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7 Tage 1 Song Archiv

344 Episoden
12 Minuten
Tocotronic singen:

Und ich hielt mich fest an deinem ausgestreckten Arm

Das ist die Geschichte, wie ich mir selbst entkam

Das hört sich an wie Psalm 18: „Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich und zog mich aus großen Wassern.“

In der Katastrophe bin ich nicht alleine. Und vielleicht bekomme ich durch die Brüche und die Katastrophen ein neues Bild von mir selbst – in der Katastrophe habe ich das Gefühl ich oder ein Teil von mir schaut neu – anders auf mich - „Und du sahst mich an“ In diesem Moment wird der Mensch gesehen, in dem Moment, wo ich „Ansehen“ erfahre, wirklich erkannt werde, bis auf den Grund meiner Seele. In diesem Blick zerfällt das falsche Selbst – das, was wir aus Konventionen, Ängsten oder Lügen aufgebaut haben. 

In der Bibel begegnen uns solche Situationen an verschiedenen Stellen zum Beispiel bei Paulus und seinem Bekehrungserlebnis. Paulus begegnet Jesus in einem großen Licht

An diesem Tag zerbarsten Zeit, ein greller Blitz auf Zelluloid

Und obwohl ich ängstlich war, trat ich näher und ich sah… einen Bruch der Konvention

Es gibt die Begegnungen, die alles verändern, die neue Wege aufzeigen, aber eben auch erstmal alles durcheinanderwerfen. Der Song will Mut machen damit zu rechnen und wie ein anderer Song auf dem Album, dann eben Jeden Tag einen neuen Song“ zu schreiben.

In unserem Song heißt die Einladung: Komm mit mir mit in eine Möglichkeit

Das ist eine Geschichte vom neu werden – es geht darum sich selbst zu verändern und zu erkennen, dass diese Veränderung manchmal notwendig ist. Ich finde es schön, sich das mit Tocotronic so vorzustellen, dass ich bei dieser Veränderung nicht alleine bin.

Der Song holt mich raus aus dem Um-mich-selbst-Kreisen und sagt mir, es kommt darauf an sich zu begegnen, sich anzusehen und dann beginnt das Abenteuer der Verwandlung.

Foto Noel Richter

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12 Minuten
In dieser Folge ist Marcus S. Kleiner dabei, zeitgleich mit dem Erscheinen seines Buches im Reclam Verlag „Keine Macht für niemand.“ Es erzählt darin die Geschichte Deutschlands anhand der Begleitung durch die Pop-Kultur. Er legt sein Schwergewicht auf Songs die Mut machen an einem „Wir“ an einem „Zusammen“ festzuhalten, auch wenn Nationalisten und Rassisten von Spaltung reden bzw. schreien. Insofern zeigt er in welcher Weise Musik politisch ist aber auch Kraft schenken kann.

Für unsere Folge hat er sich einen Song der Broilers ausgesucht, mit deren Sänger Sammy Amara hat er für das Buch ein Interview geführt.

So wirft dieser Song die Frage auf, was ist mit Liebe und Mitgefühl, wenn an den Landesgrenzen oder den Grenzen Europas auf einmal grenzenlose Menschenverachtung und brutale Ausgrenzung herrscht.

Doch du bist nur ein Land. Wir gestalten dich, du

Wirst regiert, du regierst mich nicht.

Was willst du mir erzählen, was soll ich denn

Spüren? Liebe zu dir vor verschlossenen Türen?

Du bist nur ein Land

Marcus bespricht in seinem Buch Songs, die generell die Möglichkeit positiver Veränderung in sich tragen. Die Songs glauben auch wenn sie manchmal rauh und roh sind an einen Fortschritt in der Gesellschaft. Die Musik in Verbindung mit dem Text fördern das Vertrauen und die Fantasie die Zustände, die nicht stimmen verändern zu können. Im Buch werden Songs aus dem Zeitraum 1945 bis 2025 besprochen und es gibt da die Solidarität mit den Menschen, die es nicht so leicht haben oder auch mit der Natur, die sich nicht wehren kann.

Marcus und ich würden uns freuen, wenn ihr uns schreibt, wie Pop und Politik im Blick auf die deutsche Gesellschaft für euch zusammenhängen. Gibt es bei euch Bildungsprozesse und Herztöne, die mit Songs verbunden sind. Wir freuen uns, wenn ihr uns Songs nennt, oder auch mehr erzählt.

Foto Robert Eikelpoth

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11 Minuten
Diese Folge wird von Dr. Bettina Förster von der Evangelischen Akademie in Rheinland gestaltet.

https://kirche-und-digitaler-wandel.ekir.de

Wir erinnern mit dieser Folge an Hanns Dieter Hüsch, der heute am 6.Mai 2025 100 Jahre alt geworden wäre.

