Podcaster
Episoden
24.02.2026
26 Minuten
Mitten im Zweiten Weltkrieg entwickeln US-Präsident Roosevelt und
der britische Premier Churchill die Atlantik‑Charta. Das Dokument
formuliert erstmals die Vision einer neuen Weltorganisation und
wird zum Grundstein der UNO, die 1945 gegründet wird. Wie kam es
dazu? Im August 1941 treffen sich Franklin D. Roosevelt und Winston
Churchill im Geheimen vor Neufundland, um mitten im Zweiten
Weltkrieg über die Zukunft nach dem Krieg zu beraten. Aus diesem
Treffen entsteht die AtlantikCharta, die erstmals gemeinsame
Grundsätze für eine friedlichere Welt festhält und später zum
zentralen Fundament der UNO wird. In den folgenden Jahren
schliessen sich 26 Staaten der Erklärung der Vereinten Nationen an,
die direkt auf dieser Charta aufbaut. 1945 verabschieden Delegierte
aus 51 Ländern in San Francisco die UNOCharta, die am 24. Oktober
in Kraft tritt und die neue Weltorganisation begründet.
Gleichzeitig löst sich der Völkerbund 1946 auf, weil er den Frieden
nicht sichern konnte, und überträgt seine Aufgaben an die UNO. Die
UNO erhält mit dem Sicherheitsrat und den Friedenstruppen erstmals
Instrumente, um bei Bedrohungen des Friedens verbindlich eingreifen
zu können, etwas, das dem Völkerbund fehlte. Als neuer Hauptsitz
setzt sich New York durch, während Genf europäisches Zentrum bleibt
und weiterhin wichtige multilaterale Aufgaben übernimmt. Die
Episode des SRF-Podcasts «Geschichte» zeigt, wie aus dem Scheitern
des Völkerbunds eine stärkere Organisation entsteht, die den
internationalen Frieden sichern soll und bis heute die Weltpolitik
prägt. ____________________ Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons
Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation:
Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und
wie daraus die UNO wurde. ____________________ In dieser Episode zu
hören: · Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des
Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf · Chloé Maurel,
Historikerin und Buchautorin · Fredy Gsteiger, internationaler
Korrespondent Radio SRF ____________________ Recherche, Produktion
und Moderation: Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS) ____________________
Literatur: Maurel, Chloé (2015): Histoire des idées des Nations
unies. L'ONU en 20 notions, Paris: Éditions L'Harmattan.
____________________ Links: Vereinte Nationen im historischen
Lexikon der Schweiz:
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026469/2013-01-10/ RTS-Sendung
«Histoire vivante»: Inventer l'ONU:
https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-2-5-inventer-l-onu-28877591.html
____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir
freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du
deinen Freund:innen von uns erzählst.
Mehr
10.02.2026
29 Minuten
Nach dem Ersten Weltkrieg soll der Vertrag von Versailles eine neue
Ordnung schaffen. Die Staaten sollen miteinander sprechen, statt
sich zu bekämpfen, so die Vision von US-Präsident Woodrow Wilson.
So entsteht der Völkerbund und Genf wird zum Sitz der Organisation.
Doch warum gerade Genf? Die Stadt überzeugte die Delegierten, weil
die Stadt dank dem Roten Kreuz bereits als Ort des Dialogs und der
humanitären Zusammenarbeit galt und damit symbolisch für Frieden
stand. Zudem setzte sich William Rappard in Versailles geschickt
dafür ein, Genf als neutralen und gut vernetzten Standort des
Völkerbunds zu positionieren. So wurde im November 1920 die erste
Versammlung des Völkerbunds abgehalten. Erst 17 Jahre später bekam
der Völkerbund mit dem Palais des Nations einen Hauptsitz. Doch der
Zweite Weltkrieg lässt den Völkerbund in einen Tiefschlaf sinken.
Nach dem Krieg wird er durch die UNO abgelöst. ____________________
Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf
zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der
Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
____________________ In dieser Episode zu hören: · Pierre-Etienne
Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek
der UNO in Genf · Jörg Leonhard, Professor für Geschichte an der
Universität Freiburg ____________________ Recherche, Produktion und
Moderation: Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS) ____________________
Literatur: Kuntz, Joëlle (2011) : Genf. Geschichte einer
Ausrichtung auf die Welt. Genf: Republik und Kanton Genf und
Editions Zoé. Koller, Christian (2020): Vor 100 Jahren - die
Schweiz tritt dem Völkerbund bei. In: sozialarchiv.ch. URL:
https://www.sozialarchiv.ch/2020/01/15/vor-100-jahren-die-schweiz-tritt-dem-voelkerbund-bei/
____________________ Links: Völkerbund im historischen Lexikon der
Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026468/2015-04-15/
William Rappard im historischen Lexikon der Schweiz:
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006538/2012-06-22/ RTS-Sendung
«Histoire vivante»: ONU, les débuts:
https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-1-5-de-la-societe-des-nations-a-l-onu-28877584.html
____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir
freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du
deinen Freund:innen von uns erzählst.
