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7 Tage 1 Song Archiv

344 Episoden
17 Minuten
Ich finde den derzeitigen Wahlkampf in Deutschland kaum zu ertragen. Ein stereotypes Bild über Menschen mit Migrationshintergrund jagt das nächste. Als ob das alles Paschas, arbeitsscheue Menschen, Messerstecher und noch mehr sind – immer auf die ganze Gruppe drauf – diese Verallgemeinerungen lassen das Gefühl entstehen – die sind alle so.

Der Song „Sensibel“ ermutigt, sich mit diesen Vorurteilen und rassistischen Strukturen auseinander zu setzen. Aussagen wie gerade die von Friedrich Merz oder der AFD dürfen nicht normalisiert oder verharmlost werden, da sie gesellschaftliche Spannungen verschärfen. Dadurch werden Rassisten ermutigen Taten sprechen zu lassen und ein Gemeinsamkeitsgefühl wird immer schwerer. 

Man kann nicht immer schweigen, kann sich nicht mit jedem prügeln.

Diese Zeile des Songs zeigt, Kunst, wie die von K.I.Z sind ein unverzichtbares Werkzeug, um diese rassistischen Mechanismen sichtbar zu machen und zum Widerstand aufzurufen.

Die Botschaft von „Sensibel“ ist klar: Es braucht eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen und rassistischen Strukturen – nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Politik. 

Der Song ist somit nicht nur eine Kritik an rassistischen Denkweisen, sondern auch ein Plädoyer für eine offene, diverse und solidarische Gesellschaft – ein kraftvolles Gegenstück zur destruktiven Rhetorik von Politikern, die versuchen, mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen zu punkten.

So hoffe ich, dass der Song Mut macht – gegen Rassismus aufzustehen und den Mund aufzumachen:

Man kann nicht immer schweigen, kann sich nicht mit jedem prügeln

Und ich hoffe, dass der Song sensibler oder auch zärtlicher macht, wenn es darum geht die Lebensgeschichte und die Lebenswirklichkeit von anderen anzusehen, bevor ich urteile.

Im Podcast dabei ist Serin Khatib, eine Redakteurin eines Nachrichtensenders aus Köln – bei Instagram unter @serintogo zu finden.

Foto @ Philipp Gladsome

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15 Minuten
In dieser Folge geht es um ein Projekt in der Peterskapelle in Luzern. Dort saß ein „Personal Jesus“ als Avatar. Besucherinnen und Besucher konnten sich gegenüber von Jesus hinsetzen und ihm Fragen stellen. Diese Installation wurde gemeinsam mit dem Immersive Realities Research Lab der Hochschule Luzern entwickelt. Ich finde zu dieser Idee passt der Song von Depeche Mode perfekt, weil es darum geht, in Beziehung zu gehen, zu Jesus und zu sich selbst. "Personal Jesus" ermutigt, die eigene Spiritualität zu entdecken, ohne vorgegebene Dogmen. Jesus, nur einen Telefonanruf entfernt oder als KI Avatar immer verfügbar. Aber zum Glück können wir auch ohne Festnetzverbindung in den Himmel mit ihm sprechen. Einfach mal erzählen, was so los war die letzten Wochen. Da ist jemand, der zuhört.

Der Song unserer Folge wirft die Frage auf: Wer genau ist denn Jesus eigentlich, für mich? Der Mann aus der Bibel, Gottes Sohn, Heiler, Bruder, Sturmstiller? Der Text von Depeche Mode beschreibt ihn so: "Dein ganz persönlicher Jesus. Jemand, der deine Gebete hört. Jemand, der sich um dich kümmert. Jemand, der einfach da ist. Du fühlst dich fremd und bist ganz allein. Nur Fleisch und Knochen am Telefon. Nimm den Hörer ab. (…) Streck die Hände aus, berühre den Glauben. Du weißt, ich bin einer, der vergibt." 

Im Podcast berichten Beteiligte vom dem Projekt in Luzern und ich durfte den KI-Jesus fragen, wie er den Song „Personal Jesus“ findet.

