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  3. Close Up. Ein Podcast übers Filmemachen Podcast

Episoden

2 Stunden 15 Minuten
Susanne Bormann trifft Gerrit Hermans, der seit vielen Jahren als Kinoautor tätig ist und sich im Verband der Autor:innen für die Belange seines Berufsstandes engagiert. Das Gespräch fand im Juli 2025 statt.

Im Mittelpunkt steht die Situation von Drehbuchautor:innen in Deutschland: Was hat sich in den vergangenen Jahren bereits verändert und wo liegt Entwicklungspotenzial, um gute Bedingungen für die Entstehung ausgereifter Drehbücher zu schaffen? Außerdem geht es darum, warum es für Autor:innen wichtig ist, sich zusammenzuschließen, sich auszutauschen und gemeinsam für die Belange ihres Gewerkes einzustehen – damit es auch in Zukunft attraktiv bleibt, für das Kino zu schreiben, und der Berufsstand weniger von Selbstausbeutung geprägt ist.

Ein Podcast der Deutschen Filmakademie.

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Filmografie

Podcast: Neue Drehbuchförderung – Der Weg zum Geld

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Susanne Bormann Agentur

Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel

Musik: Martin Todsharow

Fotos: Mattia Tezzele, Ben Wolf

Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. · Jule Bartram, Sarah Hoffmann

Kapitel

00:00:00 Thematischer Überblick und kurze Einführung in den Arbeitsalltag

00:07:30 Gretchenfrage und Biografisches anhand der Entwicklung der allgemeinen Lage für Autor:innen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten

00:19:58 Resilienz und Krisenmanagement / Entstehung von Kontrakt 18

00:31:42 Was hat sich durch Kontrakt 18 verändert?

00:38:25 Missverständnisse und Kontroversen um Kontrakt 18

00:41:02 Veränderungen und positive Entwicklungen durch Kontrakt 18, Teil 2

00:49:40 Tradition des Autorenkinos in Deutschland

00:59:51 Lebensrealität von Kinoautor:innen in Deutschland – wie attraktiv beziehungsweise unattraktiv ist dieser Beruf?

01:11:50 Warum der Beruf als Autor:in im jetzigen System zur Selbstausbeutung verleitet und wie viel man unentgeltlich in Vorleistung geht

01:22:38 Herausforderungen im Entstehungsprozess der Bücher und im Umgang mit Kritik

01:28:53 Wie finanziert man die Buchentwicklung und bis zu welchem Zeitpunkt sieht man meist noch kein Geld?

01:33:35 Der Zwiespalt, dass man als Autor:in einerseits ein ganz dickes Fell und parallel dazu ein Höchstmaß an Sensibilität braucht, und die Frage, wie man Kritik konstruktiver gestalten könnte

01:43:02 Was ändert die Filmförderreform an der Situation der Autor:innen?

01:51:11 Entwicklungspotenzial und Anregungen zur Verbesserung

02:02:08 Was wird sich durch KI verändern?
1 Stunde 37 Minuten
Susanne Bormann trifft Dirk Beinhold, Geschäftsführer der Firma Akkord Film, die sich erfolgreich dem Kinderanimationsfilm verschrieben hat. Im Gespräch geht es um die Stoffentwicklungsabteilung als Kernkompetenz des Unternehmens, darum, warum im Animationsfilm die netteren Menschen arbeiten und was ihm sein Studium sowie sein Arbeitsaufenthalt in den USA für das Produzieren in Deutschland gebracht haben – zum Beispiel die Erkenntnis, dramaturgische Entwicklung und Marketing miteinander zu verknüpfen.

Außerdem geht es um filmpolitische Themen, etwa um das Missverhältnis zwischen der Bedeutung von Kinderfilmen für Gesellschaft und Demokratiebildung und den Geldern, die dem Kinderfilm zur Verfügung stehen. So werden beispielsweise beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen nur zwei Prozent der Mittel für Kinderformate ausgegeben, obwohl Kinder zwölf Prozent der Bevölkerung ausmachen und Medieninhalte sie stark und nachhaltig prägen.

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Dirk Beinhold Filmografie

akkord film

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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel

Musik: Martin Todsharow

Fotos: Mattia Tezzele, Akkord Film

Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. · Jule Bartram, Sarah Hoffmann

Kapitel

00:00:00 Biographie und Vorstellung

00:05:49 Gretchenfrage

00:10:17 Benefit von den Arbeitsjahren in den USA im Bezug auf Stoffentwicklung

00:19:25 Kernkompetenz der Akkordfilm: Die Dramaturgie- und Stoffentwicklungsabteilung

00:24:59 Unterschiede in der Herstellung im Vergleich zum Realfilm

00:32:08 Wie entsteht die künstlerisch-kreative Welt im Animationsfilm

00:43:32 Die Höhen und Tiefen der Firma

00:51:12 Selbstfürsorge und Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie in der Firmenstruktur und im Arbeitsklima