Mehr
27.01.2026
26 Minuten
Zwischen Cortina 1956 und Cortina 2026 sind 70 Jahre vergangen –
sieben Jahrzehnte, in denen sich die Olympischen Spiele rasant
entwickelt haben. Immer schneller, weiter, höher: Die Olympischen
Spiele sorgen für sportliche Höchstleistungen, für Emotionen, sind
populär. Die Sommer- wie Winterspiele haben sich längst als
Grossereignis etabliert , was aber nicht nur Vorteile mit sich
bringt. Sportstätten, die nicht mehr gebraucht werden, die
Finanzierung, die für die Austragungsorte aus dem Ruder läuft, auf
der anderen Seite das IOC, das mit Fernsehrechten und Sponsoring
gewaltige Einnahmen generiert. Und dann immer wieder die Politik,
welche die Spiele mitbestimmt, obwohl sie unpolitisch sein wollen.
Die Entwicklung der Spiele – im Guten wie im Schlechten – ist das
Thema in Episode 2. In der Episode zu hören: Kirstin Hallmann,
Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen
Sporthochschule Köln Quellen und Literatur: Recherche und Archive
SRF https://www.olympics.com/de/olympic-games How Tommie Smith's
1968 Olympics protest shook the world - BBC News
Mehr
13.01.2026
26 Minuten
Cortina d’Ampezzo 1956 – die Winterspiele in den Dolomiten bedeuten
nicht nur Wettkämpfe und Medaillen, sondern sind der Beginn der
Live-Ära der olympischen Spiele im Fernsehen. Zum ersten Mal werden
Olympische Wettkämpfe live im Fernsehen übertragen, technische
Innovationen revolutionieren die Zeitmessung und effektvolle
Lichtspiele setzen den Sport in Szene. Cortina wird ein Meilenstein
für den modernen Sport-Grossanlass – mit Beteiligung der Schweiz.
Wie diese Winterspiele kommende olympische Spiele geprägt haben,
darum geht es in Episode 1 von «Cortina 1956» im Podcast
Geschichte. In der Episode zu hören: · Juri Jaquemet, Kurator
Museum für Kommunikation in Bern · Felix Wirth, Leitung Ausstellung
und Vermittlung Enter Technikwelt Solothurn · Kirstin Hallmann,
Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen
Sporthochschule Köln Quellen und Literatur: ·
https://www.olympics.com/de/olympic-games/cortina-d-ampezzo-1956 ·
Recherche und Archive SRF · Felix Wirth, Jan Liechti, Dominik
Landwehr, Felix Kunz, Vision of a Visionary. Die unglaubliche
Geschichte des Spitlight P.300.S. The Incredible Story of Spitlight
P.300.S, 220 S., Stiftung ENTER, Solothurn 2022
Mehr
30.12.2025
15 Minuten
Im Appenzell ziehen am Jahreswechsel die Silvesterchläuse von Hof
zu Hof – zweimal, am 31. Dezember und am 13. Januar. Warum gibt es
Schöne und Wüste Kläuse? Und was hat das mit Kalenderreformen und
bösen Geistern zu tun? Ein Naturjodel (das Zäuerli), kunstvolle
Kopfbedeckungen oder wilde Masken und Kostüme aus Tannenzweigen:
Das Silvesterchlausen ist einer der bekanntesten Bräuche der
Schweiz, aber zugleich auch einer der geheimnisvollsten. In kleinen
Gruppen ziehen die Silvesterchläuse durchs Appenzellerland, um
Glück fürs neue Jahr zu wünschen. Es gibt Schöne, Wüste und
Schönwüste Kläuse. Es sind Figuren, die Gut und Böse verkörpern und
an alte Vorstellungen vom Vertreiben böser Geister erinnern.
Kulturwissenschaftler Mischa Gallati erklärt, warum diese
Gegensätze typisch für Bräuche sind, wie sich Traditionen über
Generationen wandeln und weshalb das Silvesterchlausen heute auch
ein Event für Social Media geworden ist. ____________________ In
dieser Episode zu hören: · Mischa Gallati, Kulturwissenschaftler
und Brauchtumsexperte, Universität Zürich · Archivtöne Radio SRF
____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Silvan
Zemp Mitarbeit: Melanie Löw, SRF Recherche und Archive
____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir
freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du
deinen Freund:innen von uns erzählst.
Mehr
Über diesen Podcast
Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all
ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im
Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen
wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie
sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder
Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.
Kommentare (0)