Foto Anton Corbijn/Columbia Records

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10 Minuten
Ich war in Düsseldorf in der Yoko Ono – Ausstellung, Music Of The Mind. Die Ausstellung zeigt ganz viele Ideen von Yoko Ono, Musik in die Gedanken zu bekommen. Menschen zu Harmonie anzustiften, aber auch gewohnte Denk-Muster in Frage zu stellen. Für Yoko Ono ist Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg ist. Frieden bedeutet, Gemeinschaft zu schaffen, Brücken zu bauen und mit anderen Menschen in Harmonie zu leben. Yoko Ono und John Lennon lebten diese Botschaft in ihrem persönlichen und künstlerischen Leben.

Yoko Ono Kunst ist ein mutiger Appell, Menschen dazu aufzurufen, aktiv an der Gestaltung einer gerechteren Welt mitzuwirken. Sehr bekannt ist ihr Bed-In for Peace-Aktion, bei der sie in einem Hotelbett öffentlich für ein Ende von Krieg und Gewalt plädierten. Ihre Botschaft war einfach, aber kraftvoll: „Give Peace a Chance.“ Diese Aktion zeigte, dass Aktivismus auch durch friedliche und kreative Mittel große Wirkung entfalten kann.

Give Peace A Chance

Einer der kraftvollsten Aspekte des Songs ist seine Einfachheit. Mit seiner wiederholenden Struktur und dem leicht einprägsamen Text lädt er Menschen dazu ein, gemeinsam zu singen und so ein Gefühl von Einheit und Zusammengehörigkeit zu erleben. 

Das Lied spiegelt die Idee wider, dass wir als geschwisterliche Weltbevölkerung eine gemeinsame Verantwortung haben, uns für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. "Give Peace a Chance" kann als kollektives Bekenntnis für den Frieden verstanden werden. Der Song zeigt, wie Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Überzeugung – gemeinsam auf eine Vision von Frieden hinarbeiten können, was die christliche Idee von Einheit in Vielfalt verdeutlicht.

Mit dieser Vision – können wir in das Gebirge unserer Schwierigkeiten ziehen und aus all den Bergen voller Probleme Steine der Hoffnung schlagen.

https://www.kunstsammlung.de/de/exhibitions/yoko-ono

Foto Borries

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11 Minuten
Mir kam der Song neulich in den Kopf als in einer Versammlung über die Zukunft der Kirche nachgedacht wurde. In den letzten Jahrzehnten haben sich die westlichen Gesellschaften in vielerlei Hinsicht verändert, und eine dieser Veränderungen betrifft die Beziehung der Menschen zur Kirche. Der Trend der Kirchenaustritte ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kirche als Institution an Bedeutung verliert. Dieser Wandel, der durch verschiedene soziale, kulturelle und persönliche Faktoren beeinflusst wird, erinnern mich in seiner Dramatik und Unaufhaltsamkeit an den Song „When the Levee Breaks“ von Led Zeppelin. Der Song beschreibt die Flutkatastrophe von 1927 am Mississippi River und dient als kraftvolles Bild für einen Kontrollverlust gegenüber einer Naturgewalt – eine Situation, die auf den Bedeutungsverlust der Kirche übertragen werden kann.

Die Dämme brechen – es wird zu einem tiefgreifenden Wandel kommen

Cryin' won't help you, prayin' won't do you no good

No, cryin' won't help you, prayin' won't do you no good

When the levee breaks, mama, you got to move, ooh

You got to move - Kirche muss sich bewegen, denn wahrscheinlich wird es Regen der Veränderung weiter regnen und die Dämme die das Alte beschützen werden brechen.

In meiner Vision von Kirche der Zukunft ist Kirche ein Raum, wo Platz ist, die eigene Hilflosigkeit zu formulieren, wo wir einen Raum anbieten, zusammen nach Hoffnungsbildern für eine Zukunft zu suchen. Wir haben für die ganzen Fragen dieser Welt keine Lösung, wir haben aber Jesus mit seiner zärtlichen Zugewandtheit als Ansporn das Fragen nach Frieden und Gemeinschaft nicht aufzugeben.