00:55:50 Das Reizvolle und die Besonderheiten am Kinderfilm

01:00:29 Möglichkeiten und Verantwortung vom Kinderfilm für die Gesellschaft und die Demokratieförderung

01:10:29 Auch Streamer investieren nicht in deutsche Animation, obwohl das mit die erfolgreichsten Produkte sind

01:16:35 Ausbildung im Bereich Animation

01:21:11 Die wichtigsten Partner und Wegbegleiter

01:24:48 Was möchtest du jungen Filmemachern mitgeben? Über den Vorteil, nicht zu ehrfürchtig zu sein
2 Stunden 4 Minuten
„Das Vicky“ nannte Simone Bär ihren damaligen Schützling, weil sich die Schauspielerin Vicky Krieps auch schon in ihren Anfangsjahre jeglicher Zuschreibung entzog. Susanne Bormann spricht mit der Präsidentin der Deutschen Filmakademie über die Suche nach Wahrhaftigkeit in der Glamour-Scheinwelt des Filmes, wie sich ihre internationale Karriere entwickelt hat und sie eines Tages mit Paul Thomas Anderson und Daniel Day Lewis am Set von „Der Seidene Faden“ stand.

Es geht um Aufrichtigkeit im Spiel, das „nicht reagieren müssen“ und aushalten von Stille aber auch um Rollenbilder von Frauen im Film und der Gesellschaft.

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Vicky Krieps Filmografie

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Susanne Bormann Agentur

Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel

Musik: Martin Todsharow

Fotos: Mattia Tezzele, Florian Liedel

Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram

Technische Umsetzung: Sarah Hoffmann

Kapitel

00:09:02 Filmfestspiele in Venedig mit Jim Jarmuschs Film „Father Mother Sister Brother“

00:15:36 Biografie

00:21:10 Die Rolle kommt und lädt mich ein auf dieses Treffen - Auswahl an Rollen

00:28:42 Gretchenfrage

00:35:50 Die Suche nach Wahrhaftigkeit und einem leeren freien Raum

00:42:30 Mutter sein und drehen, gleich zu Beginn der Karriere

00:51:35 Der Weg zum internationalen Durchbruch mit Daniel Day Lewis in „Der Seidene Faden“ von Paul Thomas Anderson

01:05:48 Der Dreh mit Daniel Day Lewis, dem Angstgegner vieler Schauspielkolleg:innen

01:19:10 Familien-Background

01:29:34 Unterschiede zwischen internationalen und deutschen Produktionen in der Arbeitsweise

01:36:43 Das Aneignen von Figuren und über das „nicht reagieren müssen“ und Aushalten von Stille

01:45:42 Erwartungen an die Rolle als Frau, Schauspielerin und Mutter

01:57:54 Der Spagat zwischen Ehrlichkeit, unangepasster Frau und Pressearbeit
2 Stunden 45 Minuten
Bevor der Regisseur İlker Çatak seinen durchschlagenden Erfolg mit dem Oscar-nominierten und vielfach ausgezeichneten Film „Das Lehrerzimmer“ feierte, erfuhr er neben einigen kleineren Erfolgen auch Ablehnung auf seinem Werdegang zu einem der gefeiertsten Regietalente Deutschlands.

In den zwei „Welten“ von Istanbul und Berlin aufgewachsen, ist für İlker Çatak Ambivalenz das wichtigste Kriterium für den Kinofilm und er sieht sich in der Verantwortung, den Zuschauenden keine Meinung vorzuschreiben. Mit Christian Schwochow spricht er darüber, wie Ablehnung auch ein Motor sein kann, über Selbstzweifel als ein ständiger Begleiter, Rassismuserfahrungen im Zusammenhang mit der Pressearbeit zu „Das Lehrerzimmer“, darüber wie konstante Beziehungen diese von Unvorhersehbarkeiten geprägte Arbeit erleichtern und warum es dennoch wichtig bleibt, sich auch mit neuen Partner:innen immer wieder neu zu erfinden.

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Christian Schwochow Facebook und Instagram

Christian Schwochow Agentur

Schnitt: Rainer Schwochow

Aufnahme: Sonnenstudio

Musik: Martin Todsharow

Fotos: Florian Mag, Mattia Tezzele

Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens

Technische Umsetzung: Sophie Niethe

Kapitel

00:00:00 Intro

00:01:14 Gretchenfrage und Kindheit im Wedding in den Achtzigern

00:08:29 Kulturschock und Desillusionierung mit dem Umzug nach Istanbul

00:20:07 Zurück nach Berlin – Zum Zivildienst, um dem türkischen Militär zu entgehen

00:28:23 Erste Gehversuche beim Film

00:38:26 Nach Studienabbruch zahlreiche vergebliche Versuche an Filmhochschulen genommen zu werden

00:45:55 Hamburg Media School

00:55:54 Wie die harte Schule der zahlreichen Ablehnungen zu enormer Gewissenhaftigkeit bei den Hochschul-Filmen führte

01:00:45 Auserwählt für das Auslandsprojekt der Hamburg Media School mit dem Film „Sadakat" in Istanbul