Hüsch hat ein wunderbar poetisches und alltagsnahes Bild von Gott  - eben dass „Gott Fahrrad durch Dinslaken fährt“ Da begegnet uns kein allmächtiger, distanzierter Herrscher, sondern ein liebenswerter, menschennaher Gott – einer, der mitten unter den Menschen ist. Auf dem Fahrrad, leise durch die Straßen rollend, zeigt sich Gott als Begleiter im Alltag, als jemand, der sich nicht zu schade ist, durch die kleinen, unscheinbaren Orte des Lebens zu fahren.

Gott begegnet freundlich, humorvoll, sanft – nicht bedrohlich oder strafend. Es geht da nicht um richtig oder falsch glauben, sondern es geht um Wärme und Begegnung – und immer auch ums Schmunzeln und das Schwere nicht zu schwer zu nehmen.

Hüsch hatte immer einen Blick für die Leute, die sich anstrengen es gut zu machen – aber so einfach ist das nicht in einer Welt, die eben oft gar nicht so gut ist.

Und seine Texte sind so frisch und aktuell, weil sie Ansagen in eine manchmal schon kaputte Welt sind – Ansagen was nicht richtig ist, aber auch Ansagen, die von einer Hoffnung erzählen, die da ist.

Unser Songtitel „Ich singe für die Verrückten“ ist keineswegs abwertend gemeint. Hüsch singt für die „Verrückten“, nicht über sie – Menschen, die aus der Norm fallen, die querdenken, träumen, zweifeln, lieben, scheitern, hoffen. Er meint diejenigen, die sich nicht anpassen, die nicht ins Raster passen, die unbequem sind oder zartbesaitet. Für Hüsch sind sie die wahren Menschen. Die, die uns an das erinnern, was wir im Funktionieren oft verlieren: Empathie, Fantasie und Sehnsucht.

Ich sing für die Traurigen, die Verwirrten, die Zärtlichen,

für die Schüchternen, die Ungebändigten, die Verletzlichen.

Diese Zeilen offenbaren seine tiefe Solidarität mit den vermeintlich Schwachen – und machen deutlich, dass für Hüsch genau dort die Kraft liegt, die die Welt verändert. Nicht in den Lauten, den Machtbesessenen, den Gierigen.

In einer Welt, die oft auf Effizienz, Norm und Konformität setzt, war Hüsch ein sanfter Störenfried. Seine Worte wirkten nie wie Schläge – sie wirkten wie Tropfen, die den Stein höhlen. „Ich sing für die Verrückten“ ist ein Bekenntnis zu all jenen, die unbequem menschlich sind – und damit unbequem wichtig.

Zum 100. Geburtstag erinnert uns dieser Song daran, dass es oft die „verrückten“ Seelen sind, die den Mut haben, anders zu träumen – und dass wir ihnen zuhören sollten. Hüsch selbst war einer von ihnen: ein leiser Revolutionär mit Worten.

Foto Wilfried Wittkowsky

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9 Minuten
Hier sind wir in der Schöpfungsgeschichte des Rock. 1955 – Let there be Sound – an there was Sound.

Ganz biblisch geht es hier um den Urknall der den Rock´n´Roll losgetreten hat.

Vielleicht brauchen wir aber gerade in Zeiten der Krisen und des Durcheinanders feste Bezugspunkte, Sachen, die immer da sind, auf die ich mich verlassen kann – die dadurch Halt und Sicherheit geben. Ich denke wir fahren zurzeit mit unseren Lebensschiffen durch das Meer der Aufregung – da brauchen wir auch Inseln der Gelassenheit – wo nichts passiert was uns überrascht, sondern er ist wie immer und es ist schön.

So können AC/DC auch dafür stehen, dass es manchmal darauf ankommt – nur bei einer Sache zu bleiben, diese Sache zu vertiefen, sich nicht zu verzetteln – Let There Be Rock – Sound, Light, Drums, Guitar

Let There Be Light – And There was Light, die News die Tchaikovsky in Roll Over Beethoven erfahren hatte und die News die Jesus hier verkündigt die drehen sich darum, dass ich mich für das Licht einsetze, wenn der weiße Schmalz und der schwarze Blues aufeinander treffen dann eben nicht den Blick zu senken und Dunkelheit verbreiten und irgend etwas auszugrenzen und wegzumachen sondern, den AC/DC Geistesblitz groß werden zu lassen – es zusammen klingen zu lassen – Let There Be Sound – and there was Sound – insofern sind wir alle mit leuchtenden Augen eingeladen uns von dieser einfachen aber einfach großartigen Musik fröhlich machen zu lassen.

Wenn wir wissen worauf es ankommt, dann geht es auch einfach – ich muss es eben nur machen.

