für die langfristige Veranlagung empfehle ich ETFs, die Chris Hofmann vom Indexfonds-Pionier Vanguard in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN genial erklärt.
Reinhören lohne sich, auch wegen der anderen Themen: Was kann man von der Apple-Aktie jetzt noch erwarten? Grünes Licht für eine 60,5 Milliarden US-Dollar-schwere Übernahme des Öl-Giganten Pioneer durch Exxon Mobil und über die hohe Millionärsdichte bei europäischen Bankern.
Viele Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die sich über Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freut. Damit unterstützt ihr dieses Podcastprojekt.
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#Aktien #ETF #Bundesschatz #Vanguard #DigitalAustria #investieren #podcast
Foto: Chris Hofmann
36 Minuten
mit Podcast-Gast Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei JP Morgan Asset Management
Einiges spreche jetzt für Dividenden-Titel, sofern die Ausschüttungen nicht von der Substanz, sondern vom Cash Flow bezahlt werden. Die Unternehmen haben sich in der Covid-Zeit mit Dividenden zurückgehalten und hätten noch viel in der Kasse, das sie ausschütten können. Wenn aZinsen sinken werden Dividenden als Alternative umso attraktiver. Die Aktien sind schon gut gelaufen, wenn die Kurse nicht mehr so sehr steigen freut man sich doppelt über Dividenden. Auch solide Tech-Werte schütten vermehrt aus. So hat auch Alphabet angekündigt, den Anlegern erstmals eine Dividende zu spendieren. Klassische Dividendentitel sind noch vergleichsweise moderat bewertet. Und was immer gilt ist, dass man sich mit Dividenden nach der Vermögensaufbauphase einen Auszahlungsplan zimmern kann.
Junginvestoren sollten sich wegen des Zinseszinseffekt nicht zu viel ausschütten lassen oder die Ausschüttungen zumindest wiederveranlagen, um bei ihrem noch langen Anlagehorizont besonders stark vom Zinseszinseffekt profitieren zu können.
Das alles und noch viel mehr, etwa wie viel Geld ich bis zum 60. Lebensjahr ansparen sollte, um mir meinen Lebesstandard zu bewahren, was die Megatrends der nächsten fünf bis zehn Jahre sind oder wie sich ein möglicher Mega-Deal der Bergbaugiganten BHP und Anglo American auf die Rohstoffpreise etwa von Kupfer auswirken könnte erfährst Du in dieser Podastfolge der GELDMEISTERIN.
Viel Hörvergnügen bei einer sehr spannenden Podcastfolge der GELDMEISTERIN wünscht Julia Kistner, die sich über Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freut.
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Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner übernimmt keinerlei Haftung.
#Aktien #Dividenden #Ausschüttung #JPMorgan #Zinsen #Tech #investieren #podcast
Foto: JP Morgan Asset Management
Einiges spreche jetzt für Dividenden-Titel, sofern die Ausschüttungen nicht von der Substanz, sondern vom Cash Flow bezahlt werden. Die Unternehmen haben sich in der Covid-Zeit mit Dividenden zurückgehalten und hätten noch viel in der Kasse, das sie ausschütten können. Wenn aZinsen sinken werden Dividenden als Alternative umso attraktiver. Die Aktien sind schon gut gelaufen, wenn die Kurse nicht mehr so sehr steigen freut man sich doppelt über Dividenden. Auch solide Tech-Werte schütten vermehrt aus. So hat auch Alphabet angekündigt, den Anlegern erstmals eine Dividende zu spendieren. Klassische Dividendentitel sind noch vergleichsweise moderat bewertet. Und was immer gilt ist, dass man sich mit Dividenden nach der Vermögensaufbauphase einen Auszahlungsplan zimmern kann.
Junginvestoren sollten sich wegen des Zinseszinseffekt nicht zu viel ausschütten lassen oder die Ausschüttungen zumindest wiederveranlagen, um bei ihrem noch langen Anlagehorizont besonders stark vom Zinseszinseffekt profitieren zu können.
