Psychoanalyse im Mitschnitt

Psychoanalyse im Mitschnitt

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Episoden

Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn: Der feine Unterschied: Mutterschaft und Mütterlichkeit
02.04.2026
58 Minuten
Prof. Dr. Helga Krüger-Kirn widmet sich in Ihrem Vortrag „Der feine Unterschied: Mutterschaft und Mütterlichkeit“ der anhaltenden Verknüpfung von Mutterschaft, Mütterlichkeit und Weiblichkeit. Im Fokus stehen normative Vorstellungen von „guter“ Mutterschaft sowie unbewusste Dynamiken, die diese Bilder prägen und stabilisieren. Zugleich wird die in der psychoanalytischen Tradition verankerte Geschlechterdifferenz kritisch hinterfragt. Der Beitrag eröffnet eine Perspektive auf einen Paradigmenwechsel hin zu einem weniger normativen Verständnis von Elternschaft und Fürsorge. Helga Krüger-Kirn ist Honorarprofessorin an der Philipps-Universität Marburg und als Psychoanalytikerin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in eigener Praxis niedergelassen. Sie ist Lehranalytikerin und Dozentin für analytische Paar- und Familientherapie sowie Körperpsychotherapie. Der Vortrag wurde am 5. November 2024 im Rahmen der Heidelberger Dienstagabendreihe gehalten. Die Einführung macht Dr. Christine Köhler.
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Dr. Stefan Hinz: Joker (Todd Phillips)
05.12.2020
28 Minuten
In der Mannheimer Reihe »Psychoanalytiker stellen Filme vor« beleuchten Psychoanalytiker Filme renommierter Regisseure und reflektieren dabei Themen, Motive und Strukturen unter der Oberfläche der filmischen Erzählung. Der Psychoanalytiker Dr. Stefan Hinz stellt seine Sichtweise auf den Film »Joker« (Todd Phillips) zur Diskussion, skizziert etwa Überlegungen zu Arthurs/Jokers psychischen Entwicklung oder beschreibt, sich in den Protagonisten einfühlend, seine Eindrücke zu dessen inneren Welt. Aus der Mannheimer Vortragsreihe »Psychoanalytiker stellen Filme vor«: https://www.cinema-quadrat.de/filmreihen-specials/psychoanalytiker-stellen-filme-vor/
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Prof. Dr. Timo Storck: Verschmelzung oder Isolation
18.01.2020
1 Stunde 9 Minuten
Aus dem Ankündigungstext der Herbstakademie Wie kein anderes Säugetier ist das menschliche Neugeborene angewiesen auf den Schutz und die Hilfe anderer, um zu überleben. Die zwischenmenschliche Beziehung ist zudem die Voraussetzung psychische und kognitive Fähigkeiten auszubilden. Die Psychoanalyse beschreibt die Entwicklung vom Säugling zum erwachsenen Menschen als eine Folge von immer wieder neu zu lösenden Konflikten zwischen Abhängigkeit und Autonomie. Das Ideal dieser Entwicklung war lange Zeit das autonome Individuum. Inzwischen wird immer bewusster, dass es das unabhängige Subjekt nicht gibt. Keiner steht nur für sich. Individuelle Handlungen haben Auswirkungen auf andere, die oft weit entfernt leben. Dringend notwendige Lösungen für die Probleme unserer Welt (Klimawandel, atomare Bedrohung, gerechte Ressourcenverteilung…) können nur in Gemeinschaften gefunden werden. Bezogenheit erleben und herstellen ist das Ziel der menschlichen Entwicklung. Dazu ist es notwendig, sich den Konflikten von Abhängigkeit und Autonomie zu stellen.
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Dr. Jakob Müller: Wiederkehr der Kindheit?
03.01.2020
51 Minuten