Foto  Keith Morris, Atlantic Records
13 Minuten
Der Song Radio Rebelde von The Baboon Show ist eine Hymne an den Widerstand, die Freiheit und die Rebellion gegen Unterdrückung. Der Titel „Radio Rebelde“ bezieht sich auf den gleichnamigen kubanischen Radiosender, der 1958 von Che Guevara und der Rebellenbewegung der kubanischen Revolutiongegründet wurde, um revolutionäre Botschaften zu verbreiten.

Ich finde hier treffen sich rebellische Musik und rebellische Theologie – ich stelle euch mit dem Song drei Befreiungstheologen vor! Mit in der Folge sind Menschen, die mit mir The Baboon Show Live in Köln gesehen haben.

You are not alone! Wir sind nicht allein! Wir sind Radio Rebelde! 

Revolution rocks!

Wir stehen heute vor den gleichen Herausforderungen wie Ernesto Cardenal, Leonardo Boff und Camilo Torres. Es gibt immer noch Ungerechtigkeit, immer noch Ausgrenzung, immer noch Menschen, die sagen: „Das ist nicht dein Kampf.“

Ernesto Cardenal sah in der Dichtung nicht nur eine ästhetische Ausdrucksform, sondern ein politisches Instrument gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. 

Leonardo Boff betont die Bedeutung einer gerechten und solidarischen Gesellschaft, in der die Armen und Unterdrückten eine zentrale Rolle spielen. 

Camilo Torres hatte also die Vorstellung aus, dass Jesus, wenn er heute lebte, sich nicht von der Gesellschaft und den bestehenden Machtstrukturen zurückziehen würde, sondern aktiv gegen das Unrecht und die Ungerechtigkeit kämpfen würde. 

Übrigens machen meine Gäste in dieser Folge als Schallhärte wundbaren Seniorpunk. https://seniorpunk.jimdofree.com

In diesem Video könnt ihr uns alle mitsingen hören und am Ende gibt es das schöne „You Are Not Alone“ Banner zu sehen! https://youtu.be/tBZwFxlDkT4

Foto Andreas Langfeld

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11 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über Themen wie Traurigkeit und Depression. Bitte höre diese Episode nur, wenn du dich dazu bereit fühlst. Wenn es dir selbst nicht gut geht, hol dir Hilfe. Du kannst Dich beispielsweise an die Telefonseelsorge unter 08001110111 wenden. 

Terminservicestellen findest du unter der Nummer 116117 https://www.eterminservice.de/terminservice

Psycotherapeut*innen Suchportal: https://www.therapie.de/psyche/info/ oder

https://www.bptk.de/patient-innen/#psychotherapeutensuche

Warum muss die Fassade halten?

Menschen, die sich selbst keine Liebe schenken, sondern sich ständig bemühen, anderen zu gefallen und nach außen hin stark zu wirken und alles im Griff zu haben, werden auch als People-Pleaser bezeichnet. Dieses Verhalten beginnt häufig schon früh in der Kindheit, wo Kinder lernen, dass sie nur geliebt werden, wenn sie bestimmte Erwartungen erfüllen. Dadurch entsteht eine große Unsicherheit und Angst vor Ablehnung. People-Pleasing ist anstrengend und kann auf lange Sicht auch psychisch krank machen. Der Grund liegt darin, dass People-Pleaser die eigenen Bedürfnisse und Wünsche vernachlässigen. Obwohl man materiell scheinbar „alles hat“, fehlt es an einer ganz zentralen Stelle: das eigene Leben authentisch zu leben und echte, tiefe Beziehungen zu erfahren.

Warum ist man nur so traurig, obwohl man eigentlich alles hat?

Warum verteilst du so viel Liebe, doch gibst dir selber keine ab?

Warum muss die Fassade halten, die du dir aufgebaut hast?

Jetzt hört ihr Theresa eine Psychologin

Ich gebe alles. Ich tue das, was von mir erwartet wird – für den Job, die Familie, die Freunde. Ich „funktioniere“ im Alltag. Ich gehe die Extrameile und schleppe mich krank zur Arbeit, um den Kollegen nicht zur Last zu fallen. Und doch fühle ich mich immer wieder überfordert, traurig und total erschöpft – wie im Song mal dumpfer und mal klarer. Was ist nur los mit mir?

Viele Menschen erleben diese Gedanken und Gefühle jeden Tag – aber „normal“ ist es nicht. Ganz im Gegenteil: Häufige Traurigkeit und Erschöpfung sind wichtige Hinweise – und manchmal ein regelrechter Hilfeschrei des Körpers, dass gerade etwas im Leben nicht stimmt. 

Der tolle Song von Pauluvka thematisiert das alles.

In Gedanke 1+2 hört ihr die Psychologin Theresa und in Gedanke 3 könnt ihr den Interpreten des Songs hören!