Das alles und noch viel mehr, etwa wie viel Geld ich bis zum 60. Lebensjahr ansparen sollte, um mir meinen Lebesstandard zu bewahren, was die Megatrends der nächsten fünf bis zehn Jahre sind oder wie sich ein möglicher Mega-Deal der Bergbaugiganten BHP und Anglo American auf die Rohstoffpreise etwa von Kupfer auswirken könnte erfährst Du in dieser Podastfolge der GELDMEISTERIN.
Viel Hörvergnügen bei einer sehr spannenden Podcastfolge der GELDMEISTERIN wünscht Julia Kistner, die sich über Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freut.
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Foto: JP Morgan Asset Management
31 Minuten
China nach Korrekturen am Boden – jetzt könnte Bullenmarkt folgen
Europäische Märkte, Japan auch der chinesische Kapitalmarkt haben sich seit der Jahrtausend-Wende mehr oder weniger seitwärts bewegt. Nur die US-Börsen waren im Aufwärtstrend, hält Murray Gunn, Globalstratege des technischen Analysehaus Elliott Wave International fest.
Die US-Börsen könnten noch dieses Jahr, spätestens nächstes Jahr Trendumkehr sehen, warnt Murray Gunn. Er stützt sich hier auf die in der Charttechnik gerne angewandte Elliott Wave-Theorie: Demnach bestehen Elliott Wellen aus fünf aufsteigende Impulswellen, denen drei Korrekturwellen folgen. Die Elliott-Wellen-Theorie nutzt auch Fibonacci-Retracements, um potenzielle Wendepunkte zu bestimmen. Eine Trendumkehr sieht der Wellenreiter in den USA, insbesondere bei KI-Werten wie Nvidia.
China, das talwärts reitet, könnte hingegen den Boden der Korrekturwelle erreicht haben. Ihm könnte ein Bullenmarkt bevorstehen.
In Europa hätten die Leitindizes EuroStoxx, FTS 100 oder Dax eine holprige Rally hinter sich, die Impulswellen seien vielerorts schon am Höhenpunkt. Potenzial gäbe es noch in den südeuropäischen Märkten Spanien, Portugal und Griechenland, aber auch hier würden wir noch dieses Jahr Korrekturen sehen.
Die Elliott-Wellenreiter verfolgen auch stets aufmerksam den St. Louis Fed Financial Stress-Index, der Stress kurz vor der Tech- und Telekomblase im Jahr 2000 signalisierte, ebenso vor der Finanzkrise 2007 und der US-Bankenkrise im Jahr 2022. Derzeit sei der Index auf einem sehr niedrigen Stand, auch die Risikoaufschläge für Junk Bonds seien sehr niedrig. Der Risikoappetit sei hoch, die Bären seien fast ganz verschwunden. Auch das sei ein typisches Signal für einen Korrektur. „Am Anfang eines Bullenmarktes sind alle bärisch, am Ende alle bullisch“, erklärt Murray Gunn die typische Anlegerpsychologie, auf die die Elliot Wave-Theorie fußt.
Viel Hörvergnügen bei einer sehr spannenden Podcastfolge der GELDMEISTERIN wünscht Julia Kistner, die sich über Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freut.
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#Aktien #Fibonacci #Charttechnik #ElliottWave #Korrektur #Blasen #investieren #podcast
Foto: Murray Gunn/Unsplash
Europäische Märkte, Japan auch der chinesische Kapitalmarkt haben sich seit der Jahrtausend-Wende mehr oder weniger seitwärts bewegt. Nur die US-Börsen waren im Aufwärtstrend, hält Murray Gunn, Globalstratege des technischen Analysehaus Elliott Wave International fest.
Die US-Börsen könnten noch dieses Jahr, spätestens nächstes Jahr Trendumkehr sehen, warnt Murray Gunn. Er stützt sich hier auf die in der Charttechnik gerne angewandte Elliott Wave-Theorie: Demnach bestehen Elliott Wellen aus fünf aufsteigende Impulswellen, denen drei Korrekturwellen folgen. Die Elliott-Wellen-Theorie nutzt auch Fibonacci-Retracements, um potenzielle Wendepunkte zu bestimmen. Eine Trendumkehr sieht der Wellenreiter in den USA, insbesondere bei KI-Werten wie Nvidia.
