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Episoden

56 Minuten
Fast drei Jahre lang hatte sie keinen Ton herausgebracht. Nach dem Tod ihrer Mutter konnte sie nicht mehr singen. Dann lief „Fallin‘“ von Alicia Keys bei ihrer Arbeit auf dem Kiez. Stephanie Joan Lingard (43) schrubbte gerade Füße im Nagelstudio und sang einfach mit. Und auf einmal war ihre Stimme wieder da. Heute hat es die singende Fußpflegerin und Kiezsängerin auf die Bühne von The Voice of Germany geschafft. Bis dahin war es ein langer Weg, der mit einem Versprechen an ihre schwerkranke Mutter begann. Stephie berichtet von der Erkrankung ihrer Mutter und dem Versprechen, dass sie ihr gab. Von ihrer Arbeit als Fußpflegerin auf dem Kiez, Kunden, die „Fußmüll“ kaufen wollten und den Schicksalen der Prostituierten, die sie belasteten. Die Kiezsängerin spricht über The Voice of Germany. Was hinter den Kulissen passiert, wie Michi und Smudo als Coaches waren und was unter den Kandidaten abging. Und sie gibt im Podcast eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens.
1 Stunde 1 Minute
Die jungen Männer tragen Säbel, Baseballschläger und Stangen. Vor dem „Network Café“ stehen sie dicht an dicht auf dem Hans-Albers-Platz. Drinnen sitzen die Gäste fest. Auch Niko Albers (55) kommt nicht mehr raus. Eine halbe Stunde zuvor hatten die Türsteher eine Gruppe junger Männer abgewiesen. Jetzt sind sie wieder da. Und sie sind nicht allein. Niko Albers hat viele Nächte auf dem Kiez erlebt. Als DJ im „Network Café“ und „Skyy“ sah er, wie der ganze Laden zerlegt wurde, bekam Schnaps als Arbeitsanweisung und musste vor allem eins sein: kräftig. Im Podcast erzählt Niko, wie er damals DJ wurde, welch entscheidende Rolle seine Oma dabei spielte und warum im „Network Café“ kein DJ nüchtern auflegen durfte. Er berichtet von Nächten, in denen der Laden auseinanderflog. Von Massenschlägereien und der Nacht, in der eine Horde junger Männer mit Säbeln und Knüppeln vor der Tür stand. Niko spricht über flüchtige Bekanntschaften, eine unvergessliche Begegnung im Hinterhof, und seine Rückkehr ans DJ-Pult.
1 Stunde 2 Minuten
Zwischen Brücke 1 und Brücke 10 kennt ihn jeder, den „Hubi“, der seine ersten Einsätze als Kellner bei Barkassen-Meyer hatte. Heute ist Hubert Neubacher (54) Chef der traditionsreichen Reederei, Geschäftsführer der Abicht Elbreederei und für viele so etwas wie der Außenminister der Branche. Einer, der Leute zusammenbringt, gefragt wird, wenn es um Barkassen geht und Kunst, Kultur und Stars wie Robbie Williams und Tina Turner in den Hafen holt. Hubi berichtet von seinem Weg aus den österreichischen Bergen nach Hamburg. Von seiner Freiheit in der großen Stadt, seinem unfreiwilligen Coming-out und dem Tag, an dem er plötzlich Chef von Barkassen-Meyer wurde. Er spricht über die Fusion mit der Konkurrenz Anfang des Jahres und über seine Begegnungen mit Promis und Stars. Und er verrät, wie der Hafen tickt, warum die Landungsbrücken die „Püppi“-Seite genannt werden und welche Plätze er im Hafen am liebsten hat.
1 Stunde 4 Minuten
Die Wache 15 auf dem Kiez kennt jeder. Klar: die Davidwache. Mythos, Filmkulisse, Hamburg-Symbol. Doch die 16 an der Budapester Straße? Die kennt heute kaum noch einer. Dabei sei sie früher für die „besonders harten Fälle“ zuständig gewesen, sagt Michael Ehnert (58). Der Hamburger Schauspieler hat ein Buch über „die kleine, dreckige Schwester der Davidwache“ geschrieben. In „Hamburg, Wache 16“ erzählt er vom Kiez der 70er-Jahre. Von Gewalt, Rotlichtmilieu, Hells Angels, Trinkerkneipen und den Menschen, die dort Dienst taten. Zugleich ist es eine sehr persönliche Geschichte. Die seiner Familie. Der Schauspieler und Autor berichtet von seiner Kindheit in Mümmelmannsberg. Eine heile Welt, die schwer ins Wanken geriet, als seine Mutter ihr Coming-out hatte. Von seinem Vater, dem Polizisten an der Wache 16. Von brenzligen Einsätzen, Prostituierten „mit breitgeschlagenen Gesichtern“ und halbseidener Ganovenromantik. Von seiner Zeit als Punk auf St. Pauli und von seinem Weg vom Schulabbrecher zum Schauspieler.
1 Stunde 2 Minuten
Auf dem Kiez ist sie bekannt als Panik-Petra, die Frau mit den pinken Haaren und den Nerven aus Stahl. Udo Lindenberg taufte sie einst die „Hebamme der Panik City“. Jahrelang war Petra Roitsch (50) Betriebsleiterin seines Multimedia-Museums im Klubhaus St. Pauli an der Reeperbahn. Als Teil seiner „Panik-Familie“ lebte sie zwischen genialen Geistesblitzen, spontanen Aktionen und Nachrichten, die der Panikrocker gerne mal nachts um 3 Uhr verschickte, wenn er zu „Hochtouren“ auflief. Panik-Petra berichtet von ihrem ersten Treffen mit Udo und dem Moment, als er die Brille abnahm. Von seiner besonderen Art, seinem Perfektionismus und den nächtlichen Nachrichten. Sie spricht über schöne und skurrile Situationen mit dem Panikrocker und seinen Fans und warum eine Dame einmal zusammenbrach, nachdem sie mit Udo in der Panik City auf Rundgang war.
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Über diesen Podcast

Von Rotlicht bis Blaulicht, von Glamour bis Gosse – jede Woche trifft die MOPO Menschen, die den Hamburger Kiez prägen. Sie nehmen uns mit in ihre Welt, plaudern offen über Persönliches und legendäre Geschichten. Diese Menschen sind es, die den weltweiten Ruf von St. Pauli ausmachen. Herzlich, persönlich, nah dran. Der Podcast erscheint begleitend zur Serie „Kiezmenschen“ in der Wochenendausgabe der Hamburger Morgenpost.
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„Kiezmenschen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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