Foto @jakobwhaleart

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15 Minuten
In dieser Folge erzählt euch Mira wie das bei ihr mit dem Heimweh ist. Ich glaube, Menschen die eine Beziehung zu Köln haben, oder sogar von dort kommen, die können Heimweh noch tiefer fühlen als andere Menschen. Schon alleine die Zahl der kölschen Songs, die von Heimweh handeln, sprechen dafür.

Unseren Song der Woche hat Mira in ihrer Trauerphase kurz nachdem ihre Mutter verstorben ist sehr begleitet wenn sie in Zügen zwischen Wien und Köln saß lief der Song in Dauerschleife.

Heimat ist in diesem Song nicht nur ein Ort ist, sondern auch ein Gefühl des Menschen. Heimweh kann in diesem Zusammenhang auch eine sind aber eben auch eine zeitliche Dimension haben - es ist etwas Vergangenen auf das ich mit einer Wehmut draufschaue; Heimweh kann da auch ein Gefühl von Dankbarkeit ich habe einen Erfahrungs-Schatz und wenn ich mir diesen Schatz ansehe, kann das gleichzeitig trösten und traurig machen – verrückt aber wahr. 

Heimweh kann traurig machen, wenn Erinnerungen wach werden. Doch Heimweh ist auch ein schöner Schmerz. Es zeigt, dass es einen Ort gibt, der tief in uns verwurzelt ist, einen Ort, der uns geprägt hat und nach dem wir uns sehnen, weil er Teil von uns ist. Im Song sind es Konzerte, schöne Abende oder der erste Kuss, dann kann sich Heimweh wie ein Sonnenstrahl auf der Haut anfühlen. Heimweh erinnert uns daran, dass wir lieben, dass wir verbunden sind, dass wir irgendwo auf dieser Welt ein Zuhause haben, dass wir lebendig sind – und genau das macht diesen Schmerz auf seltsame Weise tröstlich.

Es gibt in der Bibel die Geschichte wo Jakob am Jabbok mit G*tt kämpft, er muss nach dem Kampf hinken und nennt diesen Ort dann „G*ttes Angesicht“ – ganz am Ende der Geschichte steht dann der Vers (Genesis 32,32):Die Sonne schien bereits auf Jakob, als er durch die Stadt mit Namen G*ttes Angesicht zog; er hinkte an seiner Hüfte. – Köln ist eine wunderbare Stadt, um um die Häuser zu ziehen und es gibt auch viele Umzüge durch die Stadt – lauft doch mal durch Eure Stadt wenn die Sonne auf euch scheint und denkt euch, das was ich da alles erlebt habe, das hat was mit G*ttes Angesicht zu tun. – vielleicht scheint dann die Sonne öfter auf euch – Em Herze Sunneshing heißt es in Köln. In Gedanke 3 zieht Mira mit Sonnenschein im Gesicht und im Herzen durch Köln und nimmt euch mit.

Foto Moritz „Mumpi“ Künster

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10 Minuten
Doechiis Song über Angst ist mit dem Sample des Songs „Somebody That I Used To Know“ aufgebaut. Manchmal verlieren wir uns selbst ins unseren Ängste und erkennen uns nicht wieder. Wer bin ich eigentlich – Pastor Quinton Ceasar sagt dazu im Podcast: „Diese Erfahrung ist für viele Menschen Realität - besonders für jene, die zusätzlich mit Rassismus und andere Diskriminierungsformen konfrontiert sind.  Psychische Gesundheit ist deshalb eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wenn wir über Angst oder Angstzustände sprechen, sprechen wir auch über ein Gefühl, beobachtet zu werden, die Schwierigkeit, negative Gedanken abzuschütteln, und den Kampf, authentisch zu bleiben in einer Welt, die uns zum Schweigen bringen will.Selbstfürsorge ist gerade deshalb kein egoistischer Luxus, sondern ein grundlegender Akt des Widerstands. Wie Audre Lorde uns erinnert, ist die Sorge um uns selbst ein Akt der politischen Kriegsführung in einer Welt, die unsere Selbstzerstörung erwartet.“

Die Melodie von Gotyes „Somebody That I Used To Know“ in Anxiety verstärkt dadurch das Gefühl: „Ich habe mich selbst verloren – so wie du jemanden verloren hast.“ Wir können uns gegenseitig helfen uns anzunehme, indem wir uns als Menschen begegnen und nicht bewerten

Quinton sagt im Podcast: „Lasst uns gemeinsam eine Welt schaffen, in der wir alle frei atmen können - frei von der Last der Angst, des Rassismus und anderen Unterdrückungsmechanismen.

Eine Welt, in der wir nicht nur überleben, sondern gedeihen können.

