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Episoden

1 Stunde 6 Minuten
Vanity Trash ist schrill, bunt und laut. Hinter der Dragqueen mit der großen Klappe, den prallen Hüften und 250 Fummeln im Schrank steckt Kevin Wick (48). Seit fast 20 Jahren verwandelt er sich regelmäßig in die „Kiez-Wuchtbrumme“, tritt auf Bühnen auf und führt Touristen als KultKieztour-Guide über den Kiez. Vanity erzählt von ihren ersten unbeholfenen Auftritten in Minirock und Pfennigabsätzen. Sie spricht über Sexkinos, ihre Zeit als „kleiner Homolord“ auf dem Kiez und darüber, wie aus einer großen Klappe eine erfolgreiche Bühnenkarriere wurde. Doch hinter dem lauten Auftreten steckt auch eine bewegende Geschichte: Vanity berichtet von ihrer Krebserkrankung, der schweren Zeit während der Chemotherapie und homophoben Anfeindungen. „Kiezmenschen“ wird von KultKieztouren.de unterstützt – dem wahrscheinlich bekanntesten Anbieter von Führungen über die Hamburger Reeperbahn. Zusammen erzählen wir die Geschichten der Menschen, die St. Pauli ausmachen, aber in der Öffentlichkeit oft zu kurz kommen. Viele der KultKieztouren-Guides waren als „Kiezmenschen“ selbst schon im Podcast zu Gast (u. a. Veuve Noire, Fabian Zahrt, Olli Zeriadtke u.v.m.). Die ganze Liste unter: www.kult-kieztouren.de/kiezmenschen
1 Stunde 2 Minuten
Zwischen Brücke 1 und Brücke 10 kennt ihn jeder, den „Hubi“, der seine ersten Einsätze als Kellner bei Barkassen-Meyer hatte. Heute ist Hubert Neubacher (54) Chef der traditionsreichen Reederei, Geschäftsführer der Abicht Elbreederei und für viele so etwas wie der Außenminister der Branche. Einer, der Leute zusammenbringt, gefragt wird, wenn es um Barkassen geht und Kunst, Kultur und Stars wie Robbie Williams und Tina Turner in den Hafen holt. Hubi berichtet von seinem Weg aus den österreichischen Bergen nach Hamburg. Von seiner Freiheit in der großen Stadt, seinem unfreiwilligen Coming-out und dem Tag, an dem er plötzlich Chef von Barkassen-Meyer wurde. Er spricht über die Fusion mit der Konkurrenz Anfang des Jahres und über seine Begegnungen mit Promis und Stars. Und er verrät, wie der Hafen tickt, warum die Landungsbrücken die „Püppi“-Seite genannt werden und welche Plätze er im Hafen am liebsten hat.
1 Stunde 4 Minuten
Die Wache 15 auf dem Kiez kennt jeder. Klar: die Davidwache. Mythos, Filmkulisse, Hamburg-Symbol. Doch die 16 an der Budapester Straße? Die kennt heute kaum noch einer. Dabei sei sie früher für die „besonders harten Fälle“ zuständig gewesen, sagt Michael Ehnert (58). Der Hamburger Schauspieler hat ein Buch über „die kleine, dreckige Schwester der Davidwache“ geschrieben. In „Hamburg, Wache 16“ erzählt er vom Kiez der 70er-Jahre. Von Gewalt, Rotlichtmilieu, Hells Angels, Trinkerkneipen und den Menschen, die dort Dienst taten. Zugleich ist es eine sehr persönliche Geschichte. Die seiner Familie. Der Schauspieler und Autor berichtet von seiner Kindheit in Mümmelmannsberg. Eine heile Welt, die schwer ins Wanken geriet, als seine Mutter ihr Coming-out hatte. Von seinem Vater, dem Polizisten an der Wache 16. Von brenzligen Einsätzen, Prostituierten „mit breitgeschlagenen Gesichtern“ und halbseidener Ganovenromantik. Von seiner Zeit als Punk auf St. Pauli und von seinem Weg vom Schulabbrecher zum Schauspieler.
1 Stunde 2 Minuten
Auf dem Kiez ist sie bekannt als Panik-Petra, die Frau mit den pinken Haaren und den Nerven aus Stahl. Udo Lindenberg taufte sie einst die „Hebamme der Panik City“. Jahrelang war Petra Roitsch (50) Betriebsleiterin seines Multimedia-Museums im Klubhaus St. Pauli an der Reeperbahn. Als Teil seiner „Panik-Familie“ lebte sie zwischen genialen Geistesblitzen, spontanen Aktionen und Nachrichten, die der Panikrocker gerne mal nachts um 3 Uhr verschickte, wenn er zu „Hochtouren“ auflief. Panik-Petra berichtet von ihrem ersten Treffen mit Udo und dem Moment, als er die Brille abnahm. Von seiner besonderen Art, seinem Perfektionismus und den nächtlichen Nachrichten. Sie spricht über schöne und skurrile Situationen mit dem Panikrocker und seinen Fans und warum eine Dame einmal zusammenbrach, nachdem sie mit Udo in der Panik City auf Rundgang war.
1 Stunde 18 Minuten
Ricarda Belmar ist Gastgeberin, Hausmeisterin, Psychologin und manchmal auch Tatortreinigerin. Auf dem Kiez kauft sie alte Bordelle, baut sie zu Ferienwohnungen um und sammelt nebenbei Social-Media-Material für die skurrilsten Stories über „Dinkel-Dörte“ und „Hafer-Hans“, zurückgelassene Drogen, verwüstete Wohnungen und Gäste, die mit Chauffeur vorfahren. „Das ist hier ein Mikrokosmus. Eine Welt, in der es ganz schön irre zugeht“, sagt die 35-Jährige und grinst. Die Herbergsmutter berichtet, warum der Kiez für sie eine Kindheitserinnerung ist, wie sie anfangs mit viel Elan und wenig Ahnung anfing und dabei erst mal „die halbe Reeperbahn“ unter Wasser setzte. Sie erzählt vom schlimmsten Partyvolk, von der Spezies, die sie am wenigsten erträgt, von skurrilsten Fundstücken wie einem Huhn, welche Aufgabe sie auf keinen Fall mehr erledigt. Und von ihrem großen Traum.
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Über diesen Podcast

Von Rotlicht bis Blaulicht, von Glamour bis Gosse – jede Woche trifft die MOPO Menschen, die den Hamburger Kiez prägen. Sie nehmen uns mit in ihre Welt, plaudern offen über Persönliches und legendäre Geschichten. Diese Menschen sind es, die den weltweiten Ruf von St. Pauli ausmachen. Herzlich, persönlich, nah dran. Der Podcast erscheint begleitend zur Serie „Kiezmenschen“ in der Wochenendausgabe der Hamburger Morgenpost.
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„Kiezmenschen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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