Für mich bedeutet das dann Menschen in diese Räume einzuladen also Kooperationspartner zu suchen für Zärtlichkeit und Menschenfreundlichkeit – Dabei müssen die Kirchen politisch Haltung beziehen, im Sinne der Würde des Menschen. 

Es genügt nicht nur Botschaften zu senden, wir müssen in Kontakt treten – auch mit Menschen die uns gar nicht kennen, weil wir eben lange nicht auf deren Seite des Dammes waren.

Es ist ein Abenteuer – ich glaube es kann uns froh machen.

Eine spannende Neuinterpretation von John Paul Jones von 2005

https://youtu.be/LH0-WXUFY2k?si=9S0k1zKZ2YxLtOZ8

Foto Atlantic Records

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11 Minuten
„Alles in Ordnung“ singen Element of Crime – und wir könnten hinzufügen: Vielleicht nicht, weil die äußeren Umstände perfekt sind, sondern weil wir eine innere Ruhe finden, die nicht von äußeren Faktoren abhängt.

Manchmal meinen wir – diese Welt ist nur verrückt, weil alle anderen sich anders benehmen, als ich das für richtig halte – insgeheim blase ich mich da zum Richter oder zu mindestens zum Schiedsrichter der Welt auf.

Mach es mal wie Matthias Krüger, meinem Podcast-Gast – höre ganz oft diesen Song – oder sag  dir immer wieder mal „Meine Zeit steht in deinen Händen“.

Wenn das Lied läuft: Denk mal an eine Sache, die Du aus dem alten Jahr mitgenommen hast– vielleicht eine Sorge, einen Konflikt oder einen Moment, der nicht „in Ordnung“ ist.

Mach diese Sache auf und lass da die Töne von „Alles in Ordnung“ reinströmen, öffne dich selbst für „Meine Zeit steht in deinen Händen.“

Element Of Crime singen:

Irgendwann wird der Winter vergehen

Und auf dem Haus gegenüber wieder ein Storch einziehen

Und alle Kriege sind vorbei

Und alle Menschen frei

Und du und ich dabei und dann

Wird alles in Ordnung sein

Alles in Ordnung sein

Versuch mal das „Alles in Ordnung“ in das Jahr 2025 mitzunehmen – nicht als ein leeres Versprechen, sondern als Hoffnung für den Alltag. 

Eine feine Utopie die gut tut diese Tage, dem Ohr und auch dem Herzen.

Mein Gast Matthias Krüger ist Propst im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde und bei Instagram als @propstix unterwegs.

Foto Charlotte Goltermann

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10 Minuten
Der Text des Songs richtet sich gegen das Böse in der Welt - die Monstertrucks im Video können ein Sinnbild für die Finsternis unserer Gegenwart und für die den rücksichtslosen Egoismus stehen, der alles platt macht. 

Tocotronic rufen auf dies mit einer gewaltfreien Revolution zu bekämpfen – Liebe statt Hass. Überall sollten diese Egoisten bekämpft werden aber nicht, indem man sich auf ihre Gewalt einlässt, sondern indem man ihre Stärke mit Schwäche bekriegt.

Darum muss man sie bekämpfen, denn es werden immer mehr

Darum muss man sie bekämpfen, denn sie werden zahlreicher

Darum muss man sie bekämpfen, aber niemals mit Gewalt

Wenn wir sie auf die Münder küssen, machen wir sie schneller kalt

Diese Egoisten sollen also im wahrsten Sinne des Wortes wachgeküsst werden.

Dieses Küssen ist ein Spiel mit einem Gedicht des Anti-Faschisten Kurt Tucholsky.

Tucholsky kritisierte in einem Gedicht von 1931 die Leute, die Faschisten die Füße küssen und sich unterwerfen. Kurt Tucholsky zeigt die bitteren Konsequenzen der Tatenlosigkeit – er hat das schon 1931 beschrieben – das auch als Gruß an alle, die sagen „Wir haben nichts gewusst!“

Hier eine Zeile aus seinem Gedicht

Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!

Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft.