In 2. Timotheus 1,7 heißt es: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Du musst die Angst nicht verdrängen, aber du kannst lernen, mit ihr umzugehen. Die Kraft liegt in deiner Resilienz, die Liebe im Mitgefühl mit dir selbst, und die Besonnenheit in der Fähigkeit, auch in Angstmomenten klar zu denken. Der Satz aus der Bibel erinnert daran, dass wir mehr in uns tragen als nur Furcht – und dass es möglich ist, trotz Angst in unserer Kraft zu stehen. Also: Die Angst ernst nehmen und dennoch Kraft, Liebe und Besonnenheit finden.

Foto John Jay

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13 Minuten
Dota Kehrs Song zeigt die Notwendigkeit auf, die Grenzen der Menschen besser zu schützen und weniger die Grenzen der Länder, insbesondere bei Menschen, die Schutz suchen.

Es gibt Frontex und Pushbacks, Zäune, Waffen, Flüchtlingsabwehr Konferenzen das Mittelmeer wird ein Massengrab - es gibt Grenzen. Diese Brutalisierung an den Außengrenzen, wo das Menschenleben nicht mehr zählt, wo allein die Abschottung des europäischen Wohlstands gegen den Rest der Welt im Zentrum steht, da geht Menschlichkeit verloren. Jetzt nach der Bundestagswahl sieht es so aus, als ob diese Brutalität auch weiter zunehmen wird, dass sie an Fahrt aufnimmt, dass noch mehr investiert wird in Inhumanität, in Ausgrenzung, in Abschottung und Abschiebung. Das Kirchenasyl ist der Versuch Menschen, die in der Situation sind, abgeschoben zu werden, zu schützen. Es ist oft die letzte Möglichkeit, die bleibt, um Menschen eine Perspektive zu eröffnen.

"Warum schützt man die Grenzen der Staaten so gut und die Grenzen der Menschen so schlecht?" – diese Frage aus dem Lied ist hochaktuell. Menschen auf der Flucht sind oft an ihren psychischen und physischen Grenzen, weil sie auf ihrem Weg Misshandlungen, Angst und Ausweglosigkeit erleben. Kirchenasyl bietet ihnen eine Atempause – einen geschützten Raum, in dem sie nicht nur vor Abschiebung sicher sind, sondern auch wieder zur Ruhe kommen können. Doch Kirchenasyl ist nicht nur ein Schutzraum für die Betroffenen, sondern auch ein Zeichen für die Kirche selbst: Es zeigt, dass Christsein mehr ist als Worte – es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und konkrete Solidarität zu leben.

Mit in der Folge ist Benedikt Kern, ein Theologe, der Kirchengemeinden in Fragen des Kirchenasyls berät https://www.katholisch.de/artikel/46751-theologe-kirchenasyl-entscheidend-fuer-relevanz-der-kirchen

Foto Annika Weinthal

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11 Minuten
Sophie, eine Lehrerin aus Berlin, sagt im Podcast: „Ich kann die Zeile von Ebow so gut nachempfinden. Wenn die Meinungsfreiheit eines der obersten Leitlinien unserer Demokratie darstellt, diese jedoch nur für ausgewählte Menschengruppen gilt, ist es nicht verwunderlich, dass das Vertrauen gegenüber den Medien und der Politik sinkt. Dass der Anteil der Nichtwähler unter den 30-Jährigen größer ist als bei den über 30-Jährigen und dass durch die fehlende Medien- und politische Bildung Radikalisierungsprozesse beschleunigt werden, ist ein Symptom des Versagens der politischen Elite und Wirtschaftsordnung, die Ungleichheiten weiter vorantreibt.“

Und Ebow singt dazu:

Und wir leben hier, wo unsere Trauer nichts wert ist

Wo unser Schmerz ihr größtes Werk ist

Wo alles, was wir gerade sagen

Alles, was wir gerade machen

Alles immer nur verkehrt ist

Wo der Druck nach Rechts kein Druck, sondern ihr Platz ist

Wo der Hass auf uns ihre größte Macht ist

Wo Menschen ertrinken und wenn sie’s doch noch schaffen

Schafft es dieses Land, sie kaputt zu machen

Mir hat dieser Song in der Zeit nach der Bundestagswahl wie Kraft gegeben – für mich ist der Song eine Widerstandshymne. Musik war schon immer ein Mittel, um gesellschaftliche Missstände anzuprangern – und genau das tut Ebow mit Free. Der Song erinnert uns daran, dass Freiheit nicht einfach gegeben ist, sondern immer wieder verteidigt werden muss – besonders dann, wenn sie in Gefahr ist.

Der Song feiert den Mut und die Entschlossenheit all jener, die sich gegen Ungerechtigkeit stellen – genau jene Menschen, die von solchen politischen Angriffen getroffen werden. Er gibt denjenigen eine Stimme, die für ein offenes, solidarisches Miteinander kämpfen und sich nicht einschüchtern lassen.