China, das talwärts reitet, könnte hingegen den Boden der Korrekturwelle erreicht haben. Ihm könnte ein Bullenmarkt bevorstehen.
In Europa hätten die Leitindizes EuroStoxx, FTS 100 oder Dax eine holprige Rally hinter sich, die Impulswellen seien vielerorts schon am Höhenpunkt. Potenzial gäbe es noch in den südeuropäischen Märkten Spanien, Portugal und Griechenland, aber auch hier würden wir noch dieses Jahr Korrekturen sehen.
Die Elliott-Wellenreiter verfolgen auch stets aufmerksam den St. Louis Fed Financial Stress-Index, der Stress kurz vor der Tech- und Telekomblase im Jahr 2000 signalisierte, ebenso vor der Finanzkrise 2007 und der US-Bankenkrise im Jahr 2022. Derzeit sei der Index auf einem sehr niedrigen Stand, auch die Risikoaufschläge für Junk Bonds seien sehr niedrig. Der Risikoappetit sei hoch, die Bären seien fast ganz verschwunden. Auch das sei ein typisches Signal für einen Korrektur. „Am Anfang eines Bullenmarktes sind alle bärisch, am Ende alle bullisch“, erklärt Murray Gunn die typische Anlegerpsychologie, auf die die Elliot Wave-Theorie fußt.
Viel Hörvergnügen bei einer sehr spannenden Podcastfolge der GELDMEISTERIN wünscht Julia Kistner, die sich über Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen sehr freut.
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Foto: Murray Gunn/Unsplash
13 Minuten
Die Frage, die sich die GELDMEISTERIN diese Woche nach dem gemeldeten Auftragseinbruch bei Chipausrüster ASML stellt ist: funktioniert die KI-Chip-Nachfrage tatsächlich nur wie der Schweinezyklus - dazu Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege von Flossbach von Storch in der vorletzten, hörenswerten Podcastfolge der GELDMEISTERIN.
Oder stehen wir beim KI-Boom noch ganz am Anfang des steilen Aufstiegs in der S-Kurve und macht mich die KI bald überflüssig, weil es gar keine Fragen mehr zu stellen gibt?
Faktum ist das der niederländische Chipproduktion-Ausrüster ASML am Mittwoch einen Rückgang beim Auftragseingang von 9,2 auf 3,6 Milliarden Euro gegenüber dem erste Quartal 2023 veröffentlichte. Weniger Nachfrage kommt nicht überraschend, nachdem die Tech-Konzerne im Vorjahr wie wild Chips produziert und gehamstert haben. Analysten waren im Schnitt aber noch zumindest von 4,6 Milliarden Euro ausgegangen.
Techwerte ziehen Bilanz
Umso spannender wird die kommende Woche: Nächsten Mittwoch legt Meta, am Donnerstag Alphabet sowie Microsoft Bilanz. Am Dienstag, den 30.4. veröffentlicht dann Apple Zahlen. Nvidia ist erst 22. Mai dran.
Um der allgemeinen Börsenhektik zu entkommen, setzt ich mir einfach den Hut des Langfristinvestors auf: Einer der größten Gewinner des KI-Trends bleibt sicherlich Microsoft. Ich selbst habe die Aktie seit zwei Jahren in meinem Portfolio und darf mich über eine nahezu Verdoppelung des Kurses freuen. Die Partnerschart mit Open AI war nur noch das i-Tüpfelchen von einer sonst sehr perfekten Unternehmensstrategie von Microsoft-CEO Satya Nadella. Der AI-Vorsprung hilft auch Microsofts Cloudsparte Azure, so die Analysten. Microsoft plant in den nächsten zwei Jahren rund 2,9 Milliarden Dollar allein in die KI Halbleiterproduktion in Japan zu stecken.