Daher hört den Tocotronic-Song rauf und runter – denn da geht es um ein anderes küssen! Tocotronic sehen küssen als Liebesrevolution – überwindet das Böse mit Gutem. Lasst euch nicht auf die Spiele der Faschisten ein.

Darum muss man sie bekämpfen, denn es werden immer mehr

Darum muss man sie bekämpfen, denn sie werden zahlreicher

Darum muss man sie bekämpfen, aber niemals mit Gewalt

Wenn wir sie auf die Münder küssen, machen wir sie schneller kalt

Nicht feige nichts machen und sich unterwerfen, sondern Augen auf und Liebe und Zärtlichkeit vorleben.

Daher passt das sehr gut zur Jahreslosung: „Prüft alles, das Gute behaltet“  

 Das Kurt Tucholsky Gedicht wird von Schauspieler Henning Mosselman gelesen.

https://www.kolleragentur.de/de/index.php/1000359/Henning%20Mosselman

Foto Noel Richter

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15 Minuten
Was bedeutet Weihnachten für dich? Ist es nur eine schöne Tradition, ein Familientreffen oder eine hektische Zeit? Oder ist es ein Moment, um Gott für das größte Geschenk zu danken, das je gemacht wurde – die Gabe seines Sohnes? Taylor Swift lädt uns durch ihr Lied ein, darüber nachzudenken, was Weihnachten wirklich ausmacht: "It's not in what we do for Christmas, but in what He's done for us." Es geht nicht um unsere Leistungen, sondern um das, was Gott für uns getan hat.

Weihnachten ist Gottes Liebeserklärung an die Welt. Es ist der Moment, in dem Gott selbst Mensch wird, um uns nah zu sein, um uns zu zeigen, dass wir geliebt und wertvoll sind.

Inmitten von Lichtern, Geschenken und Festessen erinnert uns dieser Song daran, dass wir Weihnachten nicht auf Äußerlichkeiten reduzieren dürfen. Taylor Swift singt davon, dass unsere wahre Freude, unser wahres Glück nicht in materiellen Dingen liegt, sondern in der Liebe Gottes, die wir in der Geburt Christi erfahren.

Taylor Swift erinnert uns in diesem Song daran, dass die Geburt Christi nicht nur eine Geschichte ist, die wir Jahr für Jahr erzählen. Sie ist eine Einladung, in der Liebe zu leben. Jesus kam in die Welt, um uns zu zeigen, wie Liebe aussieht – eine Liebe, die selbstlos, barmherzig und voller Hoffnung ist. Vielleicht können wir in diesem Jahr Weihnachten neu leben, indem wir uns fragen: Wie können wir diese Liebe in die Welt tragen? Können wir einander mehr vergeben, mehr aufeinander achten und füreinander da sein?

Ich freue mich, dass diese Folge vor allem vom Heidelberger Pfarrer Vincenzo Petracca gestaltet wird, der im Mai mit seinen Taylor Swift Gottesdiensten weltweite Aufmerksamkeit erregt hatte.

Foto Universal Music

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15 Minuten
Am 8.Dezember 2023 wurde der Shane MacGowan der Sänger der Pogues beerdigt in der Trauerfeier in der Kirche erklang unser Lied der Woche und Menschen tanzten am dabei in den Bänken – Shane MacGowan als Typ und dieser Song stehen für mich für ein in diesem kaputt aber noch munter – und daher ist hier viel mehr Weihnachten zu finden, als es auf den ersten Blick erscheint.

Unser Song für diese Woche handelt von der Hoffnung auf ein besseres Leben - Doch wie so oft im Leben werden die Träume hart von der Realität getroffen und die beiden Figuren des Liedes sind mit ihren Fehlern, ihrer Bitterkeit und ihren zerbrochenen Hoffnungen konfrontiert. Und mich holt dieses Lied da immer ab: Meine Wünsche und Hoffnungen treffen auf die Begrenzungen der Welt und meiner eigenen Schwächen.