Auch Sophie lässt sich nicht einschüchtern sie sagt im Podcast: "Das Schöne und deswegen schätze ich meinen Beruf sehr, ist, dass wir in unserem Umfeld immer etwas Hoffnung teilen können und die gemeinsamen Momente genießen sollten. Die Schwere einfach fallen lassen und kurz vergessen, was da draußen passiert. Denn eines ist diese Woche klar geworden: Die Stimmen der jungen Menschen und Minderheiten werden nicht von der regierenden Politik gehört. Von euren Freunden hoffentlich schon. Und dann ist es ganz gleich, ob der Freund auf der Seite von Pro-Palästina oder Pro-Israel steht. Die Limo in der Sonne auf einer Bank oder am Späti mit einem Menschen, der einfach da ist, das zählt. Einfach mal durchatmen. Mehr geht gerade nicht. Das ist meine Interpretation von Free."

Foto Nikolas-Petros Androbik

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15 Minuten
Es gibt Lieder, die stehen schon ganz lange auf meiner Liste und im Kopf habe ich dazu ganz ganz viele Gedanken. Aber alles zusammen ist so durcheinander, dass es keine Folge dieser Reihe wird. Aber dann gibt es auf einmal einen Impuls und dann weiß ich auf einen Schlag – jetzt habe ich die Idee wie es gehen kann.

Der Impuls war eine Frage zu diesem Song auf Nick Caves Format Red Hand Files im Internet. Ganz kurz zu den Red Hand Files, für die, die das nicht kennen: Auf dieser Plattform beantwortet Nick Cave Fragen von Fans und Leserinnen und Lesern zu einer Vielzahl von Themen, darunter Musik, Kunst, Religion, Trauer, Liebe, Leben und Tod. Sie sind ein außergewöhnliches Beispiel für eine zutiefst persönliche und authentische Interaktion zwischen einem Künstler und seinem Publikum. Die Red Hand Files üben eine beinahe therapeutische Wirkung auf ihre Leser aus, sowohl durch die Inhalte als auch durch die Art, wie Nick Cave mit den Fragen umgeht.

Was gibt mir in einer Welt voller Zweifel und Fragen, Kraft zum Glauben, ganz viel von Nick Caves Kunst beschäftigt sich mit dieser Frage.

Nick Cave singt: Ich glaube nicht an eine bestimmte Erscheinungsform G*ttes. Aber wenn ich dich Geliebte anschaue, dann kann ich nur sagen: Ich komme zum Zweifel am eigenen Zweifel, und zwar durch die Liebe. Die Liebe ist genau die Brücke, die zum Glauben führen kann, indem sie mich den Zweifel am eigenen Zweifel lehrt. Ich denke letztlich ist G*tt nichts anderes als diese Liebe. Liebe, die Hoffnung gegen den Zweifel schenkt – den Zweifel, ob ich gut genug bin, den Zweifel, ob eine Sache gut ausgeht – Liebe schenkt Mut und Perspektive, wo ich von mir aus keine Idee habe – also habt euch lieb! – redet so wertschätzend miteinander, wie Nick Cave das in den Red Hand Files und in diesem Song vormacht - Seid füreinander ein Segen.

In Gedanke 2 analysiert der Medienwissenschaftler Marcus.S.Kleiner unseren Song

Ausgabe 306 der Red Hand Files, aus dem Dezember 2024 https://www.theredhandfiles.com/i-used-to-play-into-my-arms-for-my-girlfriend/

Foto @Anton Corbijn, Reprise Records

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10 Minuten
Wenn Motörhead in I Won’t Pay Your Price singen, klingt darin die Weigerung mit sich auf Sachen einzulassen, wo man sich kaufen lässt. Ich finde diese – du kannst mich mal Haltung von Motörhead immer wieder attraktiv. Ich denke dies Haltung haben sie auch zu der Band werden lassen, die sie waren – echt, auf keinen Fall käuflich. Bei Dorotee Sölle entdecke ich das, wenn sie vom Nein zur Welt spricht, einem radikalen „Nein“ zu allem, was Menschen entwürdigt und Leben zerstört. Dieses Nein richtet sich gegen ein System, das uns zwingt, die Regeln eines Spiels zu akzeptieren, dessen Gewinner bereits feststehen. „I won’t pay your price“ ist hier mehr als ein persönlicher Protest: Es ist die Verweigerung, nach den Maßstäben des Marktes zu leben. Sölle fordert ein Nein zu einer Welt, in der Gewinnmaximierung wichtiger ist als das Wohl der Schöpfung. Dieses Nein ist unbequem. Es fordert, dass wir uns den Mächten entgegenstellen, die uns zu Mitspielern machen wollen – selbst dann, wenn uns das unseren Platz an den etablierten Tischen kostet.