Gut mit Generative AI und Cloud im Geschäfit ist auch meine zweites Langfristinvestment, Google-Mutter Alphabet. „Die Google Cloud Next 24“-Tagung letzte Woche hat die Analysten positiv gestimmt. Es wurden die neuen Axion-Chips vorgestellt, die 30 Prozent leistungsfähiger sein sollen als vergleichbare Cloud-Chips des britischen Senkrechtstarters ARM. Die Alphabet-Aktie ist heuer schon wieder mehr als 16 Prozent gestiegen und schwebt auf einer Marktkapitalisierung von schwindelerregenden zwei Billionen US-Dollar
Unterschätzt habe ich Mark Zuckerberg und seinen Meta-Konzern, dessen Social Media Werbe-Geschäft die AI noch einen Mega-Push geben kann mit seinen vier Milliarden Benutzern auf Facebook, Instagram, What´s App und Co. Aber nachdem ich auch einen ETF auf den MSCI World habe, ist dort mein Geld ohnedies zu 1,7 Prozent in Meta investiert.
Fast jeder fünfte Euro meines im MSCI-World-ETF investierten Vermögens fließt in die sechs US-Tech-Giganten Microsoft, Apple, Nvidia, Amazon, Alphabet und Meta. Ganz schön konzentriert, wo ich doch eigentlich mit dem MSCI World in 1500 Aktien breit diversifizieren möchte.
Sehr ungesund sei nicht nur die Konzentration bei der Börsenkapitalisierung, sondern vor allem auch die Gewinnkonzentration auf wenige glorreiche Werte. Gemäß dem Analysehaus Elliot Wave International machen die Gewinne vom Luxuskonzern LVMH und dem Tech-Unternehmen ASML in den letzten 15 Jahren zusammen 27 Prozent der Gewinne der Unternehmen des europäischen Index Stoxx 50 aus. Mehr dazu im großen Podcast-Interview der GELDMEISTERIN am Sonntag mit Murray Gunn von Elliot Wave International.
In dieser GELDMEISTERIN-Wochenshow-folge erfahrt ihr mehr zum Aktien-Leichtgewicht Weight Watchers und dem Investoren-Schwergewicht Cathy Wood. Sie haben momentan eines gemeinsam: Einen schlechten Lauf an der Börse.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner übernimmt keinerlei Haftung.
#Aktien #investieren #podcast
Foto: Unsplash/Igor
Oder stehen wir beim KI-Boom noch ganz am Anfang des steilen Aufstiegs in der S-Kurve und macht mich die KI bald überflüssig, weil es gar keine Fragen mehr zu stellen gibt?
Faktum ist das der niederländische Chipproduktion-Ausrüster ASML am Mittwoch einen Rückgang beim Auftragseingang von 9,2 auf 3,6 Milliarden Euro gegenüber dem erste Quartal 2023 veröffentlichte. Weniger Nachfrage kommt nicht überraschend, nachdem die Tech-Konzerne im Vorjahr wie wild Chips produziert und gehamstert haben. Analysten waren im Schnitt aber noch zumindest von 4,6 Milliarden Euro ausgegangen.
Techwerte ziehen Bilanz
Umso spannender wird die kommende Woche: Nächsten Mittwoch legt Meta, am Donnerstag Alphabet sowie Microsoft Bilanz. Am Dienstag, den 30.4. veröffentlicht dann Apple Zahlen. Nvidia ist erst 22. Mai dran.
Um der allgemeinen Börsenhektik zu entkommen, setzt ich mir einfach den Hut des Langfristinvestors auf: Einer der größten Gewinner des KI-Trends bleibt sicherlich Microsoft. Ich selbst habe die Aktie seit zwei Jahren in meinem Portfolio und darf mich über eine nahezu Verdoppelung des Kurses freuen. Die Partnerschart mit Open AI war nur noch das i-Tüpfelchen von einer sonst sehr perfekten Unternehmensstrategie von Microsoft-CEO Satya Nadella. Der AI-Vorsprung hilft auch Microsofts Cloudsparte Azure, so die Analysten. Microsoft plant in den nächsten zwei Jahren rund 2,9 Milliarden Dollar allein in die KI Halbleiterproduktion in Japan zu stecken.