Der Song erinnert uns im Spannungsfeld von Hoffnung und Enttäuschung an das zentrale Thema von Weihnachten: die Ankunft eines Retters, der Mitten in das einfache und zerbrechliche Leben geboren wird. Weihnachten zeigt uns, dass G*tt in die menschliche Realität kommt, dass er sich in unsere Zerbrochenheit begibt, das er vor staatlicher Gewalt fliehen muss und später daran zugrunde geht und uns gerade darin begegnet. Der Song verweist darauf, dass selbst in den dunkelsten Momenten ein Funke Hoffnung bestehen bleibt. In unserem Lied liegt die Hoffnung in der Vergebung, die sich das Paar schenken kann - so lädt uns Weihnachten ein, Frieden mit anderen und mit uns selbst zu schließen und die Möglichkeit der Vergebung als Weg zur Erneuerung zu sehen.

Zum Beerdigungsvideo: https://youtu.be/6s8lvnSmISc?si=oxugfI8EeXtttqvw

Und hier geht es zum Buch in dem Marina Fleck über unseren Song geschrieben hat https://www.herder.de/religion-spiritualitaet/shop/p3/82335-last-christmas-kartonierte-ausgabe/

Foto Andrew Catlin

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12 Minuten
The Power of Love“ singt von der Kraft der Liebe, die alles verändern kann – die sogar vor Monstern schützt. Liebe schützt, sie heilt, und sie schenkt Hoffnung. In der Weihnachtsgeschichte sehen wir diese Liebe in ihrer reinsten Form: Gott, der sich in menschlicher Gestalt offenbart, um uns zu zeigen, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Das passiert dadurch, dass er nicht mit Macht kommt, sondern als Kind als Baby, das auf Zärtlichkeit und Hilfe angewiesen ist.

So will der Song die Idee vermittelt, dass wahre Liebe, sei es in romantischer Form oder in der Beziehung zu Gott, stark genug ist, Ängste zu überwinden und Hoffnung zu schenken.

„Träume sind wie Engel, sie halten das Böse in Schach. Und Liebe ist das Licht, dass die Dunkelheit verscheucht. Eine Kraft von oben, die deine Seele reinigt. Mach Liebe zu deinem Ziel.“

Martin Luther King träumte davon, dass alle Liebe zum Ziel haben, es ist wichtig, diesen Traum nicht aufzugeben und zusammen weiter zu träumen – hier ein Ausschnitt aus seiner berühmten Rede – I Have A Dream:

 „Das ist unsere Hoffnung.

 Mit diesem Glauben werde ich fähig sein,

 aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hauen.

 Mit diesem Glauben werden wir fähig sein,

 die schrillen Missklänge in unserer Nation

 in eine wunderbare Symphonie der Brüderlichkeit zu verwandeln.“

Was für ein Traum von Martin Luther King!

Und es ist wichtig, dass auch wir immer wieder an den Berg unserer Verzweiflung gehen und Steine der Hoffnung rausklopfen – dass wir den Missklängen und rassistischen Töne in unserer Gesellschaft – Sympathie für alle Menschen entgegensetzen.

The Power Of Love – da geht es um Hoffnung, dass wir etwas aus diesem Fest des Friedens und des Wohlwollen Gottes mitnehmen.

Foto @ Universal Music

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9 Minuten
Ich möchte euch einladen mit „Shake It Off“ in die Adventszeit zu gehen.

Taylor Swift ist eine besondere Künstlerin, sie ist sie selbst, subjektiv, alles nimmt sie mit Hilfe ihrer eigenen Biographie wahr, sie redet über sich, wie sie liebt, verzweifelt, scheitert aufsteht, etwas ändert – selbstbezogen, ohne eitel oder narzisstisch zu sein. 

In dem Song „Shake It Off” geht es darum zu lernen, die Meinung anderer loszulassen. Es geht darum weiterzumachen und Vertrauen zu haben – und das, was andere einem reinreden, abzuschütteln.

Shake it off – shake it - geh weiter – in Frieden. 

Die Adventszeit möchte dich auf das Fest des Friedens vorbereiten – da ist es gut zu überlegen, welche Beziehungsstaub habe ich an den Füßen und in den Kleidern und wie schaffe ich da alles ab- und auszuschütteln, damit wirklich Frieden wird.