Vor einiger Zeit hatte Tobi der Stilletaucher einen Beitrag bei Instagram geteilt - „Setz dich nicht an die Tische, die Jesus umgeworfen hat.“ Genau das ist mein Motörhead Feeling.

Daher mag ich den Satz auch so – denn es ist ein Satz, der nicht nur zur Umkehr aufruft, sondern auch zum Widerstand gegen ein System, das Menschen und Ressourcen gleichermaßen ausbeutet.

Die Tische der Geldwechsler im Tempel stehen dafür, dass wirklich alles zu Geld gemacht wird und es gibt keine Grenzen auch Schützenswertes und Heiliges wird zu Geld gemacht und politischen Einfluss kannst du jetzt auch kaufen – Geld und Kommerzialisierung durchdringt unseren ganzen Umgang – Zeit, Natur, Beziehungen alles wird in Zahlen, Tabellen verwandelt – es geht nur um Profit.

Bei solchen Zitaten und der Ansage, mach da nicht mit, kommt mir immer wieder Dorothee Sölle in den Blick, die mit ihrer Arbeit immer diesen kapitalistischen Geist kritisiert hat – und die Idee hat, dass zu einem gläubigen Leben Mystik und Widerstand gehört – sozusagen zusammen am Tisch sitzen und Tische umstoßen – es kommt darauf an, beides an den richtigen Tischen zu machen. Eben sich nicht mit den falschen Leuten an einen Tisch setzen – es gibt Tische zum Umstoßen.

Foto Desde 1989

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13 Minuten
Inke Hummel – die Person, die heute dabei ist, hatte ein Foto auf Instagram gepostet wo ganz viele CDs in einem Regal zu sehen waren – und die Plüschhülle der Spendierhosen CD der Ärzte war gut zu erkennen – und sofort habe ich mich gemeldet…

Und auf dieser CD ist dann auch noch ihr Lieblingssong, den ich ihr als Song für unseren Podcast vorgeschlagen hatte.

In dem Song ist der Sänger verliebt und kann es nicht sagen. Er weiß einfach nicht, wie man das macht und das ist ja eigentlich bei sehr vielen Dingen im Leben so, gerade auch beim Thema Familie - da haben wir immer so Idylle-Bilder wie Familie so gehen soll. Die kommen aus der Werbung, Filmen oder Instagram. Aber diese Glückseligkeit kommt nicht von alleine, nur weil jetzt ein Baby da ist und schon sind wir die Toffifee Familie. Man muss was dafür tun, dass man das mit den Kindern gut hingekriegt und sich dabei vor allem selbst nicht vergisst. sondern ganz gut fühlt. Dazu hat Inke gerade ein Buch veröffentlicht, dass sehr in diese Richtung geht – das ist der Titel: Inke Hummel, Vom Müssen zum Wollen (ab 20.02)

„Ich muß es dir sagen, jetzt oder nie“

In dieser Songzeile steckt viel drin. Wenn das jetzt nicht klappt, dann ist alles zu spät. Aber ich weiß überhaupt nicht, wie ich das jetzt sagen soll. Im Song erleben wir Farin, wie sich dieser Herausforderung stellt – aber er ist keiner, der alles sofort draufhat, sondern er nimmt uns mit in seine Unsicherheit und wir erleben, wie er in der Auseinandersetzung mit sich selbst wächst. So macht der Song Mut sich solchen Situationen zu stellen und nicht wegläuft. Es ist toll, wenn ich es schaffe in einer jetzt oder nie Situation die richtigen Worte zu finden.

Dazu gibt es im Podcast auch Buchempfehlungen – hier sind sie dann schriftlich:

Inke Hummel, Vom Müssen zum Wollen (ab 20.02)

Kiran Deuretzbacher – Konflikte nutzen statt vermeiden. Wie ihr Streit klar und liebevoll löst und eure Eltern-Kind-Beziehung stärkt

Inke Hummel - Ups, Ich bin schüchtern.

Homepage von Inke Hummel https://inkehummel.de

Foto Jörg Steinmetz

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17 Minuten
Am 19. Februar 2020 erschütterte ein rassistischer Terroranschlag die Stadt Hanau und hinterließ eine Narbe in unserer Gesellschaft, die bis heute schmerzt. Neun Menschen wurden an diesem Abend aus dem Leben gerissen, getötet von einem Täter, dessen Hass auf Menschen mit Migrationshintergrund ihn zu dieser grausamen Tat trieb. Wir erinnern uns und nennen ihre Namen:  Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun und Fatih Saraçoğlu – neun Namen, neun Geschichten, neun Leben, die in einer einzigen Nacht brutal ausgelöscht wurden.