01:11:29 Die Vor- und Nachteile immer wieder mit denselben Leuten zu arbeiten und wie wichtig neue Impulse sind, um nicht stehen zu bleiben

01:25:55 Erfolg und Misserfolg

01:44:02 Handwerkliche und inhaltliche Arbeit mit Kamerafrau Judith Kaufmann

01:55:10 Die Angst, nicht gut genug zu sein und irgendwann „aufzufliegen“ / Kino vs. Fernsehen

02:01:37 Das Lehrerzimmer: später, kometenhafter Erfolg und Rassismus-Erfahrungen im Zuge der Pressearbeit

02:15:20 Zusammenarbeit und Zusammenwachsen mit dem Produzenten Ingo Fliess von if Productions

02:27:11 Warum İlker sich zumeist für weibliche Hauptfiguren entscheidet

02:32:58 Arbeit mit den Schauspielenden – Der Raum, den es braucht um sich fallen zu lassen und sich wirklich zu öffnen

02:43:30 Outro
2 Stunden 33 Minuten
Gemeinsam mit seinem Bruder Jonas führt Jakob die noch recht junge Produktionsfirma Weydemann Brothers, deren Filme, z.B. „Systemsprenger“, zahlreiche internationale Preise gewonnen haben. Auch die Beziehungen zu den Talenten denken die Weydemanns langfristig und familiär – Vertrauen und gemeinsames Wachsen sehen sie als Basis für das Entfalten von kreativem Potential. Susanne Bormann spricht mit Jakob Weydemann über die Suche nach noch nicht gesehenen Geschichten und nicht gehörten Perspektiven, darüber, wie die benötigten Konsensentscheidungen zu vieler Fördertöpfe kreative und außergewöhnliche Stoffe hemmt und warum es sich trotzdem lohnt, Stoffe fürs Kino zu entwickeln, obwohl die Streamer unkomplizierter und schneller die Gelder zur Verfügung stellen. Jakob hat sich in den vergangen Jahren intensiv für eine grundlegende Reform der Förderstrukturen in Deutschland eingesetzt und hat uns die anstehende Filmförderreform im Detail erläutert und verständlich gemacht, welche positiven Änderungen uns hoffentlich erwarten – auch wenn wenige Woche nach dem Gespräch durch die politischen Ereignisse nun wieder alles offen ist.

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Website Weydemann Bros.

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Susanne Bormann Agentur

Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel

Musik: Martin Todsharow

Fotos: Mattia Tezzele, Jakob Weydemann

Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens

Technische Umsetzung: Sophie Niethe

Kapitel

00:00:00 Erste Filmbegeisterung bei der Hamburger Sneak-Preview und Produktionserfahrungen im Schultheater

00:11:14 Gretchenfrage und die Magie ein Projekt von der ersten Idee bis zum Ende zu begleiten

00:18:55 Internationales Studium in Barcelona und USA – erste Kurzfilme: mit viel Risiko und Neugier hinaus in die Welt

00:30:30 Erster Langfilm mit Damian John Harper „Los Angeles“ – ein Projekt entgegen aller Wahrscheinlichkeiten

00:39:21 Bewusstes gestalten der eigenen Firmenphilosophie und des Familiengedankens

00:46:21 Durchbruch und Überraschungserfolg mit „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt

00:56:20 Weitere waghalsige Projekte, z.B. „Niemand ist bei den Kälbern“ während der Corona-Zeit

00:05:19 Neue Perspektiven: „Ivie wie Iwie“ von Sarah Blaßkiewitz

01:16:21 Flexible Verleihstrategie für „kleinere“ Filme am Beispiel von „Ivie wie Ivie“ ohne großes Marketing-Budget

01:19:40 Für und Wider von Sperrfristen, vor allem in Bezug auf Arthouse-Produktionen

01:34:20 Widerstände im Entwicklungsprozess für mutige, ungewöhnliche Themen – der nötige Konsens der vielen Fördertöpfe

01:41:29 Unterschiede im kreativen Prozess bei einem unabhängigen Kinofilm und einer Streamer-Auftragsproduktion

01:50:22 Die anstehende Reform der Filmförderung: Steueranreizmodell und Investitionsverpflichtungen von Streamern

02:03:11 Filmfördergesetz – was soll sich im Detail ändern?

02:08:39 Was bedeuten die Änderung insbesondere für den Arthouse-Film?

02:17:07 Den Prozess familiär denken – Arbeiten mit dem Bruder, Arbeitsbeziehungen langfristig als Film-Familie denken

02:25:03 Familienfreundliches Produzieren
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Über diesen Podcast

Einblick ins Filmemachen: Jede Woche sprechen die Filmakademie-Mitglieder Susanne Bormann und Christian Schwochow im Wechsel mit ihren Kollegen aus unterschiedlichen Gewerken darüber, wie ein Film eigentlich entsteht und was das Besondere ihres Berufes ist.
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„Close Up. Ein Podcast übers Filmemachen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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