Shake it off - Loslassen und Aufatmen: Was beschwert uns?

Jede und Jeder von uns trägt seine eigene „Last“. Das können Sorgen, Schuldgefühle, Versagensängste, Zweifel oder auch äußere Erwartungen sein. Vielleicht lasten diese wie eine unsichtbare Schicht auf unseren Herzen auf unserer Seele.

„Die Leute werden reden und Urteile fällen,“ singt Taylor Swift, doch diese Meinung über uns darf nicht bestimmen, wie wir uns selbst und andere sehen.

Advent bedeutet Ankunft und wir feiern die Ankunft von Jesus, der für die unbedingte Liebe steht – ohne Bedingung, ohne Show, das gibt Luft zum Atmen

In Gedanke 3 sind meine Schülerin Anja und mein Schüler Niklas zu hören.

 Bild @jakobwhaleart

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10 Minuten
Ausgehend von dem Song von Nina Simone redet Mohamed Amjahid über sein Buch aus dem Piper Verlag – Alles nur Einzelfälle.

Rassistische und antisemitische Polizei-Chats, Machtmissbrauch im Amt, Racial Profiling, weit verzweigte rechtsextreme Netzwerke, tödliche Polizeigewalt – laut Innenministerien und Sicherheitsbehörden alles nur Einzelfälle. 

Das Buch und der Song zeichnen sich durch ihre grundsätzliche Kritik an den Verhältnissen aus und teilen die Forderung, dass die Gesellschaft sich dem Problem des systemischen Rassismus stellen muss. 

Nina Simone besingt es in ihrem Lied – die rassistischen Strukturen sind offensichtlich, aber viele machen die Augen zu. So sagt Nina Simone zu Mississippi Goddam: „Ich hatte die Wahl zu den Waffen zu greifen oder einen Song zu schreiben“. Die rassistische Gewalt, die andere verübt hatten, den Lynchmord an einem Schwarzen 14-jährigen, die tödlichen Schüsse auf einen Bürgerrechtsaktivisten, das Bombenattentat auf eine Kirche bei dem vier Mädchen starben – all diese Taten verarbeitete sie in einem Lied: Mississippi Goddam – einem großen – leider unterschätzten – Protestsong. 

Der Text ist eine Anklage – „Everybody knows“ – jeder weiß es – und ich selbst bin Berufsschulpfarrer und meine Schülerinnen und Schüler berichten mir regelmäßig von Ereignissen, die jede und jeder wissen kann, wenn die Augen offen sind.

Can't you see it, can't you feel it

It's all in the air

I can't stand the pressure much longer

Es ist gut, dass ich nicht nur meiner gefühlten Wahrheit vertraue, sondern genauer hinsehe – und da ist im Piper Verlag ein spannendes Buch erschienen Mohamed Amjahid schreibt im Buch mit dem Titel „Alles nur Einzelfälle“ über Polizeigewalt im deutschsprachigen Raum.

Ich bin froh, dass der Autor heute in der Folge ist und auch unseren Song der Woche ausgesucht hat.

https://mamjahid.net/about/

Alles nur Einzelfälle? von Mohamed Amjahid | PIPER

Foto CEA Cache Agency

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11 Minuten
Heute darf ich die Folge 37 von Frank und Uli und ihrem „Köln Ding der Woche“ verwenden – Es geht um den Aufstand in der Elsaßstraße in Köln. Dazu hört ihr bitte den Song „Arsch huh – Zäng  ussenander“ – Arsch hoch und Mund auf darauf kommt es an.

Wie wöhr et, wemmer selver jet däät,

Wemmer die Zäng ens ussenander kräät?

Wenn mir dä Arsch nit huhkrieje,

Ess et eines Daachs zo spät.

Werte kommen nicht von alleine, sie müssen auch gelebt werden! Die Menschen aus der Elsaßstraße können Mut machen

Wie wöhr’t, wenn du ding Ideale

Langsam ens vertredden dääts?

Oder wills du em Ähnz drop waade,

Dat dat irjendeiner für dich määt?