Heute, fünf Jahre später, erinnern wir uns an sie. Wir gedenken ihrer Träume, die sie hatten. Ihrer Familien, die sie liebten. Ihrer Freundschaften, die sie pflegten. Und ihres Lächelns, das in den Herzen ihrer Angehörigen weiterlebt. Aber wir erinnern uns auch an die Fragen, die uns bis heute beschäftigen: Wie konnte es so weit kommen? Warum wurden Warnsignale ignoriert? Und warum fühlen sich viele Menschen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, dennoch wie Bürger zweiter Klasse?

In diesem Kontext gewinnt der Song „Köfte“ von Apsilon eine besondere Bedeutung. Apsilon spricht in „Köfte“ aus, was viele Menschen empfinden: Die Erfahrung von Ausgrenzung, die stille Wut über Alltagsrassismus und die Kraft, die daraus erwächst, sich Gehör zu verschaffen. 

Keiner will es checken, aber keiner hält die Fresse

Der Song beschreibt die Situation, dass sich wenige Personen der Mehrheitsgesellschaft mit der Geschichte der neu dazu gekommenen Mitbürgerinnen und Mitbürger auseinandersetzen will, aber „Keiner hält die Fresse“ – das bedeutet, es wird einfach so dahergeredet, von Paschas, Machos, Dealern, Kriminellen in Shisha Bars usw., Der Song thematisiert den Schmerz, aber auch die Entschlossenheit seine Identität zu behalten. „Köfte“ erinnert uns daran, dass die Opfer nicht anonym waren. Sie waren Teil unserer Gesellschaft, unserer Nachbarschaften, unserer Freundeskreise. 

Es ist der Hass, der zu dieser Tat führte. Er ist greifbar, sichtbar und wirkt bis in unsere Wohnungen und Herzen. Er vergiftet unser Zusammenleben.

Daher ist es wichtig, dass die Gesellschaft Offenheit und Akzeptanz gegenüber kultureller Vielfalt zeigt und aktiv daran arbeitet, Diskriminierung zu bekämpfen

Im Podcast machen sich 3 Menschen Gedanken über 5 Jahre Hanau.

Mehr dazu auf Instagram: @19februarhanau @netzpaedagoge @ilka_werner_sg @frau_waibel

Foto Aysan Lamby

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11 Minuten
Heute geht es um ein Duett aus der Weihnachtsshow von Helene Fischer, mit diesem Gast und diesem Song haben sicher nicht viele gerechnet.

In einer Zeit, die oft von Vorurteilen, Spaltungen und Konflikten geprägt ist, zeigt dieser Moment, wie viel Kraft darin steckt, Brücken zu bauen. Wir leben in einer Ära, in der Unterschiede oft betont und Gräben vertieft werden – sei es in der Politik, in sozialen Medien oder im Alltag. Doch Reinhard Mey und Helene Fischer zeigen uns: Es gibt eine Alternative. Sie zeigen, dass Vielfalt nicht spaltet, sondern verbindet.

Dieses Lied ist ein Weckruf an die Zuversicht, die Hoffnung.  Die Reste der Zuversicht werden mutig zusammengefegt, um mit wackliger Entschlossenheit das Liebes-Aus zu verhindern. Nicht Du, nicht ich, nur wir können es schaffen, zusammen – wir!

Wir alle kennen das Gefühl: Das Leben miteinander kann wunderschön sein, aber auch unglaublich schwer. Der Alltag, mit all seinen Herausforderungen, zerreibt manchmal sogar die besten Beziehungen. Und doch spricht der Song davon, dass es immer Hoffnung gibt, dass man trotz allem neu beginnen kann. Diese Botschaft ist nicht nur auf die Liebe anwendbar – sie kann auch ein Spiegel unserer heutigen Gesellschaft sein.

Wie oft haben wir das Gefühl, dass die Welt um uns herum zerrissen ist, dass wir uns voneinander entfernen? Ob in Beziehungen, in Gemeinschaften oder in der Politik – wir erleben oft, wie schwer es ist, wieder aufeinander zuzugehen. Und doch zeigt uns dieses Lied, dass es sich lohnen kann, es immer wieder zu versuchen. „Es ist so leicht zu kränken und so schwer einzulenken.“ Diese Zeile erinnert uns daran, dass wir für echte Verbindungen kämpfen müssen, auch wenn es schwierig ist. Vielleicht ist das die größte Stärke dieses Songs: Er ist nicht nur eine Reflexion über Beziehungen, sondern ein universeller Appell, immer wieder nach dem Gemeinsamen zu suchen – in der Liebe, im Leben, in der Gesellschaft.

Die Liedtexte werden von Barbara gelesen.

Im Podcast als Gast ist der Arrangeur von Reinhard Mey Jens Kommnick

https://www.jenskommnick.de/index.php/de/ueber-mich/biographie

Foto: Universal Music

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