Gut mit Generative AI und Cloud im Geschäfit ist auch meine zweites Langfristinvestment, Google-Mutter Alphabet. „Die Google Cloud Next 24“-Tagung letzte Woche hat die Analysten positiv gestimmt. Es wurden die neuen Axion-Chips vorgestellt, die 30 Prozent leistungsfähiger sein sollen als vergleichbare Cloud-Chips des britischen Senkrechtstarters ARM. Die Alphabet-Aktie ist heuer schon wieder mehr als 16 Prozent gestiegen und schwebt auf einer Marktkapitalisierung von schwindelerregenden zwei Billionen US-Dollar
Unterschätzt habe ich Mark Zuckerberg und seinen Meta-Konzern, dessen Social Media Werbe-Geschäft die AI noch einen Mega-Push geben kann mit seinen vier Milliarden Benutzern auf Facebook, Instagram, What´s App und Co. Aber nachdem ich auch einen ETF auf den MSCI World habe, ist dort mein Geld ohnedies zu 1,7 Prozent in Meta investiert.
Fast jeder fünfte Euro meines im MSCI-World-ETF investierten Vermögens fließt in die sechs US-Tech-Giganten Microsoft, Apple, Nvidia, Amazon, Alphabet und Meta. Ganz schön konzentriert, wo ich doch eigentlich mit dem MSCI World in 1500 Aktien breit diversifizieren möchte.
Sehr ungesund sei nicht nur die Konzentration bei der Börsenkapitalisierung, sondern vor allem auch die Gewinnkonzentration auf wenige glorreiche Werte. Gemäß dem Analysehaus Elliot Wave International machen die Gewinne vom Luxuskonzern LVMH und dem Tech-Unternehmen ASML in den letzten 15 Jahren zusammen 27 Prozent der Gewinne der Unternehmen des europäischen Index Stoxx 50 aus. Mehr dazu im großen Podcast-Interview der GELDMEISTERIN am Sonntag mit Murray Gunn von Elliot Wave International.
In dieser GELDMEISTERIN-Wochenshow-folge erfahrt ihr mehr zum Aktien-Leichtgewicht Weight Watchers und dem Investoren-Schwergewicht Cathy Wood. Sie haben momentan eines gemeinsam: Einen schlechten Lauf an der Börse.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
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#Aktien #investieren #podcast
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42 Minuten
Absichern mit Teilschutz- und Kapitalschutzzertifikaten
Nach den bereits starken Kursanstiegen seien Kapitalschutz- oder Teilschutzzertifikate ein interessantes Investment. „So kann man noch am Aufwärtstrend partizipieren, ohne das volle Aktienrisiko zu nehmen“, begründet dies Frank Weingarts, Vorstand des Zertifikate Forums Austria.
Zu seinen Lieblingszertifikaten zählen derzeit Aktienanleihen, die bei leicht steigenden oder auch bei seitwärts tendierenden Märkten gut performen. Sie bieten, so wie auch Anleihen, einen fixen Zinskupon an. Dieser liegt meist deutlich über dem Marktzins. Erst am Ende der Laufzeit wird entschieden, ob dem Anleger der Nennwert zu 100 Prozent ausbezahlt wird oder ob ihm stattdessen eine festgelegte Anzahl der zugrunde liegenden Aktie ins Portfolio gebucht wird. „Dagegen hätte ich dann auch nichts, wenn ich grundsätzlich eine positive Meinung zu dieser Aktie habe“, so Frank Weingarts.
Sein ZFA-Vorstandskollege Philipp Arnold hat am liebsten Bonuszertifikate wegen ihres leicht verständlichen Auszahlungsprofils. Am Ende der Laufzeit bekommt man den Wert zum Beispiel der zugrunde liegenden Aktie plus einen Bonus ausbezahlt, sofern während der Laufzeit diese Aktie niemals eine zuvor festgelegte Kurs-Barriere berührt oder unterschreitet.
„Ich habe am liebsten Bonuszertifikate mit einem größeren Abstand zur Barriere, also sehr sicherheitsorientierte Bonuszertifikate", betont wiederum Philipp Arnold, „am Besten mit einem Index als Basiswert. Die haben im Rückblick in fast allen Marktphase funktioniert, sogar beim Corona-Crash.“
In der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN erklären die beiden Zertifikate Forum Austria-Vorstände nochmals sehr verständlich, was Zertifikate überhaupt sind, wieso sie vom aktuell noch höheren Zinsniveau profitieren und dass sie als Schuldverschreibungen ein Emittentenrisiko haben, so wie auch Anleihen. Man erfährt nützliche Tipps, wie man das für sich passende Zertifikat bei der sehr großen Auswahl findet.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
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Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihre Podcast-Gäste übernehmen keinerlei Haftung.