Blumentöpfe, Flaschen und jede Menge Müll flogen damals aus den Fenstern. Und auch so mancher Nachttopf – zum Teil mit Inhalt. Getroffen wurden damit die Richtigen: SA-Truppen, die am 3. März 1933, zwei Tage vor der Reichstagswahl, mit einem Fackelzug zeigen wollten, wer das Sagen auf den Straßen Kölns hat. Doch diese Machtdemonstration wurde zunächst jäh gestoppt. Kaum in der Elsaßstraße angekommen, mussten die vermeintlichen „Herrenmenschen“ Reißaus nehmen und sich vor den Wurfgeschossen aus den oberen Etagen in Sicherheit bringen.

Also hört euch die Folge und natürlich auch den Song an – es kommt auf uns alle an und die Bewohnerinnen und Bewohner der Elsaßstraße können uns inspirieren.

https://www.koeln-lotse.de/2021/02/27/die-schlacht-in-der-elsassstrasse-am-3-3-1933/

Bild  Klaus Paier

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10 Minuten
In dieser Folge geht es um das Buch „Das Land das ich dir zeigen will“ von Sara Klatt.

In diesem Buch taucht unser Song in einer Jerusalemer Bar auf, in der Karaoke gesungen wird. Ganz unterschiedliche Leute wollen da ihre Lieblingslieder singen und das erzählt dann ein bisschen über die Geschichten der Menschen und man lernt sie dadurch besser kennen. 

Eine andere Erzählebene in dem Roman ist das Trampen. Zum Trampen sagte der Vater der Protagonistin: „Wenn du die Menschen kennenlernen willst, dann musst du zu so vielen Fremden wie möglich ins Auto steigen, wenn du Israel verstehen willst dann musst du das so machen.“ 

So ist die Heldin im Roman immer wieder unterwegs durch das ganze Land von Jerusalem nach Tel Aviv aber auch mal nach Hebron in die palästinensischen Gebiete und sie lernten die Leute kennen und sie hören auch auf Musik beim Autofahren und so sind eine ganze Reihe von verschiedenen Songs in das Buch eingezogen es gibt auch eine Spotify Playlist dazu die findet man unter dem Titel Das Land das ich dir zeigen will. Hier der Link: https://open.spotify.com/playlist/6wqIpnFoQS4f7z547BYjr4?si=de758457c0bf48c0

Ich – אני und du ואתה Darüber hat der jüdische Philospoph Martin Buber nachgedacht. Er sagt die Anrede „Du“ setzt ein Ich voraus und umgekehrt – also zwingt die Sprache eigentlich Ich und du, mich und die andere oder den anderen zusammenzudenken. Also steht ich und du für Beziehung.

Daraus entsteht eine Verantwortung für das „Du“, das heißt, eine Verpflichtung, die Andere/den Anderen als echtes Gegenüber zu sehen und zu respektieren. Diese Anerkennung fördert Mitgefühl und Verantwortung. 

Durch das Zusammenspiel von „Ich“ und „Du“ will dazu anstiften das Menschsein, als echte Begegnung, Dialog und Verantwortung füreinander zu verstehen. Von daher dürfen wir nicht aufhören – Lieder zu singen, die von der Begegnung und dem Frieden singen.

Das Buch von Sara Klatt und der Song stehen für Menschen, die sich den Frieden wünschen und zusammen die Welt verändern möchten, auch wenn die Macht der radikalen Kräfte gerade übermächtig erscheint. Wir dürfen nicht aufhören uns zu begegnen.

Es können ja nicht alle in den Krieg ziehen, irgendwer muss auch noch Kunst oder Literatur machen.

 Foto Yosi Rot / Dan Hadani collection / National Library of Israel 

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12 Minuten
Ich will keine Trauer reden keine Tränen sehen. Ich will, dass ihr feiert. Ich will, dass ihr tanzt, mit einem lächelnden Blick und einem Drink in der Hand.“ so, singt Sarah Connor in ihrem Refrain zum Lied des Lebens ist schön.