Chronologisch liegt der Kindheit kein Lebensalter ferner als die letzte Lebensphase, das Sterben. Dennoch sind Lebensanfang und Lebensende miteinander verwoben, ist dem Sterben eine Wiederkehr frühkindlicher Erfahrungen eingeschrieben. Der Vortrag möchte, anhand der eigenen Forschungstätigkeit in einer palliativmedizinischen Klinik, entwicklungspsychologische Gesichtspunkte der letzten Lebensphase skizzieren und einen psychoanalytischen Zugang zu einem Lebensabschnitt eröffnen, der in jüngerer Zeit zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.
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Prof. Dr. Christoph Türcke: Geschlechterkampf, Sexualisierung und Entsexualisierung – zwei Seiten einer Medaille
01.12.2019
1 Stunde 17 Minuten
Heidelberger Dienstagsreihe Das Psychoanalytische Institut Heidelberg der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) veranstaltet jedes Wintersemester in monatlichem Turnus Vorträge, die sogenannte »Dienstagsreihe«. Im Wintersemester 2018/19 ging es um das Thema Haß. Hierzu wurden Referenten aus verschiedenen Fachbereichen eingeladen, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven – und nicht nur psychoanalytischen – beleuchtet haben. Die Veranstaltung wird von den drei Psychoanalytikerinnen Dr. Christine Köhler, Dr. Marieluise Melichar und Patricia Finke geleitet und organisiert. Veranstaltungsort und -zeit: Hörsaal der Medizinischen Psychologie, Bergheimer Straße 20, 69115 Heidelberg; 20:30 Uhr Vortrag: Eröffnet wurde die Dienstagsreihe von Prof. Dr. Christoph Türcke, Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig. Eine Einleitung zum Vortrag hielt Herr Dr. Werner Balzer, Psychoanalytiker der DPV Heidelberg, der ebenfalls die Moderation übernahm. Ankündigung des Flyers: Die Sexualisierung des grammatischen Genus in der Gender-Debatte ist die Kehrseite einer Enterotisierung in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Eine hochtechnisierte Gesellschaft, in der Flexibilität, Machbarkeit und Unbeschränktheit zu zentralen Werten geworden sind, steht auch geschlechter-bezogenen Kleidungs- und Umgangsformen sowie beruflichen Präferenzen skeptisch gegenüber. Diese alten symbolischen Repräsentanten geschlechtlicher Unterschiede sind aber zugleich kulturelle Sublimationsformen eines archaischen Geschlechterkampfes. In ihnen sind starke Gefühle wie Hass und Angst vor der Andersartigkeit des Anderen gebunden. Der Vortrag wird sich mit der Dynamik von Auflösungs-, Transformations-, bzw. Verschiebungsprozessen dieser kulturellen Symbole beschäftigen mit besonderem Augenmerk auf der Gefahr der Regression in archaische Gefühls- und Sozialisationszustände.
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Über diesen Podcast

Die Psychoanalyse veraltet und verstaubt? Dieser Podcast bietet die Möglichkeit, aktuelle Vorträge rund um die Themen der Psychoanalyse an- und nachzuhören und so einen tieferen Einblick in die Vielfältigkeit der zeitgenössischen Psychoanalyse und ihren Bezugsfeldern zu erhalten. Es sprechen Psychoanalytiker*innen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen. Wir danken allen Vortragenden sehr herzlich, dass Sie dem Mitschnitt und der Veröffentlichung zugestimmt haben! Die Verantwortung für die Inhalte der Vorträge liegen bei den jeweiligen Referenten. Kontakt: CJ@psy-cast.de Sie möchten hier einen Vortrag publizieren? Dann schreiben Sie uns gerne! Interesse an einer Psychoanalyse oder der Ausbildung zum/zur Psychoanalytiker/in? Deutsche Psychoanalytische Vereinigung: https://www.dpv-psa.de Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft: https://dpg-psa.de/ Unser "Heimatinstitut" in Heidelberg: http://www.psychoanalytisches-institut-heidelberg.de/ Besucht auch unsere Podcast-Reihe: Rätsel des Unbewussten: http://www.psy-cast.de

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