#Zertifikate #Sicherheitspuffer #Kurse #investieren #podcast
Foto: Zertifikate Forum Austria
Nach den bereits starken Kursanstiegen seien Kapitalschutz- oder Teilschutzzertifikate ein interessantes Investment. „So kann man noch am Aufwärtstrend partizipieren, ohne das volle Aktienrisiko zu nehmen“, begründet dies Frank Weingarts, Vorstand des Zertifikate Forums Austria.
Zu seinen Lieblingszertifikaten zählen derzeit Aktienanleihen, die bei leicht steigenden oder auch bei seitwärts tendierenden Märkten gut performen. Sie bieten, so wie auch Anleihen, einen fixen Zinskupon an. Dieser liegt meist deutlich über dem Marktzins. Erst am Ende der Laufzeit wird entschieden, ob dem Anleger der Nennwert zu 100 Prozent ausbezahlt wird oder ob ihm stattdessen eine festgelegte Anzahl der zugrunde liegenden Aktie ins Portfolio gebucht wird. „Dagegen hätte ich dann auch nichts, wenn ich grundsätzlich eine positive Meinung zu dieser Aktie habe“, so Frank Weingarts.
Sein ZFA-Vorstandskollege Philipp Arnold hat am liebsten Bonuszertifikate wegen ihres leicht verständlichen Auszahlungsprofils. Am Ende der Laufzeit bekommt man den Wert zum Beispiel der zugrunde liegenden Aktie plus einen Bonus ausbezahlt, sofern während der Laufzeit diese Aktie niemals eine zuvor festgelegte Kurs-Barriere berührt oder unterschreitet.
„Ich habe am liebsten Bonuszertifikate mit einem größeren Abstand zur Barriere, also sehr sicherheitsorientierte Bonuszertifikate", betont wiederum Philipp Arnold, „am Besten mit einem Index als Basiswert. Die haben im Rückblick in fast allen Marktphase funktioniert, sogar beim Corona-Crash.“
In der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN erklären die beiden Zertifikate Forum Austria-Vorstände nochmals sehr verständlich, was Zertifikate überhaupt sind, wieso sie vom aktuell noch höheren Zinsniveau profitieren und dass sie als Schuldverschreibungen ein Emittentenrisiko haben, so wie auch Anleihen. Man erfährt nützliche Tipps, wie man das für sich passende Zertifikat bei der sehr großen Auswahl findet.
Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihre Podcast-Gäste übernehmen keinerlei Haftung.
#Zertifikate #Sicherheitspuffer #Kurse #investieren #podcast
Foto: Zertifikate Forum Austria
27 Minuten
„Der Börsenhöhenflug spiegle durchaus die Realwirtschaft wieder", sieht Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege von Flossbach von Storch hier momentan keine Abkopplung. Grundsätzlich würden wir auch 2024 ein gutes Börsenjahr sehen, der Aufschwung wäre allerdings breiter und nicht nur wie 2023 auf wenige Werte konzentriert, weniger Konzentration was Sektoren als auch Länder betrifft.
Vorndran vergleicht Nvidia mit Cisco in der Dot.com-Phase. Beides seien sehr gut aufgestellte Unternehmen mit wunderbaren Produkten, nur war Cisco an der Spitze ihres Bewertungszyklus so hoch bewertet, dass auch ein weiterer bombastischer Geschäftsverlauf dieses Kursniveau kaum rechtfertigen konnte. Cisco habe sich die nächsten 23 Jahre weiter gut entwickelt, der Kursverlauf war für viele aber eine Enttäuschung. „Und die Gefahr ist dass die Hoffnung auf KI heute die Bewertung von Nvidia an einem Punkt geführt hat, die auch ein brillianter Geschäftsverlauf nur schwer rechtfertigen kann", rät Philipp Vorndran sich vor allem in den USA umzuschauen nach den vielen anderen starken KI-Playern abseits der Chip-Produzent, die nicht so hoch bewertet sind. Bei der Chip-Produktion herrsche auch ein Schweinezyklus und es bliebe nur zu hoffen, dass die KI tatsächlich so abhebe, dass die vielen neuen Produktionsstandorte auch gebraucht werden.