Meine Podcast-Partnerin Sandra findet es super, wenn wir zu Lebzeiten darüber über den Todesfall reden. Wenn wir sagen, was für uns stimmig wäre und was zu uns passt. Wenn wir unsere Wünsche austauschen, die wir für den Fall der Fälle haben.

Denn wenn dann ein geliebter Mensch stirbt, und Sandra die Aufgabe hat, seine Beerdigung zu organisieren, muss sie nicht Rätselraten, was ihm wohl gefallen hätte. Dann ist es gut, zu wissen, was er sich wünscht. In diesem Ausnahmezustand kann es eine riesige Entlastung und ein großes Geschenk sein, wenn uns unser Lieblingsmensch dieser Aufgabe nicht ganz allein gelassen hat.

Das Leben ist schön, wenn wir es mit anderen teilen und füreinander da sind. In diesem Sinne könnte der Song auch als Aufruf verstanden werden, die Schönheit des Lebens in den kleinen Dingen zu finden und die Liebe, die uns umgibt, zu feiern. Das Leben ist schön, weil jede Sekunde einmalig ist – vorbei ist vorbei – aber nur das macht jeden Moment besonders

Hilfreich in der Trauer ist die Frage: wie kann er oder sie auch weiterhin Teil meines Lebens sein? Wo fühle ich mich ihm oder ihr ganz nah? Was hat unsere Verbindung ausgemacht und trägt bis heute? Welche Schätze, Weisheiten und Impulse dieser Mensch mir geschenkt?

Das kann das Weltbeste Pizza-Rezept sein. Ein Lied, das wir immer wieder miteinander geschmettert haben. Oder eine kuriose Weihnachtstradition. Alles, was meiner lebendigen Beziehung zum verstorbenen Menschen Kraft gibt, ist erlaubt. Also lass dir niemals etwas einreden. Nicht von Traditionen, nicht von Institutionen. Trauer zu durchleben, kennt kein richtig oder falsch. Was euch in Verbindung hält, das weißt allein du. 

Mit im Podcast ist die Familientrauerbegleiterin Sandra @ateliersandraalisch (Instagram)

Foto Nina Kuhn

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11 Minuten
„Es gibt keinen Sonnenschein, wenn sie weg ist“ – diese einfache, aber eindringliche Metapher beschreibt treffend die Bedeutung von Gerechtigkeit und Menschlichkeit in einer funktionierenden Gesellschaft. Menschlichkeit ist wie die Sonne, die Wärme und Licht spendet, die Orientierung gibt und das Leben erträglich macht. Doch wenn diese fundamentalen Werte verschwinden, bleibt eine kalte und düstere Welt zurück. In den letzten Jahren haben wir weltweit und auch hier in Deutschland erleben müssen, wie der Verlust von Solidarität und Gerechtigkeit soziale Ungleichheiten vergrößert und Spaltungen in der Gesellschaft verschärft hat.

Gemeinsam den Sonnenschein zurückbringen - „Ain't no Sunshine when she's gone“  - wir müssen uns als Gesellschaft bewusst werden, was verloren gegangen ist, und aktiv daran arbeiten, es zurückzugewinnen. Es braucht einen ethisch-moralischen Kompass, der uns leitet, genauso wie das Engagement jedes Einzelnen, der sich für eine gerechtere Welt einsetzt. Diese Rückkehr der Menschlichkeit und Gerechtigkeit könnte dann den „Sonnenschein“ zurückbringen, der die Dunkelheit vertreibt und das „Haus“ wieder zu einem „Zuhause“ macht.

Die Abwesenheit dieser zentralen Werte hinterlässt eine Leere, die viele Menschen tief in ihrem Alltag spüren. Doch es liegt an uns, diese Leere zu füllen, indem wir aktiv für eine Gesellschaft eintreten, die auf Solidarität, Respekt und Gleichwertigkeit basiert. Nur so können wir den „Sonnenschein“ zurückbringen und unser Haus wieder zu einem Zuhause machen.

Im Podcast ist Nahren Youssef Wertebotschafterin von  https://www.germandream.de

Foto @ billwithers.com

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