Vorndran ist ein Aktienmensch, keine Frage. Mit dieser Assetklasse, bei der er auch einen faireren Wert berechnen könne, bestreitet er zu einem erheblichen Teil seine Pensionsvorsorge. Aber Philipp Vorndran besitzt privat auch Bitcoins, die er zu einem Preis von 205 Dollar je Bitcoin gekauft hat und wo er sich nach einem Jahr bei einem Kurs von 1.000 US-Dollar auch wieder ein Viertel seiner Bestände verkauft und damit das Investment glattgestellt hat. Er hat also so viel wieder verkauft wie er investiert hat. Die Gewinne seiner Bitcoins, die er noch hält, sind also Draufgabe. Allgemein eine clevere Spekulationsstrategie.
Derzeit steht der Bitcoin 68.360 US-Dollar. Steigt er auf 100.000 US-Dollar, muss Philipp Vorndran seine Kollegen zu einem ordentlichen Steak einladen. Das wird er sich dann leisten können.
Wie der Kapitalmarktstratege von Flossbach von Storch derzeit noch investieren würde, hörst Du in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die noch folgendes Anliegen hätte:
Petition für KESt-Freiheit der Pensionsvorsorge – bitte unterschreiben!
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/kest-befreiung-der-privaten-vorsorge
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Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihre Podcast-Gäste übernehmen keinerlei Haftung.
#Aktien #Chips #Nvidia #shares #investieren #Vorndran #podcast
Foto: Flossbach von Storch
Vorndran vergleicht Nvidia mit Cisco in der Dot.com-Phase. Beides seien sehr gut aufgestellte Unternehmen mit wunderbaren Produkten, nur war Cisco an der Spitze ihres Bewertungszyklus so hoch bewertet, dass auch ein weiterer bombastischer Geschäftsverlauf dieses Kursniveau kaum rechtfertigen konnte. Cisco habe sich die nächsten 23 Jahre weiter gut entwickelt, der Kursverlauf war für viele aber eine Enttäuschung. „Und die Gefahr ist dass die Hoffnung auf KI heute die Bewertung von Nvidia an einem Punkt geführt hat, die auch ein brillianter Geschäftsverlauf nur schwer rechtfertigen kann", rät Philipp Vorndran sich vor allem in den USA umzuschauen nach den vielen anderen starken KI-Playern abseits der Chip-Produzent, die nicht so hoch bewertet sind. Bei der Chip-Produktion herrsche auch ein Schweinezyklus und es bliebe nur zu hoffen, dass die KI tatsächlich so abhebe, dass die vielen neuen Produktionsstandorte auch gebraucht werden.
Vorndran ist ein Aktienmensch, keine Frage. Mit dieser Assetklasse, bei der er auch einen faireren Wert berechnen könne, bestreitet er zu einem erheblichen Teil seine Pensionsvorsorge. Aber Philipp Vorndran besitzt privat auch Bitcoins, die er zu einem Preis von 205 Dollar je Bitcoin gekauft hat und wo er sich nach einem Jahr bei einem Kurs von 1.000 US-Dollar auch wieder ein Viertel seiner Bestände verkauft und damit das Investment glattgestellt hat. Er hat also so viel wieder verkauft wie er investiert hat. Die Gewinne seiner Bitcoins, die er noch hält, sind also Draufgabe. Allgemein eine clevere Spekulationsstrategie.
Derzeit steht der Bitcoin 68.360 US-Dollar. Steigt er auf 100.000 US-Dollar, muss Philipp Vorndran seine Kollegen zu einem ordentlichen Steak einladen. Das wird er sich dann leisten können.
Wie der Kapitalmarktstratege von Flossbach von Storch derzeit noch investieren würde, hörst Du in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die noch folgendes Anliegen hätte:
Petition für KESt-Freiheit der Pensionsvorsorge – bitte unterschreiben!
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/kest-befreiung-der-privaten-vorsorge
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Risikohinweis: Das sind keine Anlageempfehlungen. Julia Kistner und ihre Podcast-Gäste übernehmen keinerlei